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Donnerstag 19.09.19

Gewinne ohne Gewissen stoppen!

Verschlossene Notausgänge, vergitterte Fenster – 258 Menschen erstickten und verbrannten am 11. September 2012 qualvoll in den Flammen der Textilfabrik Ali Enterprises. Der wichtigste Auftraggeber der pakistanischen Fabrik: Der deutsche Textildiscounter KiK, der bis zu 75 Prozent der dort hergestellten Kleidung kaufte. Doch um die Sicherheit am Arbeitsplatz kümmerte sich KiK nicht. Brandschutzvorkehrungen? Fehlanzeige!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition für ein Lieferkettengesetz!

Auch sieben Jahre nach der Brandkatastrophe wurde KiK für diese gravierenden Versäumnisse bisher rechtlich nicht zur Verantwortung gezogen. Der Grund: Noch immer müssen deutsche Unternehmen keine rechtlichen Konsequenzen fürchten, wenn sie in ihren Auslandsgeschäften an Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerstörung beteiligt sind.

Doch dagegen formiert sich jetzt ein breites Bündnis: INKOTA und zahlreiche NRO haben sich zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen – das hat es bisher in Deutschland noch nicht gegeben. Gemeinsam fordern wir: Deutsche Unternehmen müssen auch im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards einhalten! Schließen Sie sich uns an: Unterzeichnen Sie jetzt die Petition und stoppen Sie Gewinne ohne Gewissen!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition für ein Lieferkettengesetz!

Der Zeitpunkt für unsere Kampagne ist günstig. Seit Monaten schwelt ein Streit um die Sorgfaltspflichten von Unternehmen in der Bundesregierung. Das Entwicklungsministerium und das Arbeitsministerium stehen einer gesetzlichen Regelung zunehmend positiv gegenüber. Wirtschaftsminister Altmaier hingegen will ein Lieferkettengesetz unbedingt verhindern – und kann dabei bisher auf die Unterstützung des Kanzleramts zählen. Das können Sie jetzt ändern: Fordern Sie Bundeskanzlerin Merkel auf, Menschenrechte zur Chefinnensache zu machen! Denn sie selbst hat vor kurzem gesagt: „Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen, und nicht umgekehrt.“

Andere Länder machen vor, wie es geht: Frankreich und die Niederlande haben bereits Gesetze zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht verabschiedet. Jetzt muss auch die Bundesregierung nachziehen, statt weiterhin ausschließlich darauf zu setzen, dass Unternehmen freiwillig für den Schutz der Menschenrechte sorgen. Denn die Erfahrung zeigt leider: Zahlreiche freiwillige Initiativen der Wirtschaft haben bisher nicht die nötige Wirkung entfaltet.

Damit die Forderung nach einem Lieferkettengesetz wirksam wird, hat die Initiative Lieferkettengesetz einiges vorbereitet: Menschen werden in ganz Deutschland Unterschriften sammeln, Aktionen auf die Straße bringen und Diskussions-Veranstaltungen organisieren, um so möglichst viele Menschen hinter der Initiative zu vereinen. Gemeinsam bauen wir so den nötigen Druck auf, damit die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode ein Lieferkettengesetz verabschiedet. Doch das gelingt nur mit Ihnen gemeinsam: Sorgen Sie dafür, dass Unternehmen ihrer Verantwortung nachkommen müssen – und zwar überall!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition für ein Lieferkettengesetz!

Bestellen Sie hier unser kostenloses Aktionsmaterial und sammeln Sie bei sich vor Ort Unterschriften:

Aktionsflyer: Frau Merkel, wir brauchen endlich ein Lieferkettengesetz

Unterschriftenliste: Lieferkettengesetz

Fallbeispiel Kakao: Damit Menschenrechte nicht durch den Kakao gezogen werden

Fallbeispiel Pestizide: Gegen das Gift der Gewissenlosigkeit

Fallbeispiel Textilfabrik: Für Fashion ohne Victims

Fallbeispiel Dammbruch: Damit nicht alle Dämme brechen

Fallbeispiel Marikana: Gegen die gute Miene zur schlechten Mine

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