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"Für eine Welt ohne Hunger" - Aufruf zur Bundestagswahl
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Radio LORA München: Interview mit Evelyn Bahn zu Welternährung
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„Wir haben leere Mägen und ihr habt volle Tanks!“ – Mit diesen Worten kritisierte Flor Martínez von der INKOTA-Partnerorganisation Odesar in Nicaragua bereits auf dem G8-Gipfel im Jahr 2007 die Verwendung von Agrosprit. Denn für die Produktion der Kraftstoffe werden Nahrungsmittel wie zum Beispiel Mais, Palmöl oder Soja verwendet. Ausgelöst wurde der Boom um Agrokraftstoffe durch die ehrgeizigen politischen Ziele vieler Regierungen der Industrieländer, die Nutzung von Agrokraftstoffen in den kommenden Jahren massiv auszuweiten.

Welche fatalen Folgen diese Politik hat, wurde Anfang 2008 bereits sichtbar. In mehr als 30 Ländern kam es zu Hungerrevolten, als die Grundnahrungsmittelpreise in die Höhe schossen und für viele Menschen unbezahlbar wurden. Zahlreiche Studien belegen, dass die massiven Preissteigerungen auch auf die Konkurrenz zwischen Nahrungsmittel- und Kraftstoffproduktion zurückzuführen ist.
Mit der Aktion Biosprit macht Hunger informiert INKOTA über die negativen Auswirkungen von Agrosprit auf Menschen und Umwelt und ruft dazu auf, mit Protestmails Druck auf politische Entscheidungsträger auszuüben. Eine Ausweitung der Agrokraftstoffnutzung kann weiterhin gestoppt werden! Je mehr Menschen sich an Aktionen gegen Agrosprit beteiligen, desto größer wird der Druck. In El Salvador unterstützt INKOTA das BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik, das die Menschen in El Salvador über die Auswirkungen des Agrokraftstoffbooms informiert.