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Montag 19.11.18

Der Januar wird politisch heiß: INKOTA ist bei drei spannenden Events und einer Großdemo dabei.

Foto: UnserSaatgut2018

Parallel zur „Grünen Woche“ im Januar 2019 richtet INKOTA drei Veranstaltungen aus und ist an der großen „Wir haben es satt“-Demo beteiligt. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Fachpodium beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA): Digitalisierung: Utopie oder Dystopie?

Gemeinsam mit Brot für die Welt und dem Forum Umwelt und Entwicklung organisiert INKOTA beim GFFA (Global Forum for Food and Agriculture) ein Fachpodium zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft. Digitalisierung wird oft als fortschrittliche Lösung betitelt. Smart Farming, Drohnen zu Wasser und in der Luft, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Wetter- und Bodendaten durch Big Data-Plattformen oder die Anwendung von synthetischer Biologie. Aber ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel, um die Landwirtschaft weltweit zukunftsfähig zu machen? Ist sie der Einstieg in ein Zeitalter, in dem die Wachstumsgrenzen noch einmal deutlich verschoben werden können?

Eine kritische Betrachtung der Auswirkungen der Digitalisierung kommt bislang zu kurz: Wie verändert sich die Landwirtschaft durch die Digitalisierung? Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungs-Geschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für bäuerliche Erzeuger*innen weltweit? Ist die Digitalisierung wirklich so ressourcenschonend, wie es versprochen wird? Oder wird bald die Tiefsee umgegraben, damit die Ressourcen gewonnen werden können, die die digitale Landwirtschaft zum Ackern braucht? Welche Grenzen und politischen Rahmensetzungen braucht die Digitalisierung, um für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden zu können?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir gerne mit Ihnen diskutieren:

  • Neth Daño, ETC Group, Philippinen
  • Dr. Angelika Hilbeck, ETH Zürich, Schweiz
  • Janet Maro, SAT, Tansania
  • Stig Tanzmann, Brot für die Welt, Berlin
  • Moderation: Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Berlin

Was: Fachpodium beim GFFA: Digitalisierung: Utopie oder Dystopie? Das Ende der Ressourcenkrise oder grenzenlose Konzernmacht über unser Essen?
Wann: Freitag, den 18.1.19 von 10:30 Uhr bis 11:45 Uhr
Wo: CityCube Berlin, Ebene 3, MX, Messedamm 26. Eingang Messedamm, 14055 Berlin

Fachpodium in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung. Eintritt frei. Bitte online registrieren unter: www.gffa-berlin.de

Veranstaltung: Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

Es scheint wie die Quadratur des Kreises: Wie können die Umweltwirkungen der Landwirtschaft verringert werden während gleichzeitig die Produktivität erhöht wird? Die Antwort liegt auf der Hand – indem die landwirtschaftliche Produktion nicht mehr gegen die ökologischen und sozialen Systeme in denen sie verortet ist arbeitet, sondern mit ihnen. Das ist der wichtigste Grundsatz von Agrarökologie. Agrarökologische Systeme sind nicht nur produktiver und ernähren mehr Menschen auf gesunde Art und Weise, sie schützen auch unsere wertvollen natürlichen Ressourcen und machen landwirtschaftliche Betriebe widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels wie extreme Dürren oder anhaltende Regenfälle. Der Transformationsprozess hin zu Agrarökologie ist vielschichtig, denn Agrarökosysteme sind unterschiedlich und komplex, so dass es nicht die „eine“ Herangehensweise geben kann.

Die Fragen, die wir im Rahmen der Veranstaltung diskutieren möchten sind: Wie kann ein Umfeld geschaffen werden, in dem die Agrarökologie aufblüht? Welche grundlegenden und zeitnahen Änderungen benötigen wir beispielsweise in der Agrar-, Entwicklungs-, und Subventionspolitik? Wie bewerten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die deutsche Bundesregierung Agrarökologie und mit welchen Initiativen fördern sie diese? Welche Herausforderungen gibt es? Wie bewertet die Zivilgesellschaft den Stand der Dinge und was muss aus ihrer Perspektive zur Stärkung von Agrarökologie getan werden?

Mit:

  • José Francisco Graziano da Silva, Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) (angefragt)
  • H.E. Somnath Poudyal, Minister für Landwirtschaft und Gartenbau, Sikkim, Indien (angefragt)
  • Dr. Stefan Schmitz, Leiter Unterabteilung Ernährung, Ländliche Entwicklung, Natürliche Ressourcen, Beauftragter für die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Aufsichtsratsvorsitzender, Stiftung World Future Council und Vorstand der Schweisfurth-Stiftung
  • Alexandra Rodriguez, Koordinatorin von AGRUPAR in Quito, Ecuador
  • Sarah Schneider, Referentin für Landwirtschaft und Welternährung, MISEREOR
  • Lena Bassermann, Referentin für Landwirtschaft und Ernährung, Welthungerhilfe
  • Moderation: Tanja Busse, Journalistin

Was: Veranstaltung Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis
Wann: Freitag, den 18. Januar 2019, 15:30-17:30 Uhr
Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Veranstaltung auf Englisch und Deutsch mit Simultanübersetzung. Eintritt frei.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: INKOTA-netzwerk, Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, IFOAM, MISEREOR, Oxfam, Schweisfurth-Stiftung, Welthungerhilfe und World Future Council.

„Wir haben es satt“-Demonstration 2019

Unter dem Slogan „Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen! Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gutes Essen!“ findet am 19. Januar 2019 die bereits 9. „Wir haben es satt“-Demo statt. Organisiert wird sie von einem breiten Bündnis aus Umweltorganisationen, Bauern und Bäuerinnen, entwicklungspolitischen Gruppen und vielen mehr. INKOTA ist wie immer Mitträger der Demo. Sei dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im politischen Berlin demonstrieren. Dann, wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch!

Was: 9. „Wir haben es satt“-Demonstration
Wann: Samstag, den 19. Januar 2019, 12:00 Uhr
Wo: Brandenburger Tor, Berlin

Filmvorführung und Publikumsgespräch Unser Saatgut – „Wir ernten, was wir säen“

Gemeinsam mit der Welthungerhilfe zeigt INKOTA den Film „Unser Saatgut – wir ernten, was wir säen“. 94 Prozent der Saatgutsorten weltweit sind bereits verschwunden. Drei Viertel unseres Essens besteht nur noch aus zwölf Pflanzensorten. Ein Drittel der gesamten Menschheit ernährt sich zu 80 Prozent von nur drei Getreidesorten: Mais, Reis und Weizen. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen den globalen Saatgutmarkt. Der Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ zeigt diese Zusammenhänge eindrucksvoll auf und ist gleichzeitig ein Appell zum Schutz der bäuerlichen Saatgutvielfalt und unser Saatgut zurückzuerobern.

Während sich im Januar alljährlich in Berlin die internationale Ernährungs- und Agrarindustrie trifft, wollen wir Gefahren aufzeigen und an Alternativen basteln. Diskutieren Sie vor und nach der Filmvorführung mit:

  • Ursula Hudson, Vorsitzende Slow Food Deutschland
  • Andrew Mushita, Generalsekretär Community Technology Development Trust, Simbabwe
  • Moderation: Lena Bassermann, Welthungerhilfe

Was: Filmvorführung und Publikumsgespräch „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“
Wann: Montag, den 21.1.19, 20:00 Uhr
Wo: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40 -41, 10178 Berlin

Film im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Eintritt frei. Diskussion auf Englisch und Deutsch mit Übersetzung.

Bei Rückfragen zu allen Veranstaltungen und der Demo wenden Sie sich gerne an Jan Urhahn: urhahn[at]inkota.de

Mehr Informationen zum INKOTA-Arbeitsbereich Landwirtschaft und Welternährung

Gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für die Inhalte ist alleine das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich. Der Inhalt dieser Veranstaltung spiegelt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Förderer wider.

  

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