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Dienstag 24.11.15

Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau

Samuel Boateng, 2013

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und in den Regalen türmen sich schon seit Wochen die Schokoladen-Weihnachtsmänner, Pralinen und Adventskalender. Was man ihnen nicht ansieht: 60 Prozent des Kakaos für die Schokoköstlichkeiten kommt aus der Côte d'Ivoire, wo die Mehrheit der Kakaobauernfamilien in bitterer Armut lebt. Kinderarbeit gehört zum Alltag auf den Kakaoplantagen.

Pünktlich zum Beginn der Advents- und Schokoladenzeit hat Make Chocolate Fair!  die Gewerkschafterin Marie-Jeanne N'Zore Kombo eingeladen. Am 25.11. in Berlin und am 26.11. in Köln berichtet sie aus erster Hand von den Missständen auf den Kakaoplantagen in der Côte d'Ivoire. Frau Kombo koordiniert beim Gewerkschaftsbund der Côte d'Ivoire (UGTCI) das Aktionsprogramm „Kampf gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen“. Wie wichtig dieser Kampf ist, zeigt ein Blick in die Statistik: In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl der Kinder, die unter gefährlichen Bedingungen im Kakaoanbau arbeiten, in der Côte d'Ivoire um 46 Prozent gestiegen. 1,15 Millionen Kinder ernten zum Beispiel mit Macheten Kakaoschoten oder schleppen schwere Säcke mit Kakaofrüchten.

Wir laden Sie herzlich ein, mit Frau Kombo und uns die Ursachen der Kinderarbeit zu beleuchten und zu diskutieren, was passieren muss, um Kakaobäuerinnen und -bauern ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen. Was ist ein gerechter Preis für Kakao? Welche Verantwortung und Verpflichtung hat die Schokoladenindustrie und welchen Einfluss können wir als VerbraucherInnen in Europa nehmen?

Außerdem informiert Evelyn Bahn von INKOTA über die Erfolge und nächsten Schritte der Kampagne Make Chocolate Fair!, die auch Frau Kombo tatkräftig unterstützt: Am 2. Dezember wird sie zusammen mit AktivistInnen von Make Chocolate Fair! 120.000 Unterschriften von VerbraucherInnen aus ganz Europa an den Dachverband der europäischen Süßwarenhersteller CAOBISCO überreichen.

Veranstaltung am 25. November 2015 in Berlin

Seminarraum 1, Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

  • 18:30 – Ankommen und Infos am Aktionsstand
  • 19:00 – Schoko-Schock: Tu was gegen die Scheiße! (Video)
  • 19:05 – Make Chocolate Fair! Eine Kampagne mobilisiert Europa (Evelyn Bahn)
  • 19:25 – Kakaoanbau in der Côte d'Ivoire: Armut und Hoffnung (Bericht und Diskussion mit Marie-Jeanne N’Zore Kombo)
  • 21:00: Ausklang mit Infos

Flyer zur Veranstaltung in Berlin (PDF, 540 KB)

Veranstaltung am 26. November 2015 in Köln

ab 19:00 im Schokoladenmuseum, Am Schokoladenmuseum 1A, 50678 Köln

  • 18:30 - 19:00 Schokoladiger Empfang mit dem Maître Chocolatier
  • 19:00 - 19:05 Begrüßung Maria Mrachacz (Direktorin des Schokoladenmuseums)
  • 19:05 - 19:15 Vorstellung der Kampagne Make Chocolate Fair! Evelyn Bahn (INKOTA-netzwerk)
  • 19:15 - 20:00 Kakaoanbau in der Côte d'Ivoire Marie Jeanne N’Zore Kombo (UGTCI)
  • 20:00 - 20:20 Publikumsfragen
  • 20:20 - 20:35 Ein Leben in Würde für Kakaobäuerinnen und -bauern: Welche Rolle spielt der Preis? Friedel Hütz-Adams (Südwind-Institut)
  • 20:35 - 20:55 Publikumsfragen

Flyer zur Veranstaltung in Köln (PDF, 564 KB)

Bei beiden Veranstaltungen wird konsekutiv Französisch-Deutsch übersetzt.

Unterschreiben Sie die Petition von Make Chocolate Fair!

Erfahren Sie mehr über Make Chocolate Fair!

Advent, Advent – das Kakao-Experiment: Bis Weihnachten wollen Kleinbäuerinnen und -bauern aus El Salvador durchstarten in ein besseres Leben. Helfen Sie mit!


   
Die Rundreise wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats durchgeführt sowie von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Für den Inhalt der Rundreise ist der Veranstalter allein verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt des/der Zuwendungsgeber wieder.

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