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Mittwoch 07.04.21

Gesund, gerecht, global - Dialogreihe „Ernährung und Demokratie“

Hunger, Klimawandel und Artensterben – diese globalen Katastrophen werden durch die Art und Weise wie wir uns ernähren mitverursacht. Dabei dominieren Lebensmittel- und Agrarkonzerne die Ernährungssysteme. Sie geben also vor, wer, wie und wo unser Essen anbaut, verarbeitet und verteilt. Zumeist setzt sich durch, was am meisten Profit für große Konzerne abwirft, nicht was gerecht oder gesund ist. Gerade die ohnehin benachteiligten Arbeiter*innen auf Plantagen, Kleinbäuer*innen oder marginalisierte Menschen gehen dabei leer aus und leiden unter den Folgen - wie etwa niedrigen Löhnen und schädlichen Pestiziden. Auch die Konsument*innen selbst haben kaum Einflussmöglichkeiten darauf, wie ihre Lebensmittel produziert werden.

Welternährungsgipfel: gesundes, gerechteres, globales Ernährungssystem?

Dass es strukturelle Probleme mit unserem Ernährungssystemen gibt, ist mittlerweile auch im Bewusstsein von Politiker*innen weltweit angekommen. Deshalb kommen sie in diesem Herbst zu einem Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen (UN Food Systems Summit) in New York zusammen. Denn bislang treffen Politiker*innen nicht die nötigen Entscheidungen, um unser Ernährungssystem so zu verändern, dass es alle Menschen mit ausreichend gesunder Nahrung versorgt – und dabei die Gesundheit und Rechte der Nahrungsproduzent*innen schützt und Biodiversität erhält und das Klima schützt.  

Was ein Ernährungssystem ist, was von dem diesjährigen Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen (UN Food Systems Summit) zu erwarten ist und welche Alternativen zum agroindustriellen Ernährungsmodell es schon jetzt gibt, erfährst du in unserem neuen Erklärvideo:

Jetzt Erklärvideo auf YouTube anschauen

Doch immer mehr Menschen haben das gegenwärtige System satt. Von den jährlich tausenden Menschen auf der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin, über Kleinbäuer*innen-Kooperativen in Mosambik und Urban Gardening Gruppen in São Paulo bis hin zum Ernährungsrat in Freiburg: sie alle wollen mitbestimmen, wenn es um die Grundlage unseres Lebens geht: unserer Ernährung.

Dialogreihe „Ernährung und Demokratie“: für ein gesundes, gerechtes, globales Ernährungssystem!

Deshalb möchten wir den Welternährungsgipfel zum Anlass nehmen, um mit euch über unser Ernährungssystem zu diskutieren und Alternativen zu entwerfen. Dafür laden INKOTA, die AgrarKoordination, FIAN und das Netzwerk der Ernährungsräte lokale, regionale und bundesweite Initiativen, Aktivist*innen und Akteur*innen zur Dialogreihe „Ernährung und Demokratie“ ein. Wir möchten Erfahrungen austauschen und über die Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme diskutieren. Welche Initiativen funktionieren? Warum? Wo hat die lokale Politik solche Initiativen erfolgreich unterstützt, wo gibt es Barrieren?

Seid dabei, wenn wir über die Zukunft unseres Ernährungssystems diskutieren und es heißt: gesund, gerecht, global!  

Dienstag, 16. März 2021, 15.00-18.00 Uhr: online

„Ernährung und Demokratie – Offener Austausch I“

u.a. mit:

  • Prof. Dr. Regina Birner zu: Steuerungsproblemen von Ernährungssystemen

Aus dem ersten Dialogforum möchten wir Ihnen folgende Materialien bereit stellen:

Präsentation "Landvergabe und Pachtkriterien" von FINC

Leitfaden "Agrarwende konkret" von FINC

Präsentation "Du bist hier der Chef!"

Mittwoch, 14. April 2021, 17.00-20.00 Uhr: online

„Ernährung und Demokratie – Offener Austausch II“

u.a. mit

  • Prof. Dr. Antonio Andrioli über: Erfolge und aktuelle Herausforderungen der agrarökologischen Bewegung in Südbrasilien
  • Prof. Dr. Stefan Selke zu: Utopien sind nichts für Weicheier. Ernährung als Element der Zukunfts(mit)gestaltung im offenen Gesellschaftslabor

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Weitere Informationen:

Einladungsflyer herunterladen

Jetzt Appell „Giftexporte stoppen!“ unterzeichnen

Zum Positionspapier: Welternährung 2030

Zum INKOTA-Infoblatt Welternährung 19: Agroforstwirtschaft

Zum INKOTA-Infoblatt Welternährung 7: Klimawandel

Zum Südlink - Agrarökologie: Wege in die Landwirtschaft der Zukunft

Erfahren Sie mehr über unsere Kampagnen zu Welternährung und Landwirtschaft!

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