Liebe Leserinnen und Leser,

Bayer und Monsanto, die beiden Schwergewichte unter den Chemie- und Agarkonzernen kaufen seit Jahren strategisch Konkurrenten und Zulieferer auf: Saatgutunternehmen, Gentechniklabore, Hybrid-Spezialisten. Gekrönt werden soll diese stetige Machtkonzentration durch die Albtraumhochzeit des Paares: Mit einer 66-Milliarden-Dollar-Fusion wollen sie gemeinsam zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Dass die EU-Kartellbehörden grünes Licht geben, ist zu befürchten. Denn in den letzten Wochen haben sie bereits zwei Fusionen von gleichen Dimensionen genehmigt: Dow mit DuPont und ChemChina mit Syngenta.

Wenn jetzt auch noch Bayer-Monsanto kommt, bestimmen in Zukunft drei Megakonzerne, was auf den Äckern der Welt angebaut wird und was auf unseren Tellern landet. Die Machtkonzentration hätte vor allem für Kleinbäuerinnen und -bauern im globalen Süden verheerende Folgen. INKOTA setzt sich dafür ein, die drohenden Mega-Fusionen von Agrar- und Chemiekonzernen zu stoppen.

Darüber und über vieles mehr lesen Sie in diesem Newsletter.
Herzliche Grüße
Ihr INKOTA-Team

Offener Brief an die EU-Wettbewerbskommission

Fusion Bayer Monsanto

Zusammen mit rund 200 Organisationen fordert INKOTA in einem offenen Brief die Europäische Kommission auf, die bevorstehenden Fusionen der weltweit größten Agrarchemie- und Saatgutkonzerne zu verhindern. Denn die Fusionen von Bayer, Monstanto und Co. brauchen die Genehmigung der Kommission, die für Monopolkontrolle zuständig ist. Wir fordern stattdessen von der Kommission wirksame Maßnahmen, um die negativen Folgen zu verringern, die die Aktivitäten des Agribusiness für das Gemeinwohl, Bauern und Bäuerinnen, VerbraucherInnen und die Umwelt haben. Wir haben gute Argumente. – Weiterlesen

Aktionen zur Bayer-Hauptversammlung

Stop Bayer Monsanto

4.000 AktionärInnen werden zur diesjährigen Bayer-Hauptversammlung am 28. April in Bonn erwartet. Mit vielfältigen Protestaktionen wollen wir ihnen die negativen Folgen der Bayer-Monsanto-Fusion vor Augen führen: Eine Patentverbrennungsmaschine wird symbolische Patente und Vertragspapiere zerstören, Kundgebungsbeiträge und Bannerslogans machen unsere Forderungen klar.

In einem Bündnis aus politischen engagierten Gruppen und Organisationen werden wir so den breiten Widerstand gegen die Macht der Agrarkonzerne sichtbar machen. Für eindrucksvolle Bilder laden wir Sie ein, sich an den Aktionen und dem vorbereiteten Pressebild zu beteiligen. Seien Sie in Bonn dabei!Weiterlesen

ProSavana – Contra Kleinbauern?

ProSavana

ProSavana – dahinter verbirgt sich ein trinationales mosambikanisch-brasilianisch-japanisches Kooperationsprojekt, mit dem die mosambikanische Regierung die Landwirtschaft international marktfähig machen will. Das Millionen-Hektar-Projekt bedroht die Landrechte und die Ernährungssouveränität von kleinbäuerlichen Gemeinschaften in Mosambik. Zwei INKOTA-Partnerorganisationen leisten vor Ort wichtige Arbeit: Während der Bauernverband UNAC den Kleinbauern und -bäuerinnen politisch eine Stimme gibt und auf nationaler und internationaler Ebene Lobbyarbeit betreibt, klärt der Kleinbauernverband ORAM die Menschen in den betroffenen Gebieten im Norden Mosambiks über Landrechte auf. – Weiterlesen

Freiheit für die 17 Plus

Freiheit 17 Plus

Evelyn Beatriz Hernández Cruz sitzt seit ihrer Fehlgeburt im April 2016 in Unterschungshaft. Am 20. April drohen ihr bis zu 30 Jahren Haft. Denn ihr wird Abbruch der Schwangerschaft vorgeworfen, was in El Salvador als Mord bestraft wird.

Die INKOTA-Partnerorganisation „BürgerInnenvereinigung zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs” unterstützt mit unserer Hilfe die gerichtliche Verteidigung von Evelyn Beatriz Hernández finanziell. Gleichzeitig setzt sie sich mit der Kampagne „Freiheit für die 17 plus“ für eine Reform des absoluten Abtreibungsverbots in El Salvador ein und für die Freilassung all der Frauen, die nach einer Fehlgeburt wegen angeblichen Mordes in Haft sind. Bitte spenden Sie für die Arbeit der Kampagne!

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Südlink 179: Kampagnen

Kampagnen

In Bewegung für eine andere Welt

Für INKOTA und viele andere Nichtregierungsorganisationen gehören Kampagnen zum alltäglichen Handwerkszeug. Aus gutem Grund, denn Kampagnen können viel in Bewegung bringen. Doch sie bergen auch Risiken und Nebenwirkungen.

Eine gut gemachte Kampagne – das zeigen auch unsere Beispiele im aktuellen Südlink – kann aufrütteln und eingeübte Denkgewohnheiten aufbrechen, sie kann eine Community zusammenbringen und eine große öffentliche Wirkung erreichen, sie kann rücksichtslose Konzerne in Erklärungsnöte bringen und unmittelbare Verbesserungen für marginalisierte Gruppen bewirken. Doch nicht jede Kampagne erreicht ihr Ziel – und nicht jede ist sinnvoll. Wie also können wir richtig in Bewegung kommen für eine andere Welt? – Weiterlesen

Studie: Zwei Paar Schuhe?

Indonesien Arbeitsrechte

Indonesische Lederschuhproduktion und Arbeitsrechte

Zahlreiche Arbeitsrechtsverletzungen enthüllt die Change-Your-Shoes-Studie zu den Arbeitsbedingungen in der indonesischen Lederschuhproduktion. Besonderes Augenmerk legt sie auf die schwierige Situation von HeimarbeiterInnen, die weder Arbeitsvertrag noch Sozialversicherung haben. Die untersuchten Produktionsstätten fertigen unter anderem für bekannte Schuhmarken wie Deichmann, Ecco und Ara. Erfreulicherweise hat die Studie schon erste Wirkungen gezeigt: Eine Zulieferfabrik vergibt jetzt statt prekären Kurzzeitverträgen etwas längerfristige Verträge. – Weiterlesen

Bittere Nachricht zu Ostern

Faire Schokolade

Während sich in Deutschland Kinder auf die Schokolade im Osternest freuen, müssen Kakaobauernfamilien in der Elfenbeinküste mit starken Einkommensverlusten rechnen. Nachdem der Weltmarktpreis für Kakao im letzten halben Jahr ins Bodenlose gefallen war, senkte die ivorische Kakaovermarktungsstelle Conseil Café Cacao den staatlich garantierten Kakaopreis um 30 Prozent. INKOTA befürchtet, dass missbräuchliche Kinderarbeit dadurch zunimmt und fordert die Schokoladenindustrie auf, Strategien zu entwickeln, um Preisschwankungen besser aufzufangen und den Bäuerinnen und Bauern ein existenzsicherndes Einkommen zu garantieren. Im Rahmen der Oster-Aktion der Kampagne Make Chocolate Fair! protestierten in der Vor-Osterzeit Aktionsgruppen in verschiedenen Städten für eine faire Schokoladeproduktion – unter anderem in Berlin, Bremen, Salzkotten, Niebüll und Neumarkt. – Weiterlesen

Konfliktmineralien-Verordnung der EU

Konfliktmineralien

„Stoppt den Handel mit Konfliktmineralien!“ hatten wir im Rahmen der Kampagne Stop Mad Mining vor über einem Jahr gefordert. Im März hat das Europäische Parlament nun endlich verbindliche Regeln für Konzerne beschlossen, die unverarbeitete Rohstoffe aus Konfliktgebieten in die EU importieren. Ausgewählte Unternehmen müssen erstmals sicherstellen, dass Gold, Zinn, Tantal und Wolfram, das sie in die EU importieren, keine Kriege oder Menschenrechtsverletzungen finanzieren. Das ist ein wichtiger erster Schritt, doch noch gibt es Lücken so groß wie Scheunentore.Weiterlesen

Veranstaltungen & Aktionen

Bis 30. April: Bewerbungszeitraum für die „Spitze Nadel“, den Aktionspreis gegen die dunkle Seite der Modeindustrie.
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Noch bis 19. April: INKOTA-Roll-Up-Ausstellung „Make Chocolate Fair!“, Rathaus der FairTrade Stadt Niebüll, Hauptstraße 44, 25899 Niebüll
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12. April bis 5. Mai: Workshop-Reihe "Kunst für Menschenrechte! Kreativer Protest im öffentlichen Raum und politisches Aktionstheater" in 5 Modulen, jeweils mittwochs 17:00 bis 20:30 Uhr Uhr, Dresden, Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben, Anmeldung unter buero-dresden[at]inkota.de
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21. April bis 28. April: Ausstellung „Die große Gier: Auf der Suche nach einem gerechten Umgang mit Rohstoffen.“
Weltladen Alsfeld, Untergasse 5, 36304 Alsfeld
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22. April bis 17. Mai: INKOTA-Roll-Up-Ausstellung „Make Chocolate Fair!“, Mensa der Universität Marburg, Erlenring 5, 35037 Marburg
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26. April bis 14. Mai: INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter” Lutherische Pfarrkirche St. Marien, Lutherischer Kirchhof 1, 35037 Marburg. Ausstellungseröffnung mit Vortrag von Kampagnenkoordinatorin Evelyn Bahn am 26. April 2017 um 19:00 Uhr.
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28. April: „Get up early!“ Protestaktion vor der Bayer-Hauptversammlung, 7:00 bis 10:00 Uhr Platz der Vereinten Nationen 2, 53113 Bonn.
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02. Mai bis 10. Mai: Ausstellung „Die große Gier: Auf der Suche nach einem gerechten Umgang mit Rohstoffen.“
Mannheimer Maimarkt/Colombo3, Fair-Trade-Halle, Xaver-Fuhr-Straße 101, 68163 Mannheim
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9. Mai, 19 bis 21 Uhr: Change Your Shoes Diskussionsveranstaltung zu Sozial- und Umweltstandards in der Schuh- und Lederindustrie, Taz Café, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin
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25. bis 27. Mai: Change Your Shoes und die Kampagne für Saubere Kleidung auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, Zentrum Jugend im Tempordrom, Berlin.
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19. Juni bis 24. Juni: Ausstellung „Die große Gier: Auf der Suche nach einem gerechten Umgang mit Rohstoffen.“
Woche der Suffizienz, Tübingen, Werkstadthaus, Aixer Str. 72, 72072 Tübingen
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Publikationen & Materialien

Publikationen

Südlink 179: Kampagnen – In Bewegung für eine andere Welt
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INKOTA-Hintergrund: Ernährungssouveräne Landwirtschaft. Beispiele aus Mosambik
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Broschüre: Besser anders, anders besser – Mit Agrarökologie die Ernährungswende gestalten
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Südlink 178: Fairer Handel – Erfolgsmodell mit Schwächen
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Studie: "Zwei Paar Schuhe – Indonesische Lederschuhproduktion und Arbeitsrechte"
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Infoblatt: Die bittere Wahrheit über Schokolade
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Aktions-Flyer: Make Chocolate Fair! - Mit Siegelcheck
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Infoblatt: Konfliktrohstoffe
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INKOTA: Jahresbericht 2015
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Videos

Saatgutsouveränität zurückerobern: Bäuerliches Saatgut in Mosambik
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Neue Wege am Vulkan von San Miguel: Interview INKOTA-Referent für El Salvador Michael Krämer
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Aktiv gegen Kinderarbeit: Marie-Jeanne N’Zore Kombo mit der Kampagne Make Chocolate Fair!
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Unser Essen mitgestalten – Ernährungsräte überall!
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Ausstellungen zum Ausleihen

INKOTA-Roll-Up-Ausstellung: Ressourcengerechtigkeit: Die große Gier
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INKOTA-Wanderausstellung: Süß & Bitter. Ausstellung der Kampagne Make Chocolate Fair!
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INKOTA-Roll-Up-Ausstellung: Make Chocolate Fair!
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INKOTA-Ausstellung auf der Wäscheleine: Mit Frauenpower in die Unabhängigkeit
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INKOTA-Wanderausstellung: Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte
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Jobs & Praktika

Praktikum bei der Kampagne Make Chocolate Fair! (30 Stunden/Woche, ab Juli 2017)
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Ausgabe 2/2017
April

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