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45 Euro: Informationsvideo
100 Euro: Ausbildungskurs
300 Euro: Plakatkampagne
Spendenstichwort: COPAE
Gold erzielt auf dem Weltmarkt Spitzenpreise. Das veranlasst transnationale Konzerne weltweit massiv Gold abzubauen, auch im guatemaltekischen Hochland.
„Es gibt Pläne, da ist das gesamte guatemaltekische Hochland eine einzige Goldmine!“, sagt Vinicio López, der Koordinator unserer Partnerorganisation COPAE (Kommission Frieden und Ökologie) der Diözese von San Marcos. Bisher existiert in der Region erst eine Goldmine der kanadischen Firma Goldcorp, die guatemaltekische Regierung hat jedoch bereits weitere Konzessionen für den Goldabbau an internationale Konzerne vergeben. Doch schon die Existenz der bereits vorhandenen Mine Marlin hat verheerende Auswirkungen. Zunächst wurde der vorwiegend indigenen Bevölkerung mit zum Teil erpresserischen Methoden das Land zu Billigpreisen abgetrotzt. Heute gleicht die Gegend einer Mondlandschaft mit Kratern ohne jeden Pflanzenwuchs, Häuser bekommen Risse, das Wasser der Flüsse ist vergiftet, Quellen und Brunnen trocknen aus.

Das alles geschieht unter Verletzung von internationalem wie nationalem Recht: Weder wurde die Bevölkerung über die Folgen des Goldabbaus aufgeklärt noch wurde eine Volksbefragung durchgeführt. Genau dies macht nun unsere Partnerorganisation. Sie organisiert den Widerstand der Bevölkerung, klärt sie über ihre Rechte auf und initiiert öffentliche Konsultationen zur Abstimmung über den Goldabbau. Ein regionales ReporterInnennetzwerk macht eine vielfältige Öffentlichkeitsarbeit: Regelmäßig werden lokale Radio- und Fernsehsendungen ausgestrahlt, öffentliche Foren und Informationsveranstaltungen durchgeführt, Faltblätter verteilt und Plakate geklebt.

Inzwischen hat sich die Bevölkerung zum Widerstand formiert und in verschiedenen Gemeinden in Volksabstimmungen ihr NEIN zum Goldabbau zum Ausdruck gebracht. Gut organisierter Widerstand ist auch dringend notwendig, denn schon gibt es eine weitere Bedrohung: Für Wasserkraftwerke und Stauseen in der Region sollen ganze Flüsse umgeleitet werden und die ersten Bauern sollen bereits von ihrem Land verdrängt werden.
COPAE kämpft auch in diesem Fall mit der indigenen Bevölkerung für deren Rechte.
| Projekt: Öffentlichkeitsarbeit gegen Minenprojekte und Wasserkraftwerke | |
| Ort | Departement San Marcos |
| Partner | COPAE |
| Laufzeit | März 2011 bis Februar 2012 |
| Kosten | 8.100 Euro |
| Spendenbedarf | 600 Euro |