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Montag 09.10.17

Vom Vulkan von San Miguel nach Huntlosen

Christoph Zimmermann, Guillermo Rivera, Jochen Schritt (v.l.) in einem Gewächshaus mit Bio-Kräuter in Huntlosen.

„Wenn ich zurück bin in El Salvador, werde ich als erstes allen Projektbeteiligten berichten, was ich hier Interessantes gesehen habe“, kündigt Guillermo Rivera am Ende der kleinen Rundreise an, die er in der zweiten September-Hälfte mit INKOTA gemacht hat.

Guillermo Rivera koordiniert das aktuelle Projekt von Oikos am Vulkan von San Miguel. Besonders gefallen hat ihm der Tag in Huntlosen im Oldenburger Land, zum Beispiel der Besuch bei der traditionsreichen Hofgemeinschaft Grummersort. Auf diesem Hof leben und arbeiten 19 Erwachsene und 6 Kinder und wirtschaften nach den Demeter-Richtlinien.

Die Landwirte am Vulkan von San Miguel sind keine Biobauern, doch Oikos wirbt bei ihnen für eine Landwirtschaft, die nach und nach den Einsatz von Agrarchemikalien verringert und diese durch selbst hergestellten Biodünger und natürliche Pestizide ersetzt. Dabei hat Oikos schon einiges erreicht. Der vorbildliche Biohof in Grummersort hat aber einige neue Anregungen für die Arbeit von Guillermo Rivera geboten. Vor allem die Gärtnerei der Hofgemeinschaft Grummersort mit ihren Gewächshäusern hat Rivera gefallen, schließlich setzt auch das von INKOTA geförderte Oikos-Projekt auf den Anbau von Gemüse in Gewächshäusern. Die Tomaten vom Strauch haben wunderbar geschmeckt, und die Erläuterungen von Christoph Zimmermann, einem der Bauern des Demeter-Hofs, über die Bedeutung der richtigen Fruchtfolge und über die Herstellung von Kompost haben Guillermo Rivera beeindruckt.

Guillermo Rivera, OIKOS, El Salvador in Huntlosen
Expertenaustausch: Guillermo Rivera mit einer Gabel zum Auflockern des Bodens

Abgerundet wurde der lehrreiche Tag in Huntlosen von einem Besuch des Biohofs Bakenhus und seiner Biofleischerei sowie einer Führung durch den Naturkostgroßhändler „Kornkraft“, der Guillermo Rivera und Michael Krämer, El-Salvador-Referent bei INKOTA, nach Huntlosen eingeladen hatte.

Am Abend berichtete Rivera dann im Seminarhaus Hosüne von den Projektfortschritten am Vulkan von San Miguel. Die BesucherInnen erfuhren, dass der Klimawandel in El Salvador sich schon sehr direkt bemerkbar macht. „Mal regnet es zu viel, mal zu wenig, immer seltener sind die Niederschlagsmengen normal“, berichtete Guillermo Rivera.

Mit Antierosionsgräben und Hecken, Dämmen und Deichen, Aufforstung und dem Anbau von neuen Pflanzen begegnen Oikos und die Gemeinden am Vulkan von San Miguel den Wetterextremen. Den Klimawandel können sie dadurch nicht aufhalten, aber die bäuerlichen Betriebe widerstandsfähiger machen.

Guillermo Rivera, OIKOS, El Salvador in HuntlosenGuillermo Rivera beim Besuch eines Gemeinschaftsgartens auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

Ein Vortrag, der die BesucherInnen überzeugte. Auch Kornkraft-Geschäftsführer Jochen Schritt, der zum Abschluss des Abends erklärte: „Diese Art von Hilfe zur Selbsthilfe, die Oikos leistet, erscheint mir absolut unterstützenswert.“ Nur eine Woche nach dem Vortrag in Huntlosen wurden Guillermo Riveras Ausführungen zum Klimawandel eindrücklich von Hurrikan Nate bestätigt: Zahlreiche Gebiete in Zentralamerika versanken in den Wassermassen, mehr als dreißig Menschen starben, darunter zehn in El Salvador. Die Arbeit von Oikos zum Schutz vor den Klimawandelfolgen werden dringend gebraucht.

Weitere Informationen:

"Wie ein Fisch im Wasser" – Porträt von Guillermo Rivera

Über das OIKOS-Projekt am Vulkan von San Miguel

Spenden für das OIKOS-Projekt

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