AKTUELLES

1.+ 3. August 2011
Workshop zum Politischen Aktionstheater mit dem Theaterpädagogen Harald Hahn
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25. Juli 2011
Pressespiegel zu Lufthansa / Biokerosin
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14. Juli 2011
Lufthansa heizt mit Biokerosin Landkonflikte an (Pressemitteilung)
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1. Juni 2011
Interview mit Carmen Urbina/Camillo Navas aus Nicaragua:
“Ein Boykott von Ethanol würde uns helfen”
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23. Mai 2011
Kommentar: E10-Boykott ist ein wichtiges Signal an die Politik
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8. März 2011
Pressemitteilung: INKOTA begrüßt Boykott von E10-Biosprit.
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27. Oktober 2010
Pressemitteilung: Bundesregierung ignoriert Sklavenarbeit auf Zuckerrohrplantagen.
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Biosprit macht Hunger.

Weltweit leiden fast eine Milliarde Menschen an Hunger. Mit dem Agrosprit-Boom steigt diese Zahl weiter an. Denn für die Produktion von Biodiesel und Bioethanol werden beispielsweise Mais, Zuckerrohr, Palmöl oder Soja verwendet.

Seit sich die Mitgliedsstaaten der EU sowie die USA für eine Ausweitung der Nutzung von Agrarkraftstoffen ausgesprochen haben, orientieren sich die Weltmarktpreise beispielsweise für Zucker und Mais am Ölpreis.

Allein der Preis für Mais hat sich dadurch seit 2007 mehr als verdoppelt. Für viele Menschen in den ärmeren Ländern werden selbst Grundnahrungsmittel unbezahlbar. Betroffen sind insbesondere die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern, die für sich und ihre Familien kaum mehr als eine Mahlzeit am Tag haben. Der Boom der Agrarkraftstoffe hat diese Entwicklung beschleunigt.

In den vergangen Jahren wurden die negativen Auswirkungen der Förderung von Agrarkraftstoffen rund um den Globus bereits sichtbar. Weltweit ist ein Wettlauf um Ackerland entbrannt: In Indonesien wurden tausende Hektar Regenwald abgeholzt, in Brasilien müssen Zuckerrohrarbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten und in vielen Ländern Afrikas werden immer häufiger Kleinbauern von ihrem Land vertrieben, um den Plantagen für den Anbau von Energiepflanzen Platz zu machen. Die Bauern verlieren damit ihre Existenzgrundlage. Laut Weltbank wurden allein zwischen 2008 und 2009 Landverträge über 46,6 Millionen Hektar Land abgeschlossen oder angekündigt. Auf 35,2 Prozent der Flächen sollen Pflanzen für die Agrarkraftstoffproduktion angebaut werden.

Unterstützen Sie einen E10-Boykott!

Im Januar 2011 hat die Bundesregierung den so genannten E10-Kraftstoff eingeführt. An deutschen Tankstellen kann Benzin mit einem Anteil von zehn Prozent Bioethanol getankt werden. Auch der so genannte E10-Kraftstoff wird aus Nahrungsmitteln wie Zuckerrohr und Mais produziert und trägt so zu Preissteigerungen von Grundnahrungsmitteln und damit zu einer Verschärfung des weltweiten Hungerproblems bei.

INKOTA fordert die Bundesregierung auf, die Beimischungsquoten von Agrarkraftstoffen zurück zu nehmen. Unterstützen auch Sie die Forderung von INKOTA und schreiben Sie eine Protest-E-Mail an Umweltminister Norbert Röttgen (CDU). Als Autofahrer können Sie zudem ein deutliches Zeichen gegen die Agrarkraftstoffpolitik der Bundesregierung setzen und den E10-Kraftstoff an den Tankstellen boykottieren.