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Berndt Hinzmann

Soziale Mindeststandards sind des Menschen Recht

Alle Menschen haben ein Recht darauf, sich zu entwickeln, das heißt teilzuhaben an den Gütern und der Fülle dieser Welt. Gemeint ist hier eine Teilhabe an der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Dimension von Entwicklung. Die Verpflichtung der Weltgemeinschaft, dieses Versprechen zu gewährleisten, ist bereits im UN-Pakt über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte (WSK-Rechte) von 1966 verankert. Mit der 1998 ohne Gegenstimme angenommenen „Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit” haben die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und damit das Recht auf würdige Arbeit den Charakter eines universellen Menschenrechts erhalten. Mit ihrem Konzept der Decent Work zielt die ILO auf die Durchsetzung von Sozialstandards und menschenwürdige Arbeit.
Globalisierung und globale Produktionsketten sind jedoch von Konkurrenz um Märkte und Investoren sowie der Orientierung auf kurzfristige Wettbewerbsvorteile geprägt. Das Interesse der Aktienbesitzer wird höher bewertet als Mensch und Umwelt und dabei die Missachtung grundlegender Rechte und Sozialstandards in Kauf genommen. Sozial- und Umweltstandards oder auch nachhaltige Entwicklung sind in Unternehmensdarstellungen trotzdem gern genutzte PR-Floskeln.

Des Menschen Recht ist Verpflichtung

Unternehmen, die von der Fertigung in den weltweiten Zulieferbetrieben profitieren, müssen für die sozialen Missstände Verantwortung übernehmen. Als globale Akteure können sie Einfluss nehmen und die Verletzung von Arbeits- und Menschenrechten verhindern. Politik hat bisher auf freiwillige Verantwortung gesetzt. Experten und Aktivisten sind sich jedoch einig, dass dies nicht ausreicht.
INKOTA ist überzeugt, dass durch gemeinsames Handeln wie in der internationalen Clean Clothes Campaign – Kampagne für Saubere Kleidung Menschen in der globalen Zulieferkette zu ihrem Recht kommen können.

"Wenn es möglich ist, die geistigen Eigentumsrechte und Urheberrechte an einer Barbie-Puppe zu schützen, sollten wir in der Lage sein, einen ähnlichen rechtlichen Schutz auch einem 16 Jahre alten Mädchen in Indonesien zu bieten, das die Barbie-Puppe hergestellt hat."

(John Ruggie, UN-Menschenrechtsbeauftragter, in seinem Report an die UN Menschenrechtskommission vom 4. Juni 2009)

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