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Mehr als 16.000 Euro an Spendengeldern sind insgesamt bei dem Weihnachtsspendenaufruf für die INKOTA-Partnerorganisation Procomes in El Salvador zusammengekommen.
Damit hat INKOTA, dank der großartigen Unterstützung aller SpenderInnen, schon die Hälfte des benötigten Spendenbedarfs für das Projekt aufgebracht. Und der Traum von einer unabhängigen und selbst bestimmten Existenz rückt für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in El Salvador in greifbare Nähe.
INKOTA-Projektreferent Michael Krämer besucht zurzeit El Salvador und berichtet von der Begeisterung der Menschen in BerlÃn; für ihr Projekt und die Unterstützung aus Deutschland.
Mehr als eine Stunde lang quält sich der Kleinlaster auf unbefestigten Wegen von der beschaulichen Kreisstadt BerlÃn in das weniger als zwanzig Kilometer entfernte Dorf Santa Cruz. 20 Männer und Frauen haben sich versammelt, um mir, dem weit angereisten Projektreferenten aus Deutschland, von den ersten Ergebnissen des neuen INKOTA-Projekts zu berichten.
Voller Enthusiasmus erzählen sie von Minibewässerungssystemen, mit denen sie auch jetzt, in der Trockenzeit, Tomaten, Radieschen und anderes Gemüse anbauen können; von Hühnerställen, in denen die ersten Legehennen gackern, und davon, dass ihre Kinder jetzt regelmäßig ein Ei essen können; und auch, dass sie schon bald Obstbäume haben werden: mit Beginn der Regenzeit im Mai werden die ersten Setzlinge gepflanzt. Je nach Sorte werden die BewohnerInnen von Santa Cruz in ein bis drei Jahren die ersten Früchte ernten können: Zitronen, Papaya, Maracuja und andere Früchte sind eine wichtige Ergänzung für den Speiseplan, der bisher meist aus Mais-Tortillas und Bohnen besteht.
Die Freude der Menschen für ihr Projekt, ist deutlich zu spüren. Doch dann macht sich eine Begeisterung breit, die nichts mit den Projektergebnissen zu tun hat: Ich berichte nämlich vom Weihnachts-
spendenaufruf von INKOTA, der mehr als 16.000 Euro für unser Projekt in den beiden Landkreisen BerlÃn und AlegrÃa eingebracht hat.
Dass so viele Menschen in Deutschland kleine oder auch größere Summen Geld für Menschen spenden, die sie gar nicht kennen, empfinden hier in Santa Cruz alle als ein ganz besonderes Zeichen der Solidarität. VÃctor Sánchez, Agrartechniker und Koordinator unserer gemeinsamen Projekte mit der Organisation Procomes, war ganz aus dem Häuschen:
"Das ist einfach Klasse, was diese Menschen in Deutschland für uns gemacht haben. Ich verspreche Ihnen allen, dass das Geld gut eingesetzt wird. Das wichtigste Projektziel ist Ernährungssicherheit für die Menschen in Berlin und AlegrÃa. Was wir heute anbauen, bedeutet ein besseres Morgen für uns!"
Auch Juana Delgado ist sehr beeindruckt vom Spendenergebnis aus Deutschland. Die tiefreligiöse Mutter von 12 Kindern weiß, wie wichtig eine ausgewogenere Ernährung ist:
"Im Namen meiner Familie und der ganzen Gemeinde möchte ich den Menschen in Deutschland für Ihre Anteilnahme an unserer Situation hier in El Salvador danken. Die beste Art, Ihnen allen zu danken, ist das Versprechen, dieses Projekt von INKOTA und Procomes so gut zu nutzen, dass wir in Zukunft ein wirklich besseres Leben haben werden."
Am liebsten hätten sie mir als Dankeschön für die SpenderInnen einige Tomaten und Radieschen oder auch ein paar Eier mitgegeben. Auch wenn es eine nette Geste war, so konnte ich die Frauen und Männer von Santa Cruz noch überzeugen, dass die Lebensmittel doch besser in BerlÃn bleibt!