Menschenrechte - ein Problem der anderen?

Liebe Leserinnen und Leser,

mehr als 100 Tage lang saß der ehemalige INKOTA-Mitarbeiter Peter Steudtner in der Türkei im Gefängnis. Er ist inzwischen frei, sein Verfahren läuft noch. Die Vorwürfe gegen ihn sind so absurd wie zuvor. Auslöser seiner Verhaftung war sein Engagement für Menschenrechte – als Trainer für Stressbewältigung und Datensicherheit auf einem Seminar in Istanbul. Im Interview mit INKOTA spricht er darüber, wie er seine Hafterfahrungen für MenschenrechtsaktivistInnen nutzbar machen möchte.

Denn klar ist: An vielen Orten der Welt bedeutet das Engagement für Menschenrechte eine Gefahr für Freiheit, Leib und Leben. Aber dieses Engagement ist bitter nötig: Sei es bei der globalen Schuhherstellung in Indien oder beim Zugang zu sauberem Wasser für Kleinbäuerinnen in Mosambik. Oder wenn sich Frauen in Nicaragua aus ihrer Abhängigkeit befreien. Wie vielfältig sich INKOTA für die Menschenrechte einsetzt – das lesen Sie in diesem Newsletter. Er erscheint passend zum internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember).

Wir wünschen Ihnen eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit.
Ihr INKOTA-Team

Interview mit Peter Steudtner

„Normalerweise wacht man aus einem Albtraum auf und dann kommt der Tag. Bei mir war es umgekehrt: Ich hatte die Nacht zum Träumen und bin morgens in einem Albtraum aufgewacht. Es war nicht jeden Tag schrecklich, aber jeden Tag aufs Neue bin ich im Gefängnis aufgewacht, ohne dass es einen Grund dafür gab.“

In der aktuellen Ausgabe unseres Südlink-Magazins spricht Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner mit seinem früheren Kollegen Michael Krämer von INKOTA über seine Haft in der Türkei, absurde Vorwürfe und wie er die Zeit im Gefängnis überstanden hat.

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SPITZE NADEL 2018

Jetzt bewerben!

Habt Ihr Euch mit einer Aktion für faire Mode stark gemacht? Dann bewerbt Euch! Findet Ihr auch, dass Unternehmen endlich Verantwortung für die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Schuh- und Textilfabriken übernehmen müssen? Dann zeigt es ihnen mit einer aufsehenerregenden Aktion und bewerbt Euch für den Aktionspreis SPITZE NADEL! Die SPITZE NADEL geht in die dritte Runde und würdigt erneut Engagement gegen die dunkle Seite der Modeindustrie und für die Einhaltung der Menschenrechte bei der Arbeit mit einem Preisgeld von 10.000 Euro. Seid dabei!

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Botschaft ist angekommen

Deichmann reagiert

Wir haben unsere Petition „Transparenz statt Versteckspiel!“ an den größten deutschen Schuhfachhändler Deichmann übergeben. Mehr als 13.000 Menschen unterstützen unsere Forderung, dass Schuhmarken und Händler transparent berichten müssen: Sowohl über die Einhaltung der Menschenrechte als auch über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, besonders bei der Verwendung von hochgiftigen Chemikalien. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben! Deichmann hat bereits mit einer Stellungnahme reagiert.

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Frauen in Nicaragua befreien sich selbst

Spendenaktion

Frauen werden fast überall auf der Welt benachteiligt und ihrer Rechte beraubt. Auch im Nordwesten von Nicaragua. In den kleinbäuerlichen Familien fällen die Männer wichtige Entscheidungen alleine. Sie verfügen über das Hab und Gut der Familien. Unsere Partnerinnen vom Frauenzentrum Xochilt Acalt wollen das ändern! Sie stärken die Frauen und tragen dazu bei, dass sie sich aus der ökonomischen Abhängigkeit von ihren Männern befreien können. Wir wollen sie dabei unterstützen und ihnen ein Geschenk zu Weihnachten machen. Helfen Sie uns dabei.

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Südlink 182: Literarischer Süden

In Büchern unterwegs

Mit Büchern lernen wir andere Menschen und andere Länder kennen, sie nehmen uns mit an weit entfernte Orte und in andere Zeiten. Bücher aus dem globalen Süden ermöglichen uns einen neuen Blick auf die Welt zwischen Nord und Süd. Wir präsentieren Bücher und AutorInnen aus dem globalen Süden, die Einblicke in ihre Gesellschaften und das Leben zwischen Süd und Nord geben. Einblicke, die uns mit einem nur politischen oder ökonomischen Blick auf die Welt verschlossen bleiben. Vielleicht entdecken Sie ja die eine oder andere Geschenkidee?

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Demo: Wir haben es satt!

Der Agrarindustrie die Stirn bieten!

Wir demonstrieren für gesundes Essen von Bäuerinnen und Bauern für alle! Für eine Ernährungspolitik, die auf regionale und nachhaltige Lebensmittel setzt statt auf industrielle Massenprodukte! Anlässlich der weltgrößten Agrarmesse Grüne Woche in Berlin kommen Mitte Januar nicht nur LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt zusammen, sondern auch die Wir-haben-es-satt!-Bewegung. Die Vorschläge für eine neue Agrarpolitik und Lebensmittelerzeugung liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen wir ordentlich Druck machen, damit die Politik den Interessen der Menschen gerecht wird statt Konzernen mehr Macht zu verschaffen.

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Neues Projekt in Mosambik

Lokales Saatgut für mehr Vielfalt

Xitonga, Mukadzi, Raposta und Kenha ─ das sind die Namen von lokalen Maissorten in Mosambik. „Diese Sorten waren schon fast verschwunden“, erzählt José Macueira, ein Bauer aus Gondola in Zentralmosambik. „Aber jetzt bauen wir sie wieder an. Unser lokaler Mais lässt sich gut lagern, viel besser als die Hybridsorten. Die wachsen zwar schnell, aber wir können kein neues Saatgut aus ihnen gewinnen.“ Der Kleinbauernverein UNAC unterstützt mit Hilfe von INKOTA Bauern und Bäuerinnen wie José Macueira dabei, Saatgut zu vervielfältigen und bäuerliche Sorten zu bewahren. Denn in Mosambik ist der freie Austausch und Nachbau von Saatgut gefährdet.

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Netzwerk Ernährungsräte gegründet

Mitte November sind rund 100 Aktive und Interessierte in Essen unter dem Motto „Ernährungsdemokratie jetzt!“ zum ersten Bundeskongress Ernährungsräte zusammengekommen und haben feierlich ein bundesweites Netzwerk gegründet. Als Mitgründer des Ernährungrates Berlin, einer der ersten Ernährungsräte in Deutschland, freuen wir uns riesig über diesen Erfolg! Holen Sie sich doch auch einen Ernährungsrat in die Stadt!

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Handbuch zum Globalen Lernen

Eine große Sammlung an vielfältigen Aktivitäten umfasst dieses umfangreiche Handbuch zum Globalen Lernen: von kurzen Spielen über Planspiele bis hin zu Workshops. Über 30 verschiedene lange und kurze Aktivitäten für unterschiedliche Altersgruppen, eingerahmt von allgemeiner Methodik zum Globalen Lernen.

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Termine

Noch bis 22. Dezember 2017. Ausstellung „Make Chocolate Fair! ─ Schokolade mit bitterem Beigeschmack“. Soziokulturelles Stadtteilzentrum Mühlstrasse 14 e.V. Mühlstraße 14, 04317 Leipzig.

Noch bis 23. Dezember 2017. Veranstaltungsreihe Ressourcengerechtigkeit in Dresden. Filmabend, Podiumsdiskussionen, Erzählcafé, Fachvorträge. Verschiedene Orte, Dresden.
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Noch bis 15. Januar 2018. Ausstellung Make Chocolate Fair! Schokolade mit bitterem Beigeschmack“. Rathausfoyer des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin. In Zusammenarbeit mit der Ökumenische Initiativgruppe Eine Welt (OEIGEW).
Ansprechperson: Klaus Wazlawik

Noch bis 21. Januar 2018. Ausstellung Make Chocolate Fair! Schokolade mit bitterem Beigeschmack“. Rathausfoyer der Stadt Rottenburg am Neckar. Marktpl. 18, 72108 Rottenburg am Neckar.
Ansprechperson: Jörg Weber

9. Dezember 2017, 17 Uhr. Das Grüne Gold ─ Filmvorführung und Publikumsgespräch. Werkstattkino, Fraunhoferstraße 9, 80469 München (U1/U2 Fraunhoferstraße). Eintritt frei
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12. Dezember 2017, 19:45 Uhr. Ringvorlesung Ressourcengerechtigkeit an der TU Bergakademie Freiberg. Immer dienstags um 19:45 Uhr, im Werner-Bau, Brennhausgasse 14, Raum 1045s, Freiberg.
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14. Dezember 2017, 17 Uhr. Aktion zum globalen Aktionstag gegen ausstehende Löhne und Abfindungen. Ku'damm Berlin.
Zum Facebook-Event

18. Januar 2018, 18 Uhr. Agrarökologie das unterschätzte Potenzial für Ernährung und Landwirtschaft. Podiumsdiskussion. Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin.
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26. bis 28. Januar 2018. Aktionstreffen der Kampagne für Saubere Kleidung. Internationales Gästehaus, Am Herrenberge 3, 07745 Jena.
Infos und Anmeldung

6. bis 8. April 2018. Change Your Shoes-Aktionsworkshop. Wir blicken nach Indien: Menschenrechte bei der Arbeit in der indischen Schuh- und Lederindustrie. Wannseeforum. Hohenzollernstr. 14, 14109 Berlin.

Publikationen & Materialien

Publikationen

Südlink 182: Literarischer Süden
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Südlink 181: Soziale Ungleichheit
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Wie unfair ist das denn!? Auszubildende für faire Arbeitskleidung. Broschüre über Siegel für faire und ökologische Arbeitsbedingungen bei Textilien.
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Studie: „Hier läuft was schief… – Arbeitsbedingungen in der türkischen Schuh- und Lederindustrie“
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Bayer & Monsanto – bleibt uns vom Acker. Was Megafusionen für die Welternährung bedeuten
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Comic zu UN-Nachhaltigkeitszielen: „Für eine bessere Welt“
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Handbuch: „Think Globally, Act Locally – Workshops zum Globalen Lernen für junge Menschen im Alter von 14 bis 20 Jahren“
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INKOTA-Infoblatt Welternährung 14: Ernährungsräte
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INKOTA: Jahresbericht 2016
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Videos

Stehst du auf Ausbeutung? Ausbeutung steckt in Deinem Schuh!
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Stehst du auf Chemikalien? Chemikalien stecken in Deinem Schuh!

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Stehst du auf Unterdrückung? Unterdrückung steckt in Deinem Schuh!
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Saatgutsouveränität zurückerobern: Bäuerliches Saatgut in Mosambik
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Neue Wege am Vulkan von San Miguel: Interview mit dem INKOTA-Referenten für El Salvador Michael Krämer
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Aktiv gegen Kinderarbeit: Interview mit Marie-Jeanne N’Zore Kombo von der Kampagne Make Chocolate Fair!
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Unser Essen mitgestalten – Ernährungsräte überall!
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Ausstellungen zum Ausleihen

INKOTA-Roll-Up-Ausstellung: Ressourcengerechtigkeit: Die große Gier
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INKOTA Roll-Up Ausstellung der Kampagne Change Your Shoes.
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INKOTA-Wanderausstellung: Süß & Bitter. Ausstellung der Kampagne Make Chocolate Fair!
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INKOTA-Roll-Up-Ausstellung: Make Chocolate Fair! Schokolade mit bitterem Beigeschmack
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INKOTA-Ausstellung auf der Wäscheleine: Mit Frauenpower in die Unabhängigkeit
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Jobs & Praktika

Studentische Hilfskraft im Bereich Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Versand (12 Wochenstunden/zum 1. Januar 2018)
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Ausgabe 6/2017
Februar

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