Das bewirkt Ihre Spende:
65 Euro: Verpflegungskosten für eine Weiterbildung
100 Euro: Herstellung eines Faltblatts zum Thema Gentechnik
500 Euro: Zeitungsanzeige zur Aufklärung über Gentechnikproblematik
Spendenstichwort:
Red, El Salvador
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Im April 2008 erzielte die Gentechniklobby einen großen Erfolg in El Salvador: Das Parlament schaffte den Artikel 30 des Saatgutgesetzes ab, der den Import und die Nutzung gentechnisch veränderten Saatguts in El Salvador verboten hatte. Nur zwei Monate später zeigte sich, wer von dieser Gesetzesänderung besonders zu profitieren hofft: Für mehr als 100 Millionen US-Dollar erwarb Monsanto, der weltweit führende Konzern für gentechnisch verändertes Saatgut, El Salvadors Saatgutmonopolisten „Semillera Cristiani Burkard“.

Die Gesetzesänderung war ein herber Rückschlag für das „BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik in El Salvador“ (Red), dessen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit INKOTA seit nunmehr drei Jahren unterstützt. Javier Rivera, Sprecher des Red, ist sich allerdings sicher, dass der Kampf gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft in El Salvador noch nicht verloren ist: „Mit unseren Informationskampagnen haben wir es erreicht, dass immer mehr Menschen die Nutzung gentechnisch veränderten Saatguts ablehnen.“

Eine Hoffnung für positive Änderungen ist der Regierungswechsel in El Salvador im Juni 2009. Ein FMLN-Präsident, so die Erwartung, wird eher auf die Meinung der Bevölkerung eingehen als die zuvor regierenden Präsidenten der ultrarechten ARENA-Partei.
Für die weitere Arbeit hat sich das „Red“ bereits neue Aktionsformen überlegt. So wollen sie es unter anderem erreichen, dass sich möglichst viele Landkreise zu gentechnikfreien Zonen erklären. Das Gemeindegesetz würde damit die Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut ausschließen.
INKOTA unterstützt auch die Arbeit des Red zum Thema Agrokraftstoffe. Der Anbau von Pflanzen für Agrokraftstoffe hatte in den letzten Jahren einen regelrechten Boom in El Salvador erlebt. Immerhin hat sich dieser Boom zuletzt deutlich abgeschwächt. Neben dem Nachfragerückgang durch den sinkenden Ölpreis liegt dies auch an der Preisexplosion von Nahrungsmitteln im Jahr 2008: Die Produktion von Nahrungsmitteln ist häufig wieder lukrativer als der Anbau von Pflanzen für Agrokraftstoffe.
| Projekt: Öffentlichkeitsarbeit gegen Gentechnik und Agrosprit | |
| Ort | landesweit |
| Partner | BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik (Red) |
| Laufzeit | März 2009 bis Oktober 2010 |
| Kosten | 5.200 Euro |
| Spendenbedarf | 200 Euro |