MitmacherInnen gesucht! Unterstützen Sie die INKOTA-Kampagnen! So werden Sie aktiv!
Ihre Spende für eine unabbhängige Kampagnenarbeit. Jetzt online Spenden!
Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation

„ExpertInnen kommen aus dem Norden – MigrantInnen kommen aus dem Süden!“ Mit diesem gängigen Vorurteil bricht der Anti-Bias-Ansatz und das von INKOTA von 1994 bis 2002 durchgeführte Programm „Vom Süden Lernen“. Das Programm „Vom Süden Lernen“, das INKOTA seit 1994 durchgeführt hatte, kehrte diese Perspektive um. „ExpertInnen“ aus Afrika, Asien und Lateinamerika kamen auf Einladung von INKOTA nach Deutschland und teilten ihr Wissen mit den in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit engagierten Menschen. Globale Themen wie Gender, Rassismus, Gruppenkonflikte und Menschenrechte wurden in Seminaren mit ModeratorInnen aus dem Süden als Lehrende erlebt. Das traditionelle Verständnis von Helfern (im Norden) und Hilfsbedürftigen (im Süden) wurde aufgebrochen.
„Vom Süden lernen“ verknüpfte Erfahrungen aus der Arbeit zum Abbau von Rassismus, Sexismus, ökonomischer Benachteiligung und anderen Formen von Diskriminierung mit der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Es förderte nicht nur die Diskussion und den Austausch zwischen Menschen aus dem Norden und dem Süden. Es schaffte auch Verbindungen zwischen Menschen aus der Nord-Süd-Arbeit und aus der Antidiskriminierungsarbeit.
Zentral innerhalb des Projekts „Vom Süden Lernen“ ist der wesentlich in Südafrika mitentwickelte Anti-Bias-Ansatz, der gegen jegliche Formen von Diskriminierung sensibilisiert und hilft, eigene Diskriminierungsstrukturen zu hinterfragen und zu verlernen.
Mit den INKOTA-texten 1 „Vom Süden Lernen – Erfahrungen mit einem Anti-Diskriminierungsprojekt und und Anti-Bias-Arbeit“ liegt eine spannende und vertiefende Dokumentation des Projekts vor. Das Projekt Vom Süden Lernen musste leider aufgrund von Finanzierungsengpässen 2002 eingestellt werden.
Die wichtige Anti-Bias-Arbeit wird zurzeit unter anderem von den TrainerInnen der Anti-Bias-Werkstatt und vom Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation fortgesetzt, deren Arbeit wir sehr empfehlen können.