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Freitag 04.08.17

Türkei: INKOTA-Mitarbeiter freilassen!

Peter Steudtner, langjähriger INKOTA-Mitarbeiter

Am 5. Juli wurde unser langjähriger Kollege Peter Steudtner in der Türkei willkürlich verhaftet. Er leitete dort ein Seminar zu Datensicherheit für türkische Menschenrechtsorganisationen. Die türkische Polizei verhaftete ihn zusammen mit allen SeminarteilnehmerInnen, darunter auch der Direktorin von Amnesty International Türkei, Idel Eser.

Nach zwei Wochen in Polizeigewahrsam eröffneten die türkischen Behörden gestern ein Verfahren gegen Peter, seinen schwedischen Kollegen Ali Gharavi und vier weitere türkische MenschenrechtlerInnen. Der Vorwurf „Unterstützung einer bewaffneten Terrorgruppe“ ist völlig absurd. Heute Morgen wurde Peter in die Untersuchungshaft überführt.

Wir sind empört über die abwegige Anschuldigung und besorgt um unseren Freund und Kollegen. Deshalb bitte ich Sie um Ihre Unterstützung: Fordern Sie mit uns die Freilassung von Peter Steudtner und den anderen inhaftierten MenschenrechtsverteidigerInnen!

Hier Appell unterzeichnen

Peter ist ein international anerkannter und außerordentlich engagierter Trainer in gewaltfreier Konflikttransformation und IT-Sicherheit. Beim INKOTA-netzwerk arbeitete er viele Jahre als Projektreferent für Mosambik und ist bis heute als freier Fotograf und Dokumentarfilmer für uns tätig. Bei seinem Einsatz für globale Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte gehört die Gewaltfreiheit zu seinen Grundprinzipien.

In der Türkei werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Zehntausende Menschen wurden allein seit letztem Jahr verhaftet und sitzen meist ohne Gerichtsverfahren bis heute in Haft.

Wir glauben, dass die MenschenrechtsverteidigerInnen und Peter sowie sein Kollege aufgrund ihrer legitimen und gewaltfreien Menschenrechtsarbeit verhaftet wurden. Seit 2016 haben Menschenrechtsverletzungen in der Türkei dramatisch zugenommen und wird die freie Meinungsäußerung mit drastischen Mitteln unterdrückt. Hunderte Nichtregierungsorganisationen und Medienunternehmen wurden geschlossen und JournalistInnen, AktivistInnen und ParlamentarierInnen inhaftiert.

Werden Sie mit uns aktiv und unterstützen Sie den Appell von Amnesty International an den türkischen Justizminister mit Ihrem Namen. Die türkischen Behörden müssen die Inhaftierten umgehend und bedingungslos freilassen!

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Willkür und den Versuch, Stimmen von MenschenrechtsverteidigerInnen zum Schweigen zu bringen.

Jetzt Appell unterzeichnen

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