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Mittwoch 20.05.15

Berlin soll einen Ernährungsrat bekommen!

Copyright: Beatrice Walthall

Wir wollen das Berliner Ernährungssystem umkrempeln! Damit der Hunger weltweit erfolgreich bekämpft werden kann, muss nämlich auch Berlin seine Ernährungsstrategie ändern – denn unsere Ernährung hier hat weltweite Auswirkungen!

Berlin soll einen Ernährungsrat bekommen

Am 3. Mai hat INKOTA gemeinsam mit der AG Stadt & Ernährung zu einem Treffen eingeladen, um die Idee eines Ernährungsrates für Berlin und Umland zu diskutieren. Das Interesse war groß: Zwei Dutzend VertreterInnen verschiedenster Organisationen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg kamen bei schönstem Wetter in den Gemeinschaftsgarten Himmelbeet. ErzeugerInnen, Food-AktivistInnen, VertreterInnen verschiedener NGOs und WissenschaftlerInnen waren dabei.

Gemeinsam haben wir diskutiert, wie wir den Austausch über eine zukunftsfähige Ernährungspolitik zwischen regionalen und lokalen Akteuren, und Interessenten aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik fördern können. Anregungen dazu gab es von Valentin Thurn, der mit Taste of Heimat e.V. in Köln die regionale Vernetzung bereits voran getrieben und wertvolle Erfahrungen für die Gestaltung solcher Prozesse gesammelt hat.

Nun planen wir, ein großes, übergreifendes Netzwerk in der Stadt zu bilden, das vielfältige Akteure zusammenführt, Forderungen, Konzepte und Visionen erarbeitet und diese wirksam in die Öffentlichkeit bringt. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem Ernährungsrat für Berlin, in dem Zivilgesellschaft mit Politik und Verwaltung eine zukunftsfähige Ernährungsstrategie für die Region entwickeln.

Es bewegt sich was – Prof. Dr. Miguel Altieri im Berliner Abgeordnetenhaus

Auch mit Berliner Abgeordneten und vielen interessierten Gästen haben wir bereits über eine zukunftsfähige Ernährung in Berlin diskutiert: Am 19. Mai haben wir uns mit VertreterInnen von Grünen, SPD, Linke und Piraten zu einem Fachgespräch mit dem Titel „Agrarökologie für eine Welt ohne Hunger – welche Rolle kann Berlin spielen?“ getroffen. Der Agrarökologie-Experte Prof. Dr. Miguel Altieri (University of Berkeley und Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung) hat uns eindrücklich geschildert, warum wir Agrarökologie brauchen, um weltweit Hunger zu bekämpfen und Ernährungssicherheit zu erreichen. Anschließend haben wir gemeinsam überlegt, was die Umsetzung von agrarökologischen Strategien für die zukünftige Ernährung Berlins bedeutet und welche Handlungsmöglichkeiten sich hier vor Ort bieten.

Das war erst der Anfang

Der Prozess steht erst am Anfang – es wird weitere Treffen und Gespräche geben. Am 1. Juni (17-19h Prinzessinnengärten) treffen wir uns erneut, um die Idee eines Ernährungsrat(schlag)s für Berlin weiterzuentwickeln. Wer mehr Infos sucht oder sich einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Christine Pohl, Berliner Eine-Welt-Promotorin für „Zukunftsfähiges Wirtschaften“, zu melden: Tel.: 030-420 8202-28, E-Mail: pohl[at]inkota.de.

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