Spenden

Eine unabhängige Stimme braucht
eine unabhängige Finanzierung:

Jede Spende hilft!

Newsletter

Kampagnen-Infos, Mit-Mach-Aktionen, Termine - Abonnieren Sie den INKOTA-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

Mitmachen

Machen Sie mit, engagieren Sie sich mit uns für eine gerechte Welt! Es gibt viele Möglichkeiten, welche passt zu Ihnen?

Ernährungsräte

Alle an einen Tisch holen, Ernährungsdemokratie schaffen!

 

 

Ernährungsräte sind ein wichtiger Bestandteil einer globalen Bewegung für eine Agrar- und Ernährungswende. Als ernährungspolitische Vielkönner schaffen sie nicht nur Räume, in denen Ernährungsfragen wieder auf regionaler Ebene angegangen werden. Sie sind politische Werkzeuge, institutionelle Lückenfüller und Plattformen der Begegnung.

Wo gibt es bereits Ernährungsräte?

Während Ernährungsräte in Deutschland bisher kaum bekannt sind, gibt es sie in den USA, in Kanada oder in Großbritannien bereits als etablierte Gremien, die Ernährung und Landwirtschaft zukunftsfähiger machen. Sie bringen Menschen zusammen, denen es nicht egal ist, wie ihre Lebensmittel produziert, verteilt, verbraucht und schließlich entsorgt werden. Auch in Berlin und Köln entstehen nun die ersten Ernährungsräte.

Warum brauchen wir Ernährungsräte?

Eines ist klar: Unser derzeitiges Ernährungssystem führt uns in die Sackgasse, denn es schadet Mensch, Tier und Umwelt. Tierfabriken, patentiertes Saatgut, Monokulturen, und Land Grabbing sind charakteristische Beispiele für eine fehlgeleitete industrialisierte Landwirtschaft und eine an den Interessen großer Konzerne ausgerichtete globale Agrarpolitik. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Globale Gerechtigkeit: Fehlanzeige!

Die Förderung eines alternativen Landwirtschaftsmodells weltweit bedeutet, dass wir in Deutschland auf regionaler Ebene zukunftsfähige Ernährungsstrategien entwickeln müssen – denn über das Ernährungssystem wir mit anderen Teilen der Erde verbunden. Gerade in unseren Städten und Kommunen sind die komplexen Zusammenhänge überschaubarer und die Einflussmöglichkeiten größer, um die Nahrungsmittelversorgung sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten. In vielen Regionen wird das Thema Ernährung jedoch nicht umfassend genug von Politik und Verwaltung angegangen. Ernährungsräte haben Potenzial, diese Lücke zu schließen.

Was machen Ernährungsräte?

Die Herausforderungen, denen sich Ernährungsräte stellen, sind vielfältig und variieren je nach Ausgangslagen, Interessen und der Zusammensetzung der Akteure in der Region. Oft sind es jedoch ähnlichen Themen, die die Mitwirkenden in Ernährungsräten bewegen zum Beispiel

  • die Förderung urbaner Landwirtschaft,
  • die Bekämpfung sozialer Benachteiligung im Ernährungssystem,
  • die Verbesserung von Gemeinschaftsverpflegung in Schulen oder sozialen Einrichtungen
  • sowie die Stärkung der Beziehungen zwischen StadtbewohnerInnen und ErzeugerInnen im Umland.

Was macht INKOTA?

INKOTA koordiniert die Gründung eines Ernährungsratschlags für Berlin und Umland.  Seit Mai 2015 organisieren wir dazu regelmäßige Netzwerktreffen, bei denen z.B. ErzeugerInnen aus dem Umland, StadtgärtnerInnen, LebensmittelretterInnen, VertreterInnen von Umweltverbänden und politischen Initiativen, lokaler Ernährungswirtschaft und Wissenschaft zusammen kommen. Hervorgegangen ist unsere Arbeit aus einer Initiative der AG Stadt & Ernährung, in der sich Anfang 2014 Berliner AkteurInnen zusammenfanden, um einen Ernährungsrat für Berlin zu initiieren. Gemeinsam wollen wir Leitbilder und Forderungen für ein zukunftsfähiges und global gerechtes Ernährungssystem in Berlin und der Region entwickeln und an der Umsetzung arbeiten. Mehr Infos zum Prozess gibt es unter www.ernaehrungsratschlag.de oder unter der E-Mail kontakt@ernaehrungsratschlag.de.

Außerdem hat INKOTA das Handbuch „Unser Essen mitgestalten! Ein Handbuch zum Ernährungsrat“ erarbeitet. Damit informiert INKOTA zu Ernährungsräten und gibt praktische Tipps zur Gründung solcher Räte.

Handbuch jetzt bestellen

„Unser Essen mitgestalten! Ein Handbuch zum Ernährungsrat“ (PDF, 1,1 MB)

Bei Fragen wendet euch gerne an:

Christine Pohl, Promotorin für zukunftsfähiges Wirtschaften beim INKOTA-netzwerk im Rahmen des Berliner Eine-Welt-PromotorInnen-Programms, pohl[at]inkota.de, 030-4208202-28.

Alessa Heuser, Campaignerin bei INKOTA für Welternährung und Landwirtschaft, heuser[at]inkota.de, Tel.: 030-4208202-54.

Weiterführende Links

Internetseite des Ernährungsrats Berlin

Internetseite des Ernährungsrats Köln