Spendenkonto:
KD-Bank
IBAN: DE06 3506 0190 1555 0000 10
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: Corona-Hilfe

DZI-Spendensiegel

Ansprechpartner


Maximilian Knoblauch

spenden@inkota.de
Tel: 030-420 820 2-30

Corona-Hilfe: Stärken Sie die Schwächsten!

Menschen im globalen Süden brauchen Ihre Unterstützung

Sie sind abhängig von Aufträgen aus dem globalen Norden – und fallen durch Corona ins Bodenlose: Arbeiter der Schuh- und Lederindustrie in Indien. Foto: NaZemi/Change Your Shoes

Von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit, von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten, die Arbeit auf den Feldern ist massiv erschwert – was uns unsere Partnerorganisationen aus dem globalen Süden über die Auswirkungen der Corona-Pandemie berichten, erfüllt uns mit allergrößter Sorge. Schon jetzt stehen viele Menschen vor dem Nichts. Und das ist erst der Anfang. Ob in Indien, Mosambik, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Ghana oder Vietnam – überall stehen unzählige Menschen der Corona-Pandemie ohne gesundheitlichen Schutz gegenüber, es droht eine Hungerkrise und die wirtschaftlichen Folgen werden fatal ausfallen.

Wo sollen wir da anfangen zu helfen?

Gemeinsam mit unseren Partner*innen haben wir überlegt, was wir tun können, um möglichst viele Menschen flexibel unterstützen zu können. Wir haben uns dazu entschlossen, einen länderübergreifenden Corona-Hilfsfonds einzurichten, mit dem wir von Schutzkleidung über Lebensmittelhilfen bis hin zu Saatgut all das finanzieren können, was unsere Partner*innen vor Ort jetzt am dringendsten brauchen.

Natürlich wissen wir, dass auch hierzulande viele Menschen hart von der Krise getroffen wurden. Wir bitten Sie dennoch in diesen schwierigen Zeiten: Wenn es Ihnen möglich ist, unterstützen Sie die Menschen im globalen Süden auch jetzt mit Ihrer Spende!

Indien: Schuh- und Textil-Arbeiter*innen stehen vor dem Nichts

Zu Tausenden sind sie an Bahnhöfen und Bushaltestellen gestrandet, ohne Geld, ohne Essen, weit weg von zu Hause: Die Arbeiter*innen in der indischen Textil-, Schuh- und Lederindustrie haben oftmals gar keine Verträge oder sind nur auf Zeit angestellt. Etliche verlassen ihre Heimat, um Geld zu verdienen – für sich und für ihre Familien. Durch die Corona-Krise sind plötzlich viele Aufträge weggebrochen, weil unter anderem deutsche und europäische Unternehmen ihre Bestellungen storniert haben oder fertige Produkte nicht bezahlen. Die Arbeiter*innen und ihre Familien stehen jetzt von einem Tag auf den anderen ohne Lohn da – und keiner kann ihnen sagen, wie es weitergeht. An Ersparnisse oder an Kurzarbeit, was sie auffangen könnte, ist in Indien nicht zu denken.

„Die COVID 19-Pandemie hat Indien schwer getroffen. Unzählige Menschen kämpfen ums Überleben – gestrandet, verarmt und voller Angst. Es ist Zeit, mit helfenden Händen zu unterstützen und Leben zu retten!“

Sonia Wazed, Programmleiterin der Menschenrechtsorganisation SLD, Indien

Um dieser Katastrophe etwas entgegenzusetzen, haben die INKOTA-Partnerorganisation SLD und CIVIDEP einen ersten Notfallplan erstellt, um hunderte Familien der Schuh- und Lederarbeiter*innen in Kanpur und Vellore-Ambur mit dringend  benötigten Lebensmitteln und Medizin zu versorgen. Ein Hilfspaket kostet 15 Euro.

Mosambik: Eine Hungerkrise droht

Die Grenzen sind geschlossen. Ob Menschen oder Waren, fast nichts darf sie mehr passieren. Durch den sehr strengen Lockdown in Südafrika kommt ein großer Teil der Lebensmittel nicht mehr in Mosambik an. Das hat fatale Folgen, denn Südafrika ist der mit Abstand wichtigste Lebensmittel-Handelspartner von Mosambik. Die Preise für Kartoffeln oder Zwiebeln sind bereits dramatisch gestiegen. Unsere Partner*innen sind in dreifacher Sorge: eine Wirtschaftskrise kommt, eine Hungerkrise droht und der Schutz der armen und besonders gefährdeten Bevölkerung vor dem Corona-Virus ist nahezu unmöglich.

„In überfüllten Kleinbussen, auf den Märkten, auf dem Land und weit weg von jedem Krankenhaus: Wie sollen diese Menschen sich selbst schützen, wenn sie ohnehin ums tägliche Überleben kämpfen?“

Jeremias Vunhanje, Mitarbeiter der INKOTA-Partnerorganisation ADECRU, Mosambik

Unsere Partnerorganisationen in Mosambik müssen angesichts dieser Situation dringend die Kleinbäuer*innen dabei unterstützen, ihr Getreide, Obst und Gemüse auch und gerade in der Krise anzubauen und zu ernten. Denn so können sie sich selbst mit Lebensmitteln versorgen und dem Hunger entkommen. Doch das ist eine große Herausforderung, denn der direkte Kontakt bei der landwirtschaftlichen Beratung der Bäuerinnen und Bauern ist zentral für die Arbeit unserer Partner*innen in Mosambik. Mit den Abstands- und Schutzregeln, die die Pandemie erfordert, ist gerade das aber sehr schwierig.

Damit unsere Partner*innen die Menschen trotzdem erreichen oder treffen können, brauchen sie vor allem Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Schon die kleinste unserer vier Partnerorganisationen im Land, AJUPIS, benötigt 500 Euro: für die Ausstattung ihrer ehrenamtlichen Mitglieder sowie für die Kinder und Mitarbeitenden in einem Kinderhaus für AIDS-Waisen, mit dem sie seit vielen Jahren kooperieren und in dem besonders viele gefährdete Menschen leben.

Zentralamerika: Repression und Ungewissheit bedrohen die Menschen

Was zurzeit in Nicaragua passiert, ist kaum in Worte zu fassen: Die Regierung rief allen Ernstes zu einer Demonstration mit mehr als zehntausend Teilnehmer*innen auf, um das Virus mit der Kraft des Glaubens und der Liebe zu bekämpfen – statt mit Abstandhalten und Quarantäne. Die Verharmlosung der Pandemie und gezielte Desinformation der Bevölkerung versetzen unsere Partner*innen in Angst und Schrecken.

Erschrocken waren auch unsere Partnerorganisationen in El Salvador: Nachdem sie das autoritäre Vorgehen der Regierung in der Corona-Krise konstruktiv und aus menschenrechtlicher Perspektive kritisierten, attackierte Präsident Bukele sie öffentlich und warf ihnen vor, bewusst Menschenleben zu gefährden. Das kann gefährliche Konsequenzen haben, denn immer wieder kommt es im Land zu Morden an Aktivist*innen und Menschenrechtsbeobachter*innen.

Das Nachbarland Guatemala wurden indes von einer Verhaftungswelle überrollt: Binnen neun Tagen wurden mehr als 5.000 Menschen inhaftiert.

Unsere Partner*innen in Zentralamerika sind in großer Sorge, dass sich in den kommenden Wochen nicht nur die menschenrechtliche Lage weiter verschlechtert – sondern auch die Versorgung mit Lebensmitteln zusammenbricht und  tausende Menschen an dem Virus erkranken und sterben werden, weil sie nicht ausreichend informiert worden sind.

„Wir brauchen dringend eine Strategie zur wirtschaftlichen Unterstützung aller Familien, die durch das Wegfallen ihres Haushaltseinkommens schier ums Überleben kämpfen.“

Susana López, Direktorin der Landpastorale von San Marcos, Guatemala

Unsere Partnerorganisationen in Zentralamerika erarbeiten derzeit Notfallpläne, um den schlimmsten Folgen der Corona-Pandemie etwas entgegenzusetzen. Die Kleinbauernorganisation Apadeim aus Nicaragua beispielsweise will Radiosendungen zur Aufklärung über das Virus ausstrahlen, Schutzausrüstung wie Handschuhe und Masken anschaffen und einfache Wasserspender zum Händewaschen aufstellen. Für die Versorgung von 190 Familien in der Region El Viejo braucht Apadeim dafür knapp 5.000 Euro.

Die Menschen im globalen Süden brauchen Ihre Solidarität!

Für viele Menschen im globalen Süden sind die Folgen der Corona-Pandemie ein weiterer harter Schlag im Kampf ums Überleben. Aber natürlich wissen wir, dass auch in Deutschland viele Menschen in den vergangenen Wochen ganz neue, zum Teil schmerzhafte Erfahrungen machen mussten. Wir möchten Sie in diesen schwierigen Zeiten bitten: Wenn es Ihnen möglich ist, unterstützen Sie unsere Partner*innen in Afrika, Asien und Zentralamerika auch jetzt. Die Menschen im globalen Süden brauchen dringend Ihre Solidarität!

Spendenkonto:
KD-Bank
IBAN: DE06 3506 0190 1555 0000 10
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: Corona-Hilfe

Spenden Sie jetzt!