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Donnerstag 30.08.18

Podiumsdiskussion: Bäuerliche Rechte stärken – weltweite Diskriminierungen stoppen!

Foto: Ben Barber, USAID [Public Domain (CC0)]

Gelingt das mit einer neuen Erklärung der Vereinten Nationen?

In vielen Teilen der Welt werden klein- bäuerliche Gemeinden gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Menschenrechts- verteidigerInnen, die sich für die Rechte der ländlichen Bevölkerung einsetzen, werden kriminalisiert oder sogar ermordet. Die Liste an konkreten Beispielen akuter Menschenrechtsverletzungen weltweit ist nahezu endlos.

Viele der rund zwei Milliarden Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sind systematischen Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Aus diesem Grund wird seit einigen Jahren im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen über eine UN-Erklärung zur Stärkung der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, diskutiert.

Die Erklärung könnte beim Zugang zu und bei der Kontrolle über Land und Saatgut, aber auch beim Schutz kollektiver Rechte eine wichtige Rolle spielen. Aktuell befindet sie sich auf der politischen Zielgeraden. Bei der kommenden 39. Sitzung des Menschenrechtsrats Ende September 2018 in Genf könnte die Erklärung beschlossen und bereits bei der folgenden UN-Generalversammlung in New York angenommen werden.

Was sind die Inhalte dieser UN-Erklärung? Warum fordern Kleinbauernorganisationen sie und was sagen Betroffene aus dem globalen Süden und dem globalen Norden dazu? Wie verliefen die politischen Verhandlungen zur Erarbeitung der UN-Erklärung und wie bewerten zivilgesellschaftliche VertreterInnnen die Rolle der EU und der Bundesregierung dabei? Und was müsste getan werden, damit eine solche Erklärung überhaupt Wirksamkeit entfalten kann?

Vor der anstehenden Entscheidung im UN-Menschenrechtsrat wollen wir diese und viele weitere Fragen mit den PodiumsteilnehmernInnen und Ihnen diskutieren.

  • Wann: Donnerstag, den 13. September 2018, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
  • Wo: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin
  • MitAdriana Bessa, Academy of International Humanitarian Law and Human Rights, Genf; Gertrud Falk, FIAN Deutschland, Köln; Paula Gioia, bäuerliche Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Europäischen Koordination von La Via Campesina (ECVC), Bienenwerder; Diego Montón, Movimiento Nacional Campesino Indígena (MNCI) und La Via Campesina (LVC), Argentinien
  • Moderation: Tanja Busse, freie Journalistin

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung statt. Im Anschluss laden wir Sie ein, die Diskussion bei einem kleinen Empfang weiter zu führen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Jan Urhahn von INKOTA (urhahn[at]inkota.de).

Die Podiumsdiskussion ist eine gemeinsame Veranstaltung des INKOTA-netzwerks mit: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Brot für die Welt, FIAN Deutschland, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), GEPA – The Fair Trade Company, Internationaler Verband Katholischer Ländlicher Erwachsenenbewegungen (FIMARC), Katholische Landvolkbewegung (KLB), Oxfam Deutschland, TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland), Welthungerhilfe

 

Weitere Informationen:

Positionspapier der deutschen Zivilgesellschaft zur UN-Erklärung

Entwurf der Erklärung (Englisch)

Mehr zu Welternährung und Landwirtschaft bei INKOTA

Appell für eine schärfere Kontolle von Konzernfusionen "Kein zweites Bayer-Monsanto"

 

Die Arbeit des INKOTA-netzwerk e.V. zu diesem Thema wird durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, von der Stiftung Nord-Süd-Brücken, von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie aus Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert. Für die Inhalte ist alleine das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

  

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