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AnsprechpartnerInnen

Ida Wehinger

Tel.: 030-420 8202-52
Fax: 030 - 42 08 202-10
wehinger@inkota.de

Berndt Hinzmann

Tel.: 030 420 820 2-51
Fax: 030 - 42 08 202-10
hinzmann@inkota.de

In Kooperation mit

SPITZE NADEL

Aktionspreis

Die SPITZE NADEL 2016 geht an…

Eine fachkundige Jury hat unter zwölf bemerkenswerten Bewerbungen drei Initiativen ausgewählt, die sich in beispielhafter Art und Weise im vergangenen Jahr für bessere Arbeitsbedingungen in der globalen Schuh-, Leder- und Textilindustrie stark gemacht haben. Am 23. April, dem Vorabend des Jahrestages des Fabrikunglücks Rana Plaza, wurde erstmalig der Aktionspreis SPITZE NADEL verliehen.

Die Preise gingen an:

  • “The 2 Euro T-Shirt - A social Experiment" - Future Fashion Forward e.V.
  • “Jobs @ Primark” - Dies Irae
  • “Fashion -ein globales Geschäft” - evangelische Jugend Bad Honnef

Wir danken allen AktivistInnen für Ihr Engagement die Masche der Modeindustrie aufzudecken und Missstände in der Textilindustrie öffentlich zu machen. Und freuen uns schon jetzt auf die Bewerbungen für den Aktionspreis SPITZE NADEL 2017.

Mehr zu den Aktionen der PreisträgerInnen erfahren Sie hier


 

Hintergrund: Der Aktionspreis SPITZE NADEL

Nach dem 24. April 2013 ist vielen Menschen in Deutschland und weltweit endgültig der Kragen geplatzt: Wie kann es sein, dass mehr als tausend Arbeiterinnen und Arbeiter bei einem vermeidbaren Fabrikeinsturz einer Textilfabrik ums Leben kommen? Und wie kann es sein, dass die Unternehmen, die dort Hosen und Shirts produzieren lassen, ihrer Verantwortung nicht gerecht werden wollen? Kaum vorstellbar, dass sich Vergleichbares hätte abspielen können, wenn das Unglück von Rana Plaza nicht in Bangladesch und das von Ali Enterprise nicht in Pakistan, sondern sagen wir in Hamburg oder Biesdorf zugetragen hätte. Aber die Textilarbeiterinnen aus Südostasien sind eben ziemlich weit weg vom gepflegten deutschen Kleiderschrank.

So oder so ähnlich spüren Menschen, die ein Gewissen haben, die Empörung in sich aufsteigen, wenn sie sich mit den Katastrophen von Rana Plaza, Tazreen oder Ali Enterprise beschäftigen. Und diese sind nur die Spitze des Eisbergs: Miserable Arbeitsbedingungen, die Repression von aktiven Gewerkschaften und Löhne, die nicht zum Leben reichen, sind in den Zulieferbetrieben der Modemarken und Discounter der Bekleidungsindustrie in Ländern wie Bangladesch, Pakistan und Kambodscha, aber auch in Bulgarien oder der Türkei an der Tagesordnung. Die Praxis der Fashionindustrie trägt zu den untragbaren Zuständen weltweit bei. Es ist also keine Frage: Wir müssen etwas ändern. Die Frage ist nur - wie?

Doppelt hält besser

Immer mehr Menschen engagieren sich in kleineren oder größeren Zusammenschlüssen, um mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen für die Wahrung der Menschenrechte und gegen diese untragbaren Zustände einzutreten. Das hat einen doppelten Nutzen: Erstens steigt der Handlungsdruck auf Unternehmen und Politik mit jeder Aktion und mit jedem Medienbericht gewaltig. Zweitens wird jede und jeder Einzelne, die oder der von der Aktion etwas mitbekommt, für das gesamte Themenfeld sensibilisiert - und kaum etwas fürchten Unternehmen mehr, als einen um sich greifenden Imageverlust.

Um dieses wichtige Engagement zu würdigen, verleihen INKOTA und die cum ratione gGmbH deshalb ab 2016 die SPITZE NADEL - einen Preis für besonders wirksame Aktionen für die Menschenrechte bei der Arbeit im Textilsektor und in der Schuh- und Lederproduktion. Und weil doppelt einfach besser hält, verfolgen wir dabei auch noch ein zweites Ziel: Der Preis macht die starken Aktionen und deren Botschaften erneut bekannt, ermuntert zum Nachahmen und die Wirkung wird somit nochmals erhöht.

Jetzt heißt es, keine Zeit verlieren!

Die Ausschreibung startet jedes Jahr am 7. Oktober, dem Tag der menschenwürdigen Arbeit. Verliehen wird die SPITZE NADEL am 24. April, dem Jahrestag des Unglücks von Rana Plaza. Also los geht's: Setzen wir der hässlichen Seite der Kleiderwelt starke Aktionen für die Menschenrechte entgegen - denn tausend spitze Nadeln werden immer wieder Aufscheuchen und Bewegung in das ‚business as usual‘ bringen.

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Wer kann sich bewerben?

Für den Preis die SPITZE NADEL können sich alle Gruppen bewerben, die die Masche der Modeindustrie satt haben und in gemeinschaftlichem Engagement Aktionen durchführen, die auf die Missstände in der Textil-, Schuh- und Lederindustrie aufmerksam machen und sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte bei der Arbeit einsetzen. Die Teilnahme ist offen für Gruppen, Initiativen und Vereine, die auch ehrenamtlich arbeiten.

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Wie kann man sich bewerben?

Für eine vollständige Bewerbung sind folgende Schritte notwendig:

  1. Kurze formlose Beschreibung der Aktion: Thema, Ziel, Art der Umsetzung, Reaktionen auf die Aktion (max. eine Seite).
  2. Zusammenstellen einer aussagekräftigen Dokumentation der Aktion (Fotos, Videos, Presseberichte, etc.).
  3. Ausfüllen des Bewerbungsformulars (PDF, 73 KB).
  4. Zusendung der Beschreibung, der Dokumentation und des Bewerbungsformulars per E-Mail oder postalisch.

Die Bewerbungsfrist für die SPITZE NADEL 2017 wird noch bekannt gegeben.
Bei Fragen wenden Sie sich an: Ida Wehinger, wehinger@inkota.de, 030 420 820 252

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Welche Kriterien werden zur Bewertung der Aktionen herangezogen?

Bei der Bewertung der Aktionen stehen vor allem drei Kriterien im Vordergrund:

  • Mit der Aktion wird eine breite Öffentlichkeit über die Missstände in der Textil- und Modeindustrie informiert und zum Handeln inspiriert. Möglichst viele Personen und Gruppen werden dazu mobilisiert, sich für die Menschenrechte bei der Arbeit einzusetzen.
  • Durch die Aktionen wir das Interesse der Medien an der Thematik geweckt. Die Aktionen erzielen eine hohe Medienwirksamkeit.
  • Durch die Aktionen werden Politik und Unternehmen zum Handeln gezwungen. Die Textilbranche und die Schuh- und Lederindustrie werden unter Druck gesetzt und zu Reaktionen und Stellungnahmen gedrängt.

Außerdem spielen folgende Punkte bei der Bewertung eine Rolle:

  • Die Aktion verfolgt ein klares Ziel mit einer klaren Botschaft.
  • Die Aktion lädt zum Nachahmen ein.
  • Die Aktion ist originell und einzigartig.
  • Die Aktion ist in ein längerfristiges Engagement zu globalen Themen und Herausforderungen eingebettet.
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Was gibt es zu gewinnen?

Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Bei gleich guten Einsendungen obliegt der Jury die Entscheidung, den Preis aufzuteilen.

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Wann findet die Preisverleihung statt?

Die Preisverleihung findet rund um den vierten Jahrestag (24. April) des Fabrikunglücks von Rana Plaza statt. Der/ die Gewinner/innen und alle Bewerber/innen werden rechtzeitig zur Preisverleihung in Berlin eingeladen.

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Wer bewertet die Aktionen?

Die Aktionen werden von einer Jury, bestehend aus folgenden Personen, mit jeweils unterschiedlichen Hintergründen bewertet:

„Die Öffentlichkeit muss viel mehr Druck auf die konventionellen Textilhersteller und -händler in Deutschland ausüben, damit diese keine Textilien mehr anbieten, bei denen immer noch das Leid und das Blut der Näherinnen am Etikett klebt. Deshalb haben wir den Preis ‚SPITZE NADEL - gegen die Masche der Modeindustrie’ für die beste PR Aktion hierzu ausgelobt. Die Hersteller sind direkt verantwortlich. Sie können und müssen ihre Zulieferer zur Einhaltung menschlicher Produktionsbedingungen bringen. Das dies möglich ist zeigt fair gehandelte und mit entsprechenden Textil Labeln versehene Mode. Es gibt keine Ausreden mehr. Wir müssen dies einfordern und selbst überlegt handeln beim Textilien Einkauf.”
– Kerstin Haarmann, cum ratione gGmbH (Initiatorin des Preises)

„Aktivisten und Aktivistinnen die gegen die untragbaren Zustände in der Textil- und Modeindustrie aufbegehren und die Öffentlichkeit auf die Missstände aufmerksam machen, tragen dazu bei, dass ArbeiterInnen entschädigt und Arbeitsbedingungen im globalen Süden verbessert werden. Dieses Engagement muss gewürdigt werden.
– Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk (Initiator des Preises)

„Faire Kleidung zu kaufen muss genauso selbstverständlich werden wie mit Erneuerbaren Energien Strom zu erzeugen oder unsere Wohnungen zu heizen. Deshalb muss die Öffentlichkeit noch wirksamer über die unmenschlichen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie informiert werden. Solche Aktionen soll der Preis ‚SPITZE NADEL - gegen die Masche der Modeindustrie’ fördern.”
– Bärbel Höhn, MdB

„Das Thema faire Kleidung erfährt erfreulicherweise immer mehr Aufmerksamkeit, auch wenn es noch nicht genug ist. Ich hoffe, der Preis SPITZE NADEL kann dazu beitragen, das öffentliche Interesse daran noch zu steigern.”
– 
Franz Kotteder, Leitender Redakteur Süddeutsche Zeitung

„Die SPITZE NADEL richtet unseren Blick auf die alten Maschen. Gemeinsam agieren für die Menschenrechte in der Modeindustrie!”
– Anne Swoboda, Schauspielerin und Regisseurin

„Globale Wertschöpfungsketten dürfen kein Synonym für organisierte Verantwortungslosigkeit sein. Damit sich die Politik nicht länger einer Regulierung dieser globalen Wertschöpfungsketten verweigern kann, müssen wir handeln.
– Jürgen Maier, Forums Umwelt und Entwicklung

„Menschen leiden und manche sterben sogar, weil sie unter unwürdigen Bedingungen Kleidung produzieren. Widerlich ist das und deshalb ist es so wichtig, dass Gruppen auf diese unhaltbaren Zustände aufmerksam machen. Als Anerkennung für deren Arbeit wird der Aktionspreis SPITZE NADEL verliehen.”
– Janine Steeger, Journalistin und Moderatorin

AnsprechpartnerInnen

Kerstin Haarmann, E-Mail: k.haarmann@cum-ratione.org, Tel.: 05252-50445

Berndt Hinzmann, E-Mail: hinzmann@inkota.de, Tel.: 030 420 820 2-51

Ida Wehinger, E-Mail: wehinger@inkota.de, Tel.: 030 420 820 2-52.