Hinweis

Die Kampagne Make Chocolate Fair! wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats und Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst durchgeführt. Der Inhalt der Kampagne liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und gibt nicht die Meinung der Förderer wieder.

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AnsprechpartnerInnen

Evelyn Bahn
Tel: 030-420 8202-55
E-Mail: bahn[at]inkota.de

Wiebke Thomas
Tel: 030-420 8202-57
E-Mail: thomas[at]inkota.de

Make Chocolate Fair!

Europäische Kampagne für faire Schokolade

Kaum jemand kann der Versuchung von Schokolade widerstehen. Doch der süße Genuss hat einen bitteren Beigeschmack: Während Schokoladenhersteller hohe Gewinne erwirtschaften, leiden viele Kakaobauern und -bäuerinnen (vor allem) in Westafrika unter menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Dazu zählen

  • unfaire Kakaopreise und ein niedriges und unsicheres Einkommen, die ein Leben in extremer Armut bedeuten,
  • extreme Abhängigkeit von stark schwankenden Kakaopreisen,
  • menschenverachtende Arbeitsbedingungen wie gefährliche Arbeit ohne Gesundheitsschutz, exzessive Überstunden sowie mangelhafte Ernährung
  • und ausbeuterische Kinderarbeit auf Kakaoplantagen.

Darüber hinaus wird der Kakao oft nicht ökologisch nachhaltig angebaut, was negative Auswirkungen auf Umwelt und Biodiversität hat:

  • Ausgelaugte Böden,
  • Umweltbelastung und Wasserverschmutzung durch chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger,
  • Waldrodungen durch Ausdehnung von Anbauflächen.

Risikogeschäft Kakao

Der Kakaoanbau ist ein risikoreiches Geschäft, vor allem wenn er in Monokultur betrieben wird. Die Kakaobauern und -bäuerinnen müssen mit der hohen Anfälligkeit der Kakaopflanzen für Schädlinge, Krankheiten und Wetterveränderungen kämpfen und sind zudem den stark schwankenden Weltmarktpreisen ausgeliefert. Niedrige Erträge führen zu mangelhafter Pflege und fehlenden Investitionen in die Kakaoplantage, was zu einem überalterten und reduzierten Baumbestand führt. Dadurch nehmen die Erträge immer weiter ab, die Armut wächst, ein Teufelskreis entsteht.

Make Chocolate Fair!

Die Kampagne Make Chocolate Fair! ist angetreten, um den globalen Ungerechtigkeiten im Kakaoanbau etwas entgegenzusetzen. Wir richten uns an die Schokolade herstellenden Unternehmen und fordern sie dazu auf, verantwortliche Schritte zur Verbesserung der Situation der Kakaobauern zu unternehmen - und zwar so schnell wie möglich!

Wir fordern von den europäischen Schokoladenunternehmen:

  • Eine faire Bezahlung von Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren ArbeiterInnen.
  • Die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette und die Ablehnung ausbeuterischer Kinderarbeit.
  • Die Unterstützung von Kakaobauern und -bäuerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft.
  • Die Anwendung eines unabhängigen Zertifizierungs- und Kontrollsystems.

Kampagnenstart

Die europäische Kampagne Make Chocolate Fair! ist mit verschiedenen Auftaktaktionen am 12. Juni 2013, dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit, gestartet. In Berlin, Wien und Tallinn machten AktivistInnen auf die Missstände im Kakaoanbau aufmerksam und wandten sich mit ihren Forderungen an die Schokoladenhersteller. INKOTA-AktivistInnen prangerten in einer öffentlichen Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin die globalen Ungerechtigkeiten in der Schokoladenproduktion an.

Wer steht hinter der Kampagne Make Chocolate Fair!?

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne von mehreren Organisationen in 16 europäischen Ländern. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Organisationen aus Europa, Afrika und Lateinamerika getragen. INKOTA koordiniert die Kampagne in Deutschland und wird von Entwicklungs- und Fairhandelsorganisationen, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und vielen weiteren engagierten Menschen aktiv unterstützt.

Werden Sie Teil der Kampagne!

Die Kampagne freut sich über alle, ob Einzelperson, Gruppe oder Organisation, die mitmachen wollen und die Kampagne stärken und sichtbar machen – sei es durch das Weiterverbreiten der Materialien über das Organisieren von kleinen Veranstaltungen oder Aktionen bis hin zu dauerhaft aktiven MultiplikatorInnen und MitträgerInnen der Kampagne. Bei Interesse wenden Sie sich einfach an: makechocolatefair[a]inkota.de.