Flash ist Pflicht!

Sandgestrahlte Jeans

Immer noch kein Verbot der Killer-Jeans bei italienischen Luxusmarken

Flash ist Pflicht!

Jeans im Used-Look oder Vintage-Style werden mit der Sandstrahltechnik auf alt getrimmt – mit tödlichen Nebenwirkungen für die ArbeiterInnen, die innerhalb kurzer Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken. Seit Herbst letzten Jahres prangert die Kampagne für Saubere Kleidung diese Missstände an und fordert Unternehmen auf, das gesundheitsschädliche Verfahren zu verbieten. Über 20 Unternehmen aus ganz Europa haben in der Zwischenzeit reagiert und ein Sandstrahlverbot erlassen. Mittlerweile zählen auch die deutschen Modeketten New Yorker und Orsay sowie die italienischen Nobelmarken Versace und Armani dazu, die in Folge des Protests die Sandstrahltechnik verbieten. Die Luxusmarken Dolce & Gabbana und Roberto Cavalli jedoch verweigern weiterhin jegliche Informationen.

Fordern Sie deshalb diese Unternehmen auf, die Sandstrahltechnik sofort endgültig zu verbieten!

In den letzten Monaten hat die Clean Clothes Campaign europaweit Jeans-Markenfirmen und Verkäufer aufgefordert, die Sandstrahltechnik öffentlich zu verbieten, das Verbot wirkungsvoll durchzusetzen und betroffene ArbeiterInnen medizinisch zu versorgen und finanziell zu entschädigen. Erfahren Sie hier, wie die Unternehmen reagiert haben.

Bei Anwendung der Sandstrahltechnik strahlen ArbeiterInnen unter hohem Druck Sand auf die Jeans. Dieses sogenannte Sandstrahlen schädigt die Lungen der ArbeiterInnen, die nicht ausreichend gegen den gefährlichen Staub geschützt sind. Für die Lungenkrankheit Silikose gibt es keine Heilung. Allein in der Türkei erkrankten bereits 1.200 ArbeiterInnen nachweislich an der aus dem Bergbau bekannten Krankheit, 46 sind daran bereits verstorben. Die weltweite Dunkelziffer liegt jedoch viel höher, da Sandstrahlen sehr oft  in der informellen Wirtschaft stattfindet. Nach Informationen der Kampagne für Saubere Kleidung wird die Sandstrahltechnik u. a.  in der Türkei, in Bangladesch, in Argentinien und in China weiterhin auch in der Bekleidungsindustrie angewandt.

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