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Dienstag 25.02.14

FREE 23 – AktivstInnen fordern Freiheit für TextilabeiterInnen in Kambodscha

Mit einem Aktionstag am 10. Februar haben AktivstInnen weltweit mit öffentlichen Protestaktionen Freiheit für die 23 kambodschanischen TextilarbeiterInnen gefordert, die seit Januar 2014 in Haft sind.

Breite Solidarisierung und über 250 Aktionen fanden über den ganzen Globus verteilt vor allem vor den Botschaften Kambodschas statt: Seoul, Brüssel, Hong Kong, Dhaka, Makati City, Berlin, Canberra und Washington D.C.. Auch in Kambodscha solidarisierten sich ArbeiterInnen, Mönche und Aktivisten mit den Inhaftierten.

INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung in Norwegen, Tschechien, Irland, Kanada, Deutschland, Großbritannien und ein breites Bündnis von Organisationen wie Human Rights Watch, Maquila Solidarity Network, International Labor Rights Forum, Amnesty International forderten von dem Kambodschanischen Premier Hun Sen:

  • FREIHEIT für die die inhaftierten Textilarbeiter/innen, die, seitdem sie im Januar 2014 für bessere Löhne protestiert hatte, angeklagt und verhaftet wurden. Sämtliche Anklagepunkte müssen fallengelassen werden und diejenigen, die noch in der Haft sind, umgehend frei kommen.

„Die Forderungen nach einem Lohn zum Leben sind der wesentliche Anlass der Proteste”, sagt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Diese ist ein legitimes Recht. Deshalb wird die Kampagne für Saubere Kleidung nicht nachlassen und die Menschen weiterhin unterstützen, damit das Menschenrecht auf einen Existenzlohn erreicht wird.”

Solidarisieren auch Sie sich

Auch Sie können ein Zeichen der Solidarität setzen: Unterstützen Sie unser Online-Aktion und teilen Sie diese Meldung mit dem Bild und dem Hastag #FreeThe23 in ihren Sozialen Netzwerken. Hier gelangen Sie zum INKOTA-Facebook-Post der Aktion.

Wer sind die 23?

Wie schon am 24. Dezember 2013 kam es am 2. und 3. Januar 2014 in der Hauptstadt Kambodschas Phnom Penh erneut zu Protesten für höhere Löhne. Polizei und Militär gingen mit Gewalt gegen die Proteste vor.

Dabei wurden vier Menschen getötet und 39 verletzt. 23 Personen wurden inhaftiert, von denen nicht alle an den Demonstrationen beteiligt waren. Zu den Gefangenen gehören TextilarbeiterInnen, Fahrer und Vorn Pao, der Präsident des Verbandes Independent Democratic of Informal Economic Association (IDEA).

Zwei der Inhaftierten mussten ihre neugeborenen Kinder zurücklassen. Eine von ihnen, Yon Sok Chea, gerade mal 17 Jahre alt, wurden zusammen mit und Bou Sarith am Samstag gegen Kaution freigelassen. Die anderen 21 ArbeiterInnen sind allerdings weiter in Haft, da ihr Antrag auf Freilassung abgewiesen wurde.

Aktuelle Informationen zum Stand der Dinge finde Sie hier (nur in Englisch)

Erfahren Sie mehr über die Kampagne für Saubere Kleidung

Bildergalerie zum Protest vor der Kambodschanischen Botschaft in Berlin

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