Montag 14.09.20

Stehen Sie diesen Menschen in der Krise zur Seite!

Damit auch die Menschen in den entlegenen Dörfern Masken zum Schutz vor der Pandemie erhalten, arbeitet unsere Partnerorganisation Adecru mit lokalen Schneidereien zusammen. Foto: Adecru

Job und Einkommen plötzlich weg, die Lebensmittel gehen aus, die Gesundheitsversorgung ist katastrophal: Die Folgen der Corona-Pandemie im globalen Süden zeigen sich immer deutlicher. Lassen Sie die Menschen in der Krise nicht allein!

Spenden Sie jetzt!

Schulen werden geschlossen, große Menschenansammlungen und Reisen verboten und die Grenzen zu den Nachbarländern dicht gemacht: Der Lockdown sieht in vielen Ländern ähnlich aus. Doch die Folgen sind in unseren Partnerländern schnell existenziell: „Die Einschränkungen wirken sich besonders auf das Leben derjenigen aus, die kein geregeltes Einkommen und keine soziale Absicherung haben“, sagt Belmira Mondlane von unserer Partnerorganisation Adecru in Mosambik.

Grundnahrungsmittel etwa wie Kartoffeln oder Tomaten, die sonst von informellen Händler*innen über die Grenze und bis in die Hauptstadt gebracht werden, bleiben im Nachbarland Südafrika. „Dabei ist der informelle Grenzhandel eine wichtige Einkommensquelle, insbesondere für Frauen“, sagt Belmira Mondlane.

Rund 88 Prozent der Beschäftigten in Mosambik arbeiten im informellen Sektor und sind darauf angewiesen, ihre Waren auf der Straße zu verkaufen oder dort ihre Dienstleistungen anzubieten. „Nun sollen diese Menschen zu Hause bleiben – aber wie soll das gehen?“

Erst der Zyklon, jetzt die Pandemie

Auch Kleinbäuerinnen und Kleinbauern müssen raus aufs Feld, um sich und ihre Familien mit wenigstens einer Mahlzeit am Tag versorgen zu können. „Erst im vergangenen Jahr waren viele von ihnen vom Zyklon Idai betroffen und haben ihre gesamte Ernte verloren“, sagt Belmira Mondlane. „Nun droht der nächste Rückschlag!“

Und sie macht sich weitere Sorgen: „Wir fürchten, dass einige der großen Investoren die Notsituation ausnutzen, um sich Zugänge zum Land der Bauern und Bäuerinnen zu verschaffen. Einige Gemeinden haben uns bereits berichtet, dass Großkonzerne sie kontaktiert haben. Wir raten ihnen, vorsichtig zu sein – viele Menschen sind in einer verzweifelten Lage, und die Aussicht auf kurzfristige Gewinne kann sie dazu bringen, auf unvorteilhafte Geschäfte einzugehen.“

Warum Ihre Hilfe jetzt so wichtig ist!

Was die Situation noch brisanter macht: Mitten in der Corona-Pandemie soll die Gesetzgebung für Land in Mosambik überarbeitet werden. Wer Land besitzen darf oder erwerben kann – all das könnte neu geregelt werden. Die großen Konzerne wollen sich dabei den Zugriff auf lukrative Flächen sichern. Die Kleinbauern-Familien haben das Nachsehen: Der Kampf ums Überleben bestimmt in der Krise jeden Tag – wie sollen sie sich da um künftige Gesetze kümmern?

Zum Glück gibt es Kleinbauernorganisationen wie Adecru: Sie behalten Gefahren wie bei der Überarbeitung der Landgesetzgebung auch in der Krise im Blick – und wissen, wie sie diese bekämpfen können. Gleichzeitig helfen sie den Familien auch unmittelbar – wenn Krankheit, Hunger oder Armut drohen.

Somit zeigen die Schilderungen aus Mosambik beispielhaft: In der Krise kommt es auf eine Kombination aus schneller Soforthilfe und mittelfristiger struktureller Unterstützung an. Berichte unserer Partnerorganisationen aus El Salvador, Ghana, Guatemala, Indien, Nicaragua oder Vietnam bestätigen das.

Jetzt kommt es auf Sie an: Stehen Sie den Menschen in der Krise zur Seite – und spenden Sie jetzt!

Stark auch in der Krise: Mehr Informationen zum Corona-Hilfsfonds von INKOTA

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