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Lars StubbeKoordination Eilaktionen
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Im Zusammenhang mit einer Reihe von Angriffen gegen das Zentrum für Wanderarbeiter in Shenzhen, China war Huang Qing-nan im November 2007 brutal niedergestochen worden. Er leidet bis heute an einer Behinderung am Bein.
Der Beginn des Gerichtsverfahrens gegen die mutmaßlichen Attentäter war ungewöhnlich lange hinausgezögert worden. Zum ersten Termin im Dezember 2008 erschienen über 50 ArbeitsrechtlerInnen und UnterstützerInnen von Huang Qing-nan, die keinen Platz im Gerichtssaal fanden. Huang Qing-nan beantragte daraufhin die Verschiebung der Gerichtsverhandlung. Jedoch stellte das Gericht auch zum neuen Termin am 16. Januar 2009 keinen größeren Gerichtssaal zur Verfügung und ließ Huang Qing-nans UnterstützerInnen nicht zur Verhandlung zu. Huang Qing-nans Anwalt beklagte, dass das Verfahren in vielen Punkten gegen geltendes Recht verstieß; so wurden Fristen nicht eingehalten und unübliche Sicherheitskontrollen eingeführt.
Mit viel Einsatz hat Huang Qing-nan das Zentrum gegründet, um Wanderarbeiter in Shenzhen zu unterstützen. Es bietet Informationen zu ihren Arbeitsrechten, kostenfreien juristischen Beistand sowie eine kostenlose Bibliothek. Nach den Übergriffen war das Zentrum jedoch geschlossen worden. Nach einer erfolgreichen Protestaktion konnte es seine Arbeit im Sommer 2008 wieder aufnehmen.