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Freitag 17.02.17

Projekt-Einweihung am Vulkan von San Miguel

„Dios Unión Libertad“ auf blau-weiß-blauem Grund – bei keinem offiziellen Anlass darf die Fahne El Salvadors fehlen. Und so standen die drei Wörter (dt. „Gott, Einheit, Freiheit“) auch bei der feierlichen Eröffnung des neuen Projekts unserer Partnerorganisation Oikos in großen Lettern in den Nationalfarben im Rücken des „Ehrentisches“ auf dem Platz der Kreisstadt San Rafael Oriente. Etwa zweihundert ProjektteilnehmerInnen waren zu dem Festakt am 20. Januar gekommen.

Mit Oikos hat INKOTA schon einige Projekte am Vulkan von San Miguel durchgeführt. Die Nichtregierungsorganisation erwarb sich in diesen Jahren einen guten Ruf in der Region – bei den Menschen in den Gemeinden am Vulkan, aber auch in den Kreisverwaltungen, mit denen Oikos zumeist gut zusammenarbeitet. Zeit also, das neue Projekt in elf Gemeinden aus fünf Landkreisen am Vulkan auch einmal ganz offiziell in Anwesenheit der Bürgermeister zu eröffnen.

Doch nicht nur die Bürgermeister kamen. Auch der salvadorianische Landwirtschaftsminister, der Deutsche Botschafter und der Gouverneur der Provinz San Miguel machten sich auf den Weg nach San Rafael Oriente – hoher Besuch, den die etwas verschlafene Provinzstadt nur selten bekommt. Und so waren alle Beteiligten zufrieden und ließen sich auch von den hohen Temperaturen – die 30-Grad-Marke wurde schon am frühen Vormittag geknackt – nicht die Freude verderben.

Einweihungsfeier in San Rafel Oriente

Der deutsche Botschafter Bernd Finke zeigte sich besonders erfreut, dass die Förderung von Frauen zu einem der zentralen Elemente des Projekts zählt. Denn bis heute sind Frauen zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt und erleiden vielfältige Formen von Gewalt in ihrem Leben. Das hat sich auch in den vergangenen Jahren kaum geändert, seit die ehemalige linke Guerilla FMLN das Land regiert.

Die Rechte der Frauen zu stärken und ihnen mehr Einfluss auf die Entscheidungen in ihren Gemeinden zu verschaffen, gehört zu den grundlegenden Zielen des INKOTA-Projekts in den elf Gemeinden am Vulkan von San Miguel. In mehreren Gemeinden sind es Frauengruppen, die an dem Projekt teilnehmen. Zum Beispiel in La Piedrita, wo sich vor zwei Jahren eine Frauengruppe gebildet hat. Zehn Frauen aus La Piedrita lernten in einer Landwirtschaftsschule von Ciudad Mujer Grundlagen des Gemüseanbaus, die sie nun in dem neuen von INKOTA geförderten Projekt unseres Projektpartners Oikos umsetzen können.

Iris Gómez Vorsitzende der Frauenvereinigung von La Piedrita

In dem neuen Projekt kämpft Oikos auch gegen die Folgen des Klimawandels an. Doch es geht um viel mehr. Die Menschen in elf Gemeinden am Vulkan von San Miguel sollen nicht nur überleben, sie sollen auch besser leben als bisher. Dafür werden sie unter anderem beim Anbau von Obst und Gemüse und bei der Kommerzialisierung der eigenen Produktion unterstützt.

Die Nichtregierungsorganisation Oikos ist bereits seit vielen Jahren am Vulkan von San Miguel aktiv. Sehr eng arbeitet sie mit den Gemeinderäten und anderen organisierten Gruppen zusammen. Zu ihren Grundsätzen gehört, neue Ideen und Projekte stets mit den Menschen in den Gemeinden und ihren Organisationen gemeinsam zu erarbeiten.


Waren zur Einweihung gekommen: (v.l.) Dt. Botschafter Bernd Finke, Oikos-Projektkoordinator Guillermo Rivera, Landwirtschaftsminister Orestes Ortez, Stellvertretender Botschafter Norbert Eichler, Oikos-Direktor Benjamín Alas

In dem neuen Projekt mit INKOTA geht Oikos aber noch einen Schritt weiter: Der Aufbau einer interkommunalen Gemeindeorganisation soll die Menschen aus den elf Projektgemeinden in die Lage versetzen, selbst Entwicklungsprojekte zu erarbeiten und für diese zum Beispiel bei staatlichen Stellen Lobbyarbeit zu machen. So sollen die Menschen unabhängiger von Hilfe von außen werden und mehr als bisher noch ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen können.

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