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Lars StubbeKoordination Eilaktionen
Kampagne für Saubere Kleidung

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Adidas-Reebok und Nike – BJ&B, Dominikanische Republik

Ist die Einhaltung von Arbeitsrechten zu mühsam und teuer?

BJ&B-Arbeiter
Ehemalige ArbeiterInnen der BJ&B-Fabrik in der Dominikanischen Republik

Adidas-Reebok und Nike zogen ihre Produktion aus der BJ&B-Fabrik in der Dominikanischen Republik ab, in der Vereinigungsfreiheit und Arbeitsrechte respektiert wurden.

Im Februar 2007 schloss das Textilunternehmen Yupoong die Fabrik BJ&B in der Dominikanischen Republik. Schon in den Jahren zuvor war es immer wieder zu zahlreichen fristlosen Entlassungen gekommen, sodass sich die Belegschaft von ursprünglich rund 2.000 ArbeiterInnen stark reduziert hatte. Die Fabrik hatte Basekaps für die Sporthersteller Adidas-Reebok und Nike produziert. Die Fabrikleitung hatte von Investitionen abgesehen und verlagerte die Produktion nach Asien.

Nach einem jahrelangen Kampf für Arbeitsrechte war die Fabrik für ihre guten Arbeitsbedingungen und eine aktive Gewerkschaft bekannt. Die Gewerkschaft hatte Adidas-Reebok und Nike immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass nötige Investitionen fehlten. Trotzdem entschieden sich die Unternehmen auf der Grundlage einer unvollständigen Kostenkalkulation die Produktion zu verlagern. Sie nahmen dabei keine Rücksicht auf die engagierten ArbeiterInnen in der BJ&B-Fabrik. Die Gewerkschaft vermutete, dass nötige Investitionen bewusst zurückgehalten wurden. Das Auslaufen des Welttextilhandelabkommens zum Januar 2005 ermöglichte Adidas die Produktion verstärkt zu verlagern.

Die Clean Clothes Campaign und das US-amerikanische Worker Rights Consortium forderten daraufhin zum Protest gegen Adidas-Reebok und Nike auf, um für den Erhalt der Fabrik zu kämpfen. Die Kampagne für Saubere Kleidung besuchte dafür auch die Aktionärshauptversammlung in Deutschland.

Auch wenn die Schließung nicht aufhalten werden konnte, bewirkte der Protest, dass die BJ&B-ArbeiterInnen Entschädigungen erhielten, die höher lagen als gesetzlich vorgeschrieben. Die Unternehmen finanzierten außerdem Bildungsprojekte der Gewerkschaft.

Grundsätzlich bleibt allerdings das Problem, dass nach einem erfolgreichen Kampf für die Arbeitsrechte Unternehmen in Fabriken abwandern, in denen es ArbeiterInnen deutlich erschwert wird, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Die Kampagne für Saubere Kleidung bemängelt deshalb auch weiterhin das Vorgehen von Adidas-Reebok und Nike in diesem Fall.

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