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16 Euro: Saatgut für Gemüseanbau je Frau (insg. 48 Frauen)

65 Euro: Guayaba-Baumsetzlinge für die Kooperative

250 Euro: Materialkosten je Hühnerstall für 48 Frauen

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Ansprechpartner

Michael Krämer

Die Zähmung des Chaparrastique

Katastrophenschutz am Vulkan von San Miguel

El Salvador ist in den letzten Jahren von zahlreichen Katastrophen (Erdbeben, Hurrikane, Dürren) heimgesucht worden, zuletzt im November 2009 vom Hurrikan Ida und im Mai 2010 vom Tropensturm Agatha. Die Zerstörungen waren jedes Mal gewaltig. Sie hätten vermieden oder gemindert werden können, wenn es eine funktionierende staatliche Katastrophenprävention gegeben hätte. Doch unter der noch bis letztes Jahr regierenden ARENA-Partei galt: Wer zu den Armen zählt, erhält zu spät und zu wenig Hilfe. Bis die neue FMLN-Regierung ein effizientes Vorwarnsystem aufgebaut hat, wird noch einige Zeit vergehen.

Landschaft am Vulkan Chaparrastique
Hecken und Gräben für den Katastrophenschutz am Vulkan Chaparrastique

Immer stärker wirkt sich der Klimawandel in El Salvador aus. Auch deshalb engagieren sich immer mehr Nichtregierungsorganisationen im Bereich der Katastrophenprävention. Eine der aktivsten ist unser langjähriger Projektpartner OIKOS. Bereits seit 2006 unterstützt INKOTA die Arbeit von OIKOS am Vulkan Chaparrastique. Eines der Ziele ist es, die BewohnerInnen vor Schlammlawinen zu schützen, und andere Gefahren, die vom Vulkan ausgehen, zu verringern.

Wiederaufforstung und Erosionsschutz

Jugendliche aus El Chirrión
Jugendliche aus El Chirrión mit einem selbst erstellten Gefahrenplan ihrer Gemeinde

Am aktuellen Projekt nehmen die beiden Gemeinden Piedra Azul Abajo und Piedra Azul Arriba sowie die Kooperative Brisas Libertarias teil. Beginn war im Mai 2009, das Projekt ist ausgezeichnet gestartet, wie der INKOTA-Projektverantwortliche für El Salvador bei einem Besuch Ende Januar feststellen konnte: „Die Leute gehen mit großem Engagement an die Arbeit, in einigen Projektbereichen hatten sie nach einem guten halben Jahr bereits die Ziele eines ganzen Jahres erreicht.“

Durch Wiederaufforstung und die Errichtung von Hecken, Gräben und Dämmen über tausende Meter soll der Vulkan gezähmt werden - weil das Bodenerosion und Erdrutsche verhindert. Ernährungssicherheit für 48 Frauen und ihre Familien soll durch den Aufbau kleiner Hühnerfarmen und die Unterstützung beim Obst- und Gemüseanbau erreicht werden. Aber auch die Jugendlichen der Gemeinden und der Kooperative sind aktiv: Sie lernen unter anderem selbst Radioprogramme zu machen und wollen sich für einen besseren Schutz der Umwelt einsetzen.

Die BewohnerInnen der Gemeinden gehören zur armen Bevölkerungsmehrheit des Landes. Doch sie haben eine Stärke: Sie haben begonnen, sich zu organisieren und setzen sich aktiv für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein. Und sie haben gelernt, dass dazu auch der Schutz ihrer Umwelt und ein aktiver Einsatz für Wiederaufforstung und gegen die weitere Bodenerosion gehören. Mit diesem Projekt und mit Ihrer Unterstützung können sie diesen Zielen ein gutes Stück näher kommen.

Projektinfo

Projekt:                         Katastrophenschutz am Vulkan
                                      von San Miguel
OrtKanton Piedra Azul und
Kooperative Brisas Libertarias
PartnerOIKOS
LaufzeitMai 2009 bis Oktober 2011
Kosten114.484 Euro
Spendenbedarf13.387 Euro
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