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Unter dem Motto „Let’s run for fair wear“ sind beim 36. Berlin-Marathon rund 200 LäuferInnen und SkaterInnen für das INKOTA-netzwerk und die Kampagne für Saubere Kleidung an den Start gegangen. Sie forderten menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie. Mit einem Textilsticker auf ihrem Trikot bekundeten sie ihre Solidarität mit den ArbeiterInnen auf der ganzen Welt.
Als Sponsor wirbt Adidas bei Großereignissen wie dem Berlin-Marathon für die bunte und schöne Welt des Sports. Allerdings lassen die großen Sportmarkenfirmen Sportschuhe und -bekleidung in Fabriken in Asien, Lateinamerika und Osteuropa herstellen, in denen es nachweislich zu massiven Arbeitsrechtsverletzungen kommt. ArbeiterInnen berichten von unbezahlten Überstunden bis zur totalen Erschöpfung, von massiver Unterschreitung von Mindestlöhnen und von unzureichender Arbeitssicherheit. Während Näherinnen insbesondere vor sportlichen Großereignissen massive Überstunden zu Hungerlöhnen leisten müssen, erwirtschaften die Sportartikelunternehmen Gewinne in Milliardenhöhe.
Auf diese Ungerechtigkeit machten die INKOTA-AktivistInnen und Marathon-LäuferInnen mit gelben Luftballons und Riesen-T-Shirt mit der Aufschrift „Made in Hell" aufmerksam. Zum dritten Mal mobilisierte INKOTA hunderte von LäuferInnen und informierte über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen beim Berlin-Marathon.