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Triumph International, Entlassungen in Asien

Auch Gewerkschafter müssen gehen

Lautstarker Protest der Arbeiter.
Etwa tausend Arbeiter protestieren in Bangkok gegen die Entlassungswelle bei Triumph International.

Der schweizerische Dessous-Produzent Triumph International hat im Juli 2009 3660 ArbeiterInnen aus Zulieferer-Fabriken in Thailand und den Philippinen entlassen – die meisten davon Gewerkschaftsmitglieder. Triumph gibt an, dass die Entlassungen auf die weltweite Wirtschaftskrise zurückzuführen sind. Allerdings ist auffällig, dass Triumph Entlassungen hauptsächlich in gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken vorgenommen hat. Die Kampagne für Saubere Kleidung geht davon aus, dass die Triumph-Zulieferer gezielt gegen Gewerkschaften vorgehen.

Entlassungen von Gewerkschaftern bis hin zur Schliessung von gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken gehören zu den gängigen Mitteln, um die Gewerkschaftstätigkeit einzudämmen oder ganz abzuschaffen. Solche Massnahmen stehen im Widerspruch zu internationalen Arbeitsstandards. Die Tatsache, dass das Management weder im Falle von Thailand, noch im Falle der Philippinen rechtzeitig und vor den geplanten Personalmaßnahmen mit den Gewerkschaften verhandelt hat, verstößt gegen die Konvention 158  der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie gegen die Richtlinien für Multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die lokalen Gewerkschaften haben monatelang vor den Fabriken protestiert. Sie zogen auch vor die Schweizer Botschaften in Bangkok (Thailand) und Manila (Philippinen), um von der Schweizer Behörde im Kampf um die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte Unterstützung einzufordern.

Gemeinsam mit lokalen Organisationen und internationalen Partnern fordert die Kampagne für Saubere Kleidung Triumph auf:

  • die Entlassungen zurückzurufen,
  • die relevanten Informationen, die zur Entscheidung zum Personalabbau in den Fabriken geführt haben, für die Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen zugänglich zu machen,
  • den Planungsprozess für die Umstrukturierungen in Übereinstimmung mit den ILO-Konventionen und den OECD-Richtlinien für Multinationale Unternehmen gemeinsam mit Gewerkschaften erneut zu starten und in eine offene, transparente und faire Verhandlung mit den Gewerkschaften zu treten.
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