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Freitag 06.10.17

Neues Projekt im Norden Mosambiks

ORAM unterstützt die ProjektteilnehmerInnen bei der Vermessung und Kartierung ihres Landes

Wir freuen uns, mit unserem langjährigen Projektpartner ORAM in Mosambik ein weiteres Vorhaben umzusezten: Zum 1. Oktober 2017 hat ein neues, dreijähriges Projekt begonnen. Bereits seit 2011 unterstützt INKOTA die Arbeit des mosambikanischen Kleinbauernverbands im Norden Mosambiks. Mit dem neuen Vorhaben soll die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortgeführt und ausgebaut werden.

Hauptziel des neuen Projekts ist die Sicherung von Landrechten für 60 Bauernvereine und drei Gemeinden in der Provinz Nampula im Norden Mosambiks – insgesamt für rund 7.000 Menschen! ORAM will zusätzlich das Landmanagement und die landwirtschaftlichen Kenntnisse der ProjektteilnehmerInnen mit einer Reihe von Trainings verbessern. Ziel ist es, dass die Bauern und Bäuerinnen neben Nahrungsmitteln für den Eigenbedarf auch Überschüsse für die lokalen oder regionalen Märkte produzieren und damit ein eigenes Einkommen für sich und ihre Familien erwirtschaften können.

Gesicherte Landrechte sind für die Kleinbauern und -bäuerinnen in Nampula existentiell wichtig: Denn für die meisten Menschen gibt es vor allem eine wichtige Ressource, und das ist das Land, auf dem sie leben und arbeiten. Der Zugang zu Land ist aber bedroht: Die Provinz Nampula verfügt über einen großen Rohstoff- und Ressourcenreichtum und fruchtbare Böden. Aufgrund dieser Potentiale ist die Provinz Nampula eines der bevorzugten Ziele für Investoren in Mosambik.

In den letzten Jahren ist es in der Provinz Nampula zu einer verstärkten Nachfrage nach Land gekommen. Grund dafür sind Pläne für großflächige Agrar- oder Forstprojekten. Dazu zählen die Eukalyptusplantagen von Lurio Green Resources, das Megaprojekt ProSavana, das sich hauptsächlich auf den Sojaanbau konzentriert, oder die Bananenplantagen von Matanusca. Solche landwirtschaftlichen Großprojekte stellen aber eine Bedrohung für die Menschen auf dem Land dar, da sie häufig in direkter Flächenkonkurrenz zu den Kleinbauern -bäuerinnen stehen und den Betroffenen keine Teilhabe bieten, weder in Form von Gewinnbeteiligungen noch in Form von Arbeitsplätzen.

ORAM betrachtet diese Entwicklunge mit großer Sorge und setzt ihr mit dem neuen Projekt etwas entgegen: Damit nicht noch mehr Menschen ihr Land und damit ihre Lebensgrundlage verlieren, unterstützt ORAM die Bauern und Bäuerinnen bei der Registrierung ihres Lands. Mit dem Landtitel erhalten die Menschen Rechtssicherheit und können sich und ihre Familien dauerhaft mit Nahrungsmitteln versorgen.

Gleichzeitig unterstützt ORAM die Bauern und Bäuerinnen dabei, ihr Land produktiv zu nutzen. So sollen die Bauernvereine beispielsweise bei dem Aufbau von einfachen Bewässerungssystemen unterstützt werden, damit sie ganzjährig Gemüse anbauen können. ORAM steht den Bauern und Bäuerinnen auch bei Landkonflikten zur Seite und vertritt als Mittler und Anwalt ihre Interessen. So sorgt ORAM dafür, dass die Menschen in den Projektgemeinden und -vereinen die Oberhand behalten!

Mehr über das neue ORAM-Projekt

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