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Dienstag 23.04.13

Protest zeigt Wirkung - Kik und C&A lenken ein

Vier Monate lang haben die Kampagne für Saubere Kleidung und INKOTA mit öffentlichen Aktionen, Protestmails und Facebook-Aktivitäten Druck auf Kik und C&A gemacht. Das Ziel: Eine umfassende und transparente Entschädigung der Opfer des Brandes in der Tazreen-Fabrik in Bangladesch. Diese Bemühungen haben jetzt zu einem Teilerfolg geführt:

Am 15. April 2013 trafen sich Unternehmen – unter ihnen Kik und C&A – mit der internationalen Gewerkschaftsvereinigung IndustriALL in Genf zu Verhandlungen. Die Beteiligten diskutierten ein Entschädigungspaket in Höhe von 5,7 Millionen US-Dollar. Bis Ende des Monats wollen Kik, C&A sowie das spanische Unternehmen El Corte Inglés und das italienische Unternehmen Piazza Italia ihre jeweiligen Beitragszahlungen bestätigen.

INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung bedanken sich bei allen, die sich an unseren Aktionen beteiligt haben. Ohne euer Engagement wäre dieser Teilerfolg nicht möglich gewesen!

Mehrere Tausend Personen hatten die Online-Petition unterzeichnet und Hunderte beteiligten sich an Straßenaktionen und Facebook-Aktivitäten, die sich an Kik und C&A richteten. Zunächst hatten es beide Unternehmen abgelehnt, sich zusammen mit den Gewerkschaften an einen Tisch zu setzen. Doch dank der breiten Unterstützung von AktivistInnen in Deutschland und anderen europäischen Ländern mussten die beiden Unternehmen einlenken.

Auf dem Treffen fehlten jedoch Unternehmen, unter ihnen der US-amerikanische Konzern Walmart. INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung sind empört über das Fernbleiben und fordert eine Beteiligung aller Firmen, die ihre Bekleidung von ArbeiterInnen der Tazreen-Fabrik herstellen ließen.

Dass Kik und C&A sich auf Verhandlungen mit IndustriALL eingelassen haben und der Entschädigungssumme von 5,7 Millionen US-Dollar zugestimmt haben, ist ein Teilerfolg. Jetzt geht es darum Kik und C&A beim Wort zu nehmen und die gemachten Versprechungen einzufordern. Außerdem müssen sich beide Unternehmen für umfassenden Brandschutz engagieren.

Dafür hoffen wir weiter auf eure Tatkraft! Eure Unterstützung ist entscheiden dafür, menschenwürde Arbeit durchzusetzen!

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