... deshalb setzt die CCC auf Information und Mobilisierung der VerbraucherInnen und auf öffentliche Kampagnen. Mit der Unterstützung vieler KonsumentInnen konnten schon Erfolge erzielt werden. Abertausende von Unterschriften haben dazu beigetragen, dass sich manches bereits verbessert hat. Immer mehr Konzerne der Bekleidungsindustrie haben Verhaltenskodizes eingeführt und lassen Kontrollen zu.
GewerkschafterInnen wurden in Zulieferbetrieben auf Druck von KonsumentInnen
wieder eingestellt. Bei den Zulieferfirmen wurde zum Teil mehr Transparenz erreicht,
was letztendlich die Kontrolle und Überprüfung der Arbeitsbedingungen etwas verbesserte. Für ArbeiterInnen, die bei Betriebsschließungen auf die Straße gesetzt wurden, wurden Entschädigungsfonds eingerichtet. Beispiel einer breiten internationalen Kampagne ist „PLAY FAIR bei Olympia“ (2004).
Hauptforderung dieses Bündnisses war die Einführung strengerer Standards für die
Lizenzvergabe und die Sponsorenverträge zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) und den Sportartikelherstellern. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Athen wurden hunderte öffentlicher Veranstaltungen in 35 Ländern organisiert. Mehr als eine halbe Million Unterschriften wurden zur Unterstützung der Kampagne gesammelt. Hunderte von Medienberichten beschäftigten sich weltweit mit der Kampagne. Während einige der Sportartikelhersteller zu Veränderungen bereit waren, zeigte sich das IOK den Forderungen gegenüber wenig empfänglich.
Zu einer Verbesserung in der globalen Beschaffungspraxis der Unternehmen und einer wirklichen Offenlegung ihrer Einkaufspraktiken kam es trotz aller Bemühungen bisher nicht.
Der öffentliche Druck von VerbraucherInnen in den letzten Jahren hat dafür gesorgt, dass sich heute immer mehr Unternehmen zu ihrer Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei ihren globalen Zulieferern bekennen. Diese Proteste tragen dazu bei, dass das Thema in breiter Öffentlichkeit diskutiert wird. Als Kampagne fordern wir von den Unternehmen eine verantwortungsvolle Veränderung ihrer Einkaufspraktiken. Damit würden sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten
in den Zulieferfirmen weltweit nachhaltig verbessern. Neben der konkreten Verantwortungsübernahme von Unternehmen sind verbindliche Regelungen und verantwortliches Handeln der Staaten bzw. der Politik ebenso wichtig. Wir sind davon überzeugt: Das kritische Handeln von KonsumentInnen trägt entscheidend dazu bei, dass sich etwas ändert.
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