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Ansprechpartner

Berndt Hinzmann

Kampagne für Saubere Kleidung
Tel.: 030-420 8202-51
Fax: 030 - 42 08 202-10
hinzmann[at]inkota.de

Clean Clothes – Saubere Kleidung – sozial gerecht

INKOTA ist aktiv in der Kampagne für Saubere Kleidung – Clean Clothes Campaign, die 1990 gegründet wurde und heute in zwölf europäischen Ländern Unternehmen und Politik zur Verantwortung mahnt. Die Kampagne ist ein Netzwerk, in dem sich über 300 Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und VerbraucherInnenverbände für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textilindustrie einsetzen. Dies geschieht durch Informationen für VerbraucherInnen, kritischen Dialog mit Unternehmen und Politik, die Unterstützung von ArbeiterInnen und öffentliche Kampagnen.

Über 90 Prozent aller in Deutschland verkauften Textilien werden importiert. Der Großteil kommt aus Ostasien, Lateinamerika und Osteuropa. Wenn Bekleidung auch in verschiedenen Erdteilen produziert wird, so ähnelt sich eins: Menschenrechts-, Sozial- und Sicherheitsstandards werden missachtet, obwohl das gegen internationale Verpflichtungen und gegen bestehende Selbstauflagen der Handelshäuser, ihre Verhaltenskodizes, verstößt.



Untersuchungen der Kampagne für Saubere Kleidung stellen über die Jahre gleichbleibende Kernprobleme fest. Vier Schlüsselbereiche sind es, in denen die Bekleidungsindustrie strukturelle Fortschritte erzielen muss: Niedriglöhne; Missbrauch von Kurzzeitverträgen und anderen prekären Beschäftigungsformen; Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie Betriebsschließungen aufgrund von Umstrukturierungen.

Überwiegend sind Frauen in der weltweiten Bekleidungsindustrie beschäftigt, die

  • zu massiven unbezahlten Überstunden gezwungen werden und 10 bis 16 Stunden für einen Lohn arbeiten, der nicht zum Leben reicht
  • miserablen sanitären und gesundheitlichen Bedingungen ausgesetzt sind
  • sich nicht gewerkschaftlich organisieren dürfen
  • bei Krankheit oder Schwangerschaft entlassen werden
  • betroffen sind von Schikanen seitens der Vorarbeiter.

Nichts bleibt ohne Wirkung für den Anderen

Seit den 1970er Jahren wird die arbeitsintensive Textilproduktion gezielt in Entwicklungsländer und seit den 1990er Jahren in Transformationsländer verlagert. Im Wettkampf um Aufträge wurden und werden die Arbeitsrechte missachtet und Beschäftigte gegeneinander ausgespielt. Die Abhängigkeit und Unwissenheit von Menschen wird gezielt ausgenutzt. Bei der Verarbeitung von Textilien sind die ArbeiterInnen ohne ausreichenden Schutz giftigen Chemikalien ausgesetzt. Die Handelshäuser geben den Herstellern die Preise und Lieferbedingungen vor und sind daher für die miserablen Arbeitsbedingungen verantwortlich.

"Wir arbeiteten von 7 Uhr morgens bis 19 oder 21 Uhr abends. Wenn Eilaufträge vorhanden waren, wurden wir gezwungen, 24 Stunden am Stück zu arbeiten. Wir arbeiteten auch das Wochenende durch, oft gab es keinen Tag Pause dazwischen. Sie behandelten uns wie Tiere, oder so, als ob wir Maschinen wären. Sie brüllten uns an, beschimpften und beleidigten uns. Manchmal wurden Mitarbeiter sogar geschlagen. Wir sind arm, brauchen diese Jobs und wir sind bereit, hart zu arbeiten. Aber dennoch stehen uns auch Rechte zu."
(Zenayda Torres, Nicaragua)

KonsumentInnen haben Macht

Die Kampagne hat erlebt, dass die vielen Nachfragen, Proteste, Aktionen Wirkung erzielen. Fordern Sie mit uns faire Arbeitsbedingungen.
So können Sie aktiv werden:

  • Senden Sie Briefe und Postkarten an Firmen.
  • Beteiligen Sie sich online an Eilaktionen
  • Verfassen Sie LeserInnenbriefe an Zeitungen oder in Internetforen.
  • Bei INKOTA gibt es eine KundInnenkarte der Kampagne für Saubere Kleidung, die Sie im Kaufhaus in den Firmenkasten oder in Bekleidungsstücke stecken können.
  • Organisieren Sie Veranstaltungen. Wir unterstützen Sie dabei gern.
  • Fragen Sie beim Einkauf, unter welchen Bedingungen das Produkt hergestellt wurde.
  • Motivieren Sie Ihren Freundes- und Bekanntenkreis, sich zu beteiligen.
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