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Donnerstag 17.12.09

Unfairen Einkauf stoppen!

Aktion der Supermarktinitiative

Bei der Aktion zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) hat  INKOTA gemeinsam mit 23 Organisationen aus dem entwicklungs- und umweltpolitischen Bereich sowie mit Bauernorganisationen 7.500 Unterschriften präsentiert, die im Rahmen der Aktion „Unfairen Einkauf Stoppen“ gesammelt wurden. Die in der Supermarktinitiative zusammengeschlossenen Organisationen setzen damit ein Zeichen gegen Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in den Lieferketten von Supermärkten und üben damit Druck auf Einzelhandelskonzerne und Politik aus.

Die AktivistInnen haben vor dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) ein Standbild erbaut, das die Situation der ArbeitnehmerInnen von Supermärkten verdeutlicht: Auf einem Meer von bunten Plastiktüten der unterschiedlichen Geschäfte lagen durch weiße Masken anonymisierte Opfer der Arbeitswelt. Sie wurden symbolisch von einem Einkaufswagen voller Geldsäcke überrollt – geschoben von einem skrupellosen, Zigarre rauchenden Geschäftsmann. Die Botschaft der Aktion wurde somit verbildlicht: Der Preiskrieg der Discounter darf nicht weiter auf dem Rücken der ArbeiterInnen und ProduzentInnen ausgetragen werden.

Demnach richtet sich der Appell nicht nur an die Leiter der Supermärkte und die Politiker, sondern auch an die KonsumentInnen. Die Reaktion des HDE war enttäuschend und lässt sich kurz zusammenfassen: Die Unterschriften wurden nicht persönlich entgegengenommen. Die Initiative wird daher den Druck mit weiteren Aktionen auf die Konzerne erhöhen.

Unter Preiskrieg ist der Wettstreit im Preisesenken gemeint, den Discounter wie Aldi und Lidl veranstalten. Während zum Wohl der KonsumentInnen die Produkte billiger verkauft werden, sind vor allem die Lieferanten in den Produktionsländern unwürdigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Doch nicht nur die ArbeiterInnen im Ausland, sondern auch die Angestellten in Deutschland  stoßen in Sachen Bildung von Betriebsräten auf Ablehnung.

Deshalb hat die Supermarktinitiative es sich zur Aufgabe gemacht, die KonsumentInnen auf die aggressive Preispolitik aufmerksam zu machen. Zudem warnt das Bündnis vor einer Fortsetzung der Preispolitik im nächsten Jahr, denn wegen des aufstrebenden Edeka-Discounters „Netto“ droht ein Preiskrieg, der zu einer weiteren Zuspitzung von Arbeitsrechtsverletzungen führen wird. Die Supermarktinitiative fordert ein Eingreifen und eine gesetzliche Verpflichtung der Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards.

Website der Supermarktinitiative

Pressemitteilung der Supermarktinitiative zur Aktion

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