Mittwoch 28.10.20

Gemeinsam gegen Giftexporte

Brokkoli und Weintrauben – so unterschiedlich sie sein mögen, eins haben beide gemeinsam: Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit weisen sie Rückstände des Pestizids Carbendazim auf.[1] Das ist in der EU verboten, weil es erbgutverändernd und fruchtbarkeitsschädigend ist. Sie fragen sich, warum es trotzdem auf unseren Tellern landet?

Statt ihre hochgefährlichen Pestizide ganz aus dem Sortiment zu nehmen, verkaufen Chemiekonzerne wie Bayer und BASF sie einfach in Ländern wie Südafrika oder Brasilien.[2] Die Zulassungsbeschränkungen sind dort oft weniger streng. So können Bayer und BASF weiter Kasse machen. Den Preis dafür zahlen vor allem Bäuerinnen, Bauern und Plantagenarbeiter*innen im globalen Süden, die die gefährlichen Pestizide auf den Feldern versprühen.

Dieses schamlose Geschäft muss ein Ende haben! Mit der Kampagne „Giftexporte stoppen!“ fordern wir deshalb die Bundesregierung auf, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das den Export von in der EU verbotenen Pestiziden untersagt. Und wir sind nicht allein: In der Schweiz und in Frankreich wurden ähnliche Gesetze bereits auf den Weg gebracht.[3] Sogar die EU-Kommission empfiehlt so ein Verbot.[4] Und immer mehr Organisationen schließen sich unserem Appell an Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an. Jetzt brauchen wir Ihre Unterstützung: Sammeln Sie mit uns so viele Unterschriften wie möglich gegen Giftexporte. Bestellen Sie jetzt unser Aktionspaket!

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Wie wichtig es ist, dass Sie uns beim Unterschriften sammeln unterstützen, haben unsere letzten Kampagnen gezeigt: Sie sammeln mit Stift und Papier mehr Unterschriften, als wir im Internet zusammenkriegen. Unsere Stärke, das sind Sie! Genau deshalb setzen wir auch jetzt auf Ihre Mithilfe.

Natürlich ist es in Corona-Zeiten gar nicht so einfach im persönlichen Kontakt Unterschriften zu sammeln. Aber legen Sie unsere Unterschriftenlisten doch einfach bei Ihrem Bioladen, Bäcker oder Weltladen aus und holen Sie diese nach ein paar Wochen wieder ab. Auch unsere Flyer und Aufkleber können Sie dazu legen und so helfen, die Kampagne zu verbreiten.

Wenn Sie jetzt mithelfen, so viele Unterschriften wie möglich zu sammeln, dann können wir wie in Frankreich und der Schweiz auch in Deutschland die Giftexporte stoppen. Machen Sie mit, bestellen Sie jetzt Ihr Aktionspaket!

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Sorry, ich muss dieses Mal passen

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement,

Lena Luig

Referentin für Welternährung und globale Landwirtschaft

PS: Sie wollen mehr über „Gefährliche Pestizide“ erfahren? Dann klinken Sie sich ein in unsere Online-Seminar-Reihe mit internationalen Gästen und spannenden Diskussionen. Jetzt anmelden.

[1] European Food Safety Authority: The 2018 European Union report on pesticide residues in food. 24. Februar 2020

[2] INKOTA-netzwerk und PAN Germany: Gefährliche Pestizide von Bayer und BASF. Ein globales Geschäft mit Doppelstandards. April 2020

[3] Wissenschaftliche Dienste des Bundestages: Export nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel. Rechtliche Regelungen in Frankreich und Deutschland. März 2020

[4] Europäische Kommission: Chemicals Strategy for Sustainability. Towards a Toxic-Free Environment. Oktober 2020.

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