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Montag 17.11.14

65.000 Gegner werden zu Befürwortern

Mit einem offenen Brief haben sich INKOTA, Oxfam Deutschland und FIAN Deutschland an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gewandt und gefordert, die Öffentlichkeit nicht über eine vermeintliche Partnerschaft mit diesen Organisationen zur Hungerbekämpfung zu täuschen.

Das BMZ hatte die Unterschriftenübergabe an BMZ-Staatssekretär Friedrich Kitschelt im Rahmen der Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“ dazu genutzt, ein falsches Bild in der Medienöffentlichkeit zu erzeugen. Während INKOTA, Oxfam Deutschland und FIAN Deutschland mit der Übergabe von mehr als 65.000 Unterschriften das BMZ auffordern, die Förderung von Agrarkonzernen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu unterbinden, nutzte das BMZ das Foto der Übergabe, um Werbung für seine Sonderinitiative „EineWelt ohne Hunger“ zu machen und vereinnahmte die anwesenden Organisationen als Partner.

Derlei Medienäußerungen müssen vom BMZ widerrufen werden. Die entsprechende PM des BMZ muss umgehend von der Webseite entfernt oder durch eine Version ersetzt werden, die den vollständigen Inhalt des Gesprächs mit Staatssekretär Kitschelt widergibt.

Jan Urhahn von INKOTA erläutert weiter: „Das BMZ suggeriert in seiner Pressemitteilung, es stünde bei der Hungerbekämpfung eng an der Seite mit INKOTA, Oxfam und FIAN. Damit erzählt das Ministerium aber nur einen Teil der Wahrheit und unterschlägt wesentliche Fakten. INKOTA, Oxfam und FIAN fordern zwar auch, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu unterstützen, kritisieren mit der Unterschriftenaktion aber vor allem die Förderung von Agrarkonzernen wie Bayer oder BASF im Rahmen der German Food Partnership (GFP). Die GFP und Agrarkonzerne tauchen jedoch in der Meldung des BMZ überhaupt nicht auf. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, es handele sich um eine gemeinsame Aktion zur Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Dies ist eine Verdrehung der Tatsachen durch Vorenthaltung von Informationen. Die Unterschriftenübergabe ist Ergebnis der Protest-Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“ und war keineswegs ein inhaltlich einvernehmliches Treffen. Sobald das BMZ die Förderung von Agrarkonzernen einstellt, absolute Transparenz bei öffentlich-privaten Partnerschaften gewährleistet und die Forderungen und Bedürfnisse von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen ins Zentrum der EZ stellt, stehen wir gerne eng an der Seite des BMZ.“

Offener Brief an das BMZ (PDF, 205 KB)

Irreführende Meldung des BMZ zur Übergabe der Unterschriften (PDF, 43 KB)

INKOTA Meldung zur Übergabe der Unterschriften

Erfahren Sie mehr zur Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne”

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