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Donnerstag 04.10.18

Nicaragua am Abgrund: Mögliche Auswege aus der Sackgasse?

Nicaragua galt in den 1980er Jahren als Hoffnungsträger für eine sozial gerechte gesellschaftliche Entwicklung. Die sandinistische Revolution hat international viel Solidarität erfahren, so auch aus Deutschland. Mittlerweile ist von den sandinistischen Idealen jedoch nicht mehr viel zu erkennen. Mit Gästen aus Nicaragua diskutieren wir über mögliche Wege aus der Krise.

  • Was: Diskussionsveranstaltung mit Mónica Baltodano, Julio López und Amaru Ruiz, Nicaragua
  • Wann: Sonntag, 14. Oktober, 18 Uhr
  • Wo: aquarium im Südblock, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin

Mindestens 317 Todesopfer, hunderte politische Gefangene und Verschwundene, immer neue Berichte von Folter: Seit April 2018 kommt Nicaragua nicht zur Ruhe. Bei fortlaufenden Massenprotesten fordert die Bevölkerung eine Demokratisierung des Landes, eine unabhängige Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen der letzten Monate sowie den Rücktritt der Regierung Daniel Ortegas. Bisher ohne Erfolg.

Polizei und paramilitärische Gruppen unterdrücken die Protestbewegung massiv und setzen dabei auf brutale Gewalt. Der Versuch einer friedlichen Lösung durch einen Nationalen Dialog ist (zumindest vorübergehend) gescheitert. Die Gesellschaft ist zutiefst gespalten und auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der soziopolitischen Krise haben gravierende Ausmaße angenommen.

Wie kann es nun weitergehen? Welche Strategien verfolgen die unterschiedlichen Akteure der Protestbewegung und welche politischen Perspektiven gibt es für das Land? Welchen Beitrag könnten internationale Solidaritätsbewegungen für einen Ausweg aus der Krise leisten?

Unsere nicaraguanischen Gäste geben Einblicke in die aktuellen Entwicklungen. Zu Gast sind:

  • Mónica Baltodano: Sandinistische Kommandantin und viele Jahre Führungskader der FSLN. 2005 brach sie mit der FSLN und gründete die Bewegung „Movimiento por el Rescate del Sandinismo“ (Bewegung zur Rettung des Sandinismus), für die sie von 2007 bis 2012 Abgeordnete war. Aufgrund von öffentlichen Äußerungen gegen das Regime Ortegas wurde sie mehrfach bedroht.
  • Julio López: Einer der historischen Führer der FSLN, war u.a. bei der Endoffensive gegen Diktator Anastasio Somoza in Managua dabei. Er ist Politikwissenschaftler und war in den achtziger Jahren Verantwortlicher der FSLN für internationale Beziehun-gen. Heute leitet er die Stiftung Popol Na, die politische Bildungsarbeit mit Jugendli-chen durchführt.
  • Amaru Ruiz: Vorsitzender der Fundación del Río, die sich für den Schutz der natürlichen Ressourcen Nicaraguas einsetzt. Ein Auslöser der Proteste im vergangenen April war ihre Kritik an der Regierung, weil diese nicht auf einen verheerenden Brand im Naturreservat Indio Maíz reagierte.

Unsere Moderatorin, Erika Harzer, hat lange Zeit in Nicaragua gelebt und ist Autorin für Radiofeature, Dokumentarfilme und Printreportagen.

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (Spanisch-Deutsch) und ist eine Kooperationsveranstaltung von: Nicaragua-Solidarität Berlin, INKOTA-netzwerk e.V. und SOSNicaragua-Alemania.

Kontakt: Isabell Nordhausen, E-Mail: nordhausen[at]inkota.de, Tel.: 030-4208202-40.

Damit wir unsere Partnerorganisationen in Nicaragua wirkungsvoll unterstützen können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte spenden Sie für unsere Nicaragua-Arbeit

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