Angaben der Marken- und Mediaforschung
In den letzten 10 Jahren sind die Sponsoring-Ausgaben jährlich im Durchschnitt um 14% gestiegen, während die Aufwendungen für klassische Werbung im gleichen Zeitraum jährlich lediglich um 5% zunahmen. 2004 werden welt-
weit rund 28 Mrd. € für Sponsoringrechte aufgewendet, davon allein 3,4 Mrd. € in Deutschland. Hiervon wiederum werden knapp 60% in Sport-Sponsoring investiert, davon wiederum mehr als 70% in Fußball. Von den 16,3 Mrd. € weltweit investierter Sport-Sponsoringgelder investieren deutsche Unternehmen 2004 allein rund 1,9 Mrd. € in Sport-Sponsoring, um die eigene Bekanntheit zu steigern und am Image zu feilen. In etwa den gleichen bis zum doppelten Betrag gilt es noch einmal zu investieren, um via TV-Spots, Anzeigen und Veranstaltungen die eigenen Sponsoring-aktivitäten der Zielgruppe gegenüber zu kommunizieren. Aktuell setzen etwas mehr als zwei Drittel aller deutschen Unternehmen Sponsoring ein, wobei der Anteil am gesamten Kommunikationsbudget durchschnittlich 15% beträgt. 44 Prozent aller Sponsoringausgaben gehen in den Sportbereich.
Die Werbung, Markt und Marke reiten auf der Welle mit

Das wäre doch mal was!
Mehr als 7 Milliarden Euro stecken Unternehmen in Werbung rund um die WM 2006. So wie die gesamte Werbebranche profitiert auch "Scholz & Friends" von WM-Aufträgen. Das trifft sicher auch für die Werbeeinnahmen unserer WM-Kicker zu. Für Werbeprofis können Fußballer für fast alles Werbung machen:
"Die funktionieren deshalb so gut, weil natürlich Sport Konsens ist. Die Leute sind irgendwie dynamisch, gesund, sportlich, ehrgeizig, haben sehr viele gute Image-Facetten."
In der Werbung ist Oliver Kahn ein WM-Held. Ein Rücktritt der Nummer ZWEI wäre deshalb genauso fatal für die werbetreibende Wirtschaft und für die Image-Werbung gewesen. Denn dort ist Oliver Kahn die Nummer EINS.
Spitzenverdiener auch in der Werbung ist Michael Ballack, der bis zur WM rund 9 Millionen Euro kassiert. Warum? Die Experten wissen es:
"Michael Ballack macht beliebt, dass er erstens unwahrscheinlich gut aussieht. Das tun ja auch nicht alle Fußballer. Dass er dreimal Fußballer des Jahres war, dass er internationales Format hat und dass er zudem noch aus den Neuen Bundesländern kommt, also für Gesamt-Deutschland glaubhaft stehen kann. Er hat alle Zutaten, die man braucht, um eine gute Werbefigur zu sein."
Eine gute Figur bei der ethischen Verantwortung, wenn es um die Herstellung ihres Dress geht, wird den Sportprofis nicht gestattet. Und sollte doch ein Profisportler die Bestrebung haben, sich kritisch zu positionieren – davor bewahren die Markenfirmen und Sponsoren.
Mehr zu Markenplatzierung und Gewinn:
http://de.wikipedia.org/wiki/Produktlebenszyklus