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Ansprechpartner

Jan Urhahn

Landwirtschaft und Ernährung
Tel.: 030-420 8202-56
Fax: 030 - 42 08 202-10
urhahn[at]inkota.de

Positionspapiere

Stoppt Land Grabbing. Jetzt!

(PDF, 106 KB)

Hinweis

Die Arbeit vom INKOTA-netzwerk e.V. zu diesem Thema wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Für den Inhalt dieser Website ist allein das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.

Nein zum Ausverkauf von Afrika!

Ackerland im Visier von Investoren

Regierungsvertreter aus Mosambik, Äthiopien, Sudan und Kambodscha sind derzeit sehr beschäftigt. Milliardenschwere Gäste geben sich seit Monaten die Klinke in die Hand: Chinesische Wirtschaftsvertreter, Agrarexperten aus Kuwait, schwedische Konzernmanager und englische Investmentbanker. Die Besucher kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, aber sie wollen alle das Gleiche: Ackerland.

Es geht darum, Kauf- oder Pachtverträge über mehrere tausend Hektar Land auszuhandeln. Auf dem Land wollen die Investoren Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export anbauen. Auch Banken und Investmentfonds haben Ackerland ins Visier genommen und nutzen es schlichtweg als Spekulationsobjekt.

Die Dimension der Landkäufe ist gigantisch. Allein zwischen den Jahren 2006 und 2009 wurden Schätzungen zufolge ca. 50 Millionen Hektar Land in Afrika, Asien und Lateinamerika an ausländische Investoren verkauft oder auf mehrere Jahrzehnte verpachtet. Verhandlungen über 10 bis 30 Prozent des weltweit verfügbaren Ackerlandes sollen derzeit laufen.

Während die Investoren mit den Landgeschäften ihre Gewinne maximieren, zeichnet sich bereits ab, dass die lokale Bevölkerung der Verlierer ist. Leidtragende sind insbesondere Kleinbauern und -bäuerinnen, Hirten, Fischer, Landarbeiter und Nomaden. Die Menschen verlieren durch die Land Deals den für ihre Ernährungsgrundlage wichtigen Zugang zu Land und Wasser und stürzen in die Armut. Die betroffene Bevölkerung empfindet den Landrausch der ausländischen Investoren als ein "Grapschen oder Krallen", denn ihnen wird der Boden schlichtweg unter den Füßen weggerissen. Damit erklärt sich auch der englische Begriff "Land Grabbing". Die Berichte über gewaltsame Vertreibungen von Kleinbauern häufen sich.

Auch in Mosambik wird Ackerland zunehmend an ausländische Investoren verpachtet. Die INKOTA-Partnerorganisation ORAM betrachtet diese Entwicklung mit großer Sorge. Damit nicht noch mehr Menschen ihr Land und damit ihre Lebensgrundlage verlieren, hilft ORAM den Bauern bei der Registrierung ihres Lands. Mit dem Landtitel erhalten die Menschen Rechtssicherheit und können sich und ihre Familien dauerhaft mit Nahrungsmitteln versorgen.

In Deutschland fordert INKOTA die Bundesregierung mit der Aktion "Nein zum Ausverkauf von Afrika" dazu auf, entschlossen gegen das Land Grabbing vorzugehen und ihren Einfluss zu nutzen, um den Ausverkauf von Land in den Entwicklungsländern zu stoppen.

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