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Michael Krämer
kraemer[at]inkota.de
Tel.: 030 420 8202-42

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Kampagnen: In Bewegung für eine andere Welt

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

fast jede entwicklungspolitische Organisation hat schon einmal eine Kampagne (mit)organisiert oder sich zumindest an einer beteiligt. Auch für INKOTA gehören Kampagnen zum alltäglichen Handwerkszeug. Vor einigen Jahren hat INKOTA die europaweite Kampagne „Make Chocolate fair!“ maßgeblich mitentwickelt – und mit einigem Erfolg daran gearbeitet, die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen von Kakaobauern und Kakaobäuerinnen sowie die Mitverantwortung der großen Kakao- und Schokoladeunternehmen dafür in das öffentliche Bewusstsein in Europa zu tragen.

Schon seit mehr als zwanzig Jahren engagiert sich INKOTA in der internationalen Clean Clothes Campaign, die für Verbesserungen für die Arbeiter*innen in der globalen Textilindustrie streitet. In dieser Kampagne kooperieren teils sehr unterschiedliche Organisationen aus dem globalen Norden und aus dem globalen Süden. Ohne diese Zusammenarbeit wären wichtige Erfolge gar nicht möglich, schreibt Farhat Fatima vom Pakistan Institute of Labour Education and Research (PILER).

Aber auch die Zusammenarbeit von Organisationen aus dem globalen Süden gewinnt an Bedeutung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Alliance for Food Sovereignty in Africa (AFSA), die als panafrikanisches Netzwerk für Ernährungssouveränität und Agrarökologie selbst Kampagnen gestaltet und sich zum Beispiel gegen die wachsende Marktmacht der großen Agrarkonzerne aus dem globalen Norden wendet. Sie arbeitet eigenständig, ist aber ein wichtiger Bündnispartner für Organisationen und Kampagnen aus dem globalen Norden.

Nicht alle Kampagnen spitzen zu, gehen auf Konfrontationskurs und streiten für konkrete Veränderungen. Von manchen Organisationen sei nie „ein kritisches Wort über Freihandelsabkommen, Steuerflucht, Agro- und Pharmamultis“ zu hören, kritisiert Jürgen Maier im Einleitungsartikel zu diesem Dossier. Schlimmer noch: „Aus Sicht der Gates-Stiftung bringen solche Kampagnen sehr wohl etwas: Sie stabilisieren den Status Quo und verhindern Veränderung.“

Überhaupt sind eine durch wichtige Geldgeber geförderte Tendenz zur Bürokratisierung von Kampagnen und eine Entpolitisierung vieler Aktivitäten zu beobachten. Dabei steht auch die Nord-Süd-Bewegung in den Zeiten weltweit erstarkender autoritärer rechter Bewegungen vor neuen Herausforderungen. Um auf den Rechtspopulismus angemessen reagieren zu können, braucht es Aktivitäten, die die wachsenden sozialen Spaltungen zum Thema machen, die als Folge der neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte sowohl im globalen Süden wie auch im globalen Norden zu spüren sind.

Vom Online-Appell bis zur fantasievollen Straßenaktion gibt es die unterschiedlichsten Aktionsformen, um die jeweiligen Kampagnenziele zu erreichen. Und um in Bewegung zu kommen für eine andere Welt. Dazu haben wir in diesem Dossier einige, wie wir finden, sehr interessante Artikel zusammengestellt. In der Hoffnung, dass Sie dies ebenso sehen, wünscht Ihnen eine anregende Lektüre

Michael Krämer

Michael Krämer

Michael Krämer arbeitet bei INKOTA und ist Redakteur des Südlink-Magazins.