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Montag 07.11.16

Recht auf Rohstoff? Recht auf Leben! Veranstaltungsreihe in Dresden

Warum uns die endlichen Rohstoffe nicht kalt lassen können.

Veranstaltungsreihe in Dresden vom 18.-30.11.2016

Öl, Gold, Platin, Kupfer, Coltan: Die Erde birgt eine Fülle von Rohstoffen und Ressourcen.  Rohstoffe, die wir täglich nutzen. Rohstoffe, die zum Teil nicht nachwachsen. Rohstoffe, deren Abbau untragbare Folgen für Menschen und die Umwelt hat.

Es ist Zeit, dass wir uns Fragen stellen. Und umsteuern.
Wieviel brauchen wir wirklich? Was könnte in der Erde bleiben? Wer tritt ein für den Schutz des Planeten und wer für die Wahrung von Menschenrechten? Rohstoffe sind mehr als vergessene Symbole aus dem Periodensystem im Chemieunterricht. Die Frage nach einem zukunftsfähigen Umgang mit Rohstoffen ist die Frage nach Verantwortung – und die Frage nach dem Haben oder dem Sein. Was das konkret bedeutet? Kommen Sie zu unserer Veranstaltungsreihe und schauen sie genauer hin, warum die 118 Elemente des Periodensystems uns nicht kalt lassen können.

PROGRAMM

[Programm als PDF (0,3 MB)]

Der geschenkte Planet - Autorenlesung und Gespräch
Heike Holdinghausen (taz) liest aus ihrem Buch "Der geschenkte Planet", das sie zusammen mit Armin Reller geschrieben hat.
18.11.2016, 19:30 Uhr, tanteleuk, Louisenstraße 24

Frühere Generationen nutzten Rohstoffe, die Reichtümer des Planeten, nach ihren Möglichkeiten und ihrem Wissensstand – und längst nicht immer nachhaltig und schonend. Die globale Ausbeutung heute lässt sich indes weder mit Unkenntnis entschuldigen noch mit dem technisch Machbaren rechtfertigen. Viele wichtige Rohstoffe werden absehbar nicht mehr verfügbar sein; bei anderen wäre die Gewinnung mit einem ökologischen Desaster verbunden. Dieses Buch predigt keine Rückkehr in die energetische Steinzeit, und es fordert nicht zum Konsumverzicht auf. Vielmehr vermitteln Armin Reller und Heike Holdinghausen differenziertes Wissen um die ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge eines intelligenten, nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgangs mit den Schätzen der Erde. Eine inspirierende Lesung mit anschließender Diskussion.

Blood in the mobile - Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
Film: "Blood in the mobile" (Dänemark 2010, 82 Min).
ReferentIn: Gesine Ames, Ökumenisches Netz Zentralafrika.
22.11.2016, 19:30 Uhr, Kino im Dach, Schandauer Str. 64

Unsere Mobiltelefone sind ständige Begleiter. Dass sie uns auch mit der Demokratischen Republik Kongo in Verbindung bringen, ist den meisten inzwischen schon einmal zu Ohren gekommen. Der Abbau illegal abgebauter Metalle ist in der DR Kongo seit Jahren ein Herd für Konflikte, Kinderarbeit und vielerlei anderer Verstöße gegen die Menschenrechte. „Blood in the Mobile“ ist ein Projekt über Courage, Hoffnung und die verzweifelte Suche nach Lösungen. Der Film wurde 2013 als „Bester ausländischer Dokumentarfilm“ mit dem Marler Medienpreis Menschenrechte ausgezeichnet.Im anschließenden Gespräch reflektiert Gesine Ames vom Ökumenischen Netz Zentralafrika, welche Versuche sowohl auf EU-Ebene als auch seitens der kongolesischen Regierung unternommen wurden, um den Abbau von und Handel mit Konfliktrohstoffen zukunftsfähig zu machen.

Ökozid im Nigerdelta: Ein Gespräch über Fluchtursachen - Expertengespräch
Referent: Peter Donatus, Nigeria/Deutschland

Veranstalter: INKOTA-netzwerk e.V.
23.11.2016, 19 Uhr, Kulturhaus Loschwitz, Friedrich-Wieck-Str. 6

Nicht selten vernichten international agierende Rohstoffkonzerne mit ihren Aktivitäten die Lebensgrundlagen von Menschen im globalen Süden. In Nigeria hat die Ölförderung verheerende Auswirkungen auf die im Nigerdelta lebenden Menschen. Wenn Menschen sich aus diesem Grund für eine Flucht entscheiden, greift die Genfer Flüchtlingskonvention nicht. Im Rahmen eines lebendigen Gesprächs zeigt Peter Donatus, nigerianischer freier Journalist und Menschenrechtsaktivist, die ökologischen und sozialen Folgen der Ölförderung in Nigeria auf und zeichnet den Bogen hin zur Diskussion hierzulande rund um sogenannte "Wirtschaftsflüchtlinge“. 

Reduce-Reuse-Rethink! Kreative Botschaften im öffentlichen Raum - Workshop
Referent: Johannes Schulze, Aktionstrainer

25.11.2016, 17-20 Uhr, Stiftung Weiterdenken, Wettiner Platz 9, Trafohalle

Der öffentliche Raum ist bereits mit Botschaften überfüllt: Die Zivilgesellschaft muss wacher, individuelle Konsummuster verändert, politische Regulierungen gefordert werden. Was braucht es, um in all dem noch Aufmerksamkeit für Ressourcengerechtigkeit zu wecken - Kommunikationsguerilla, Flashmob oder Adbusting? Der Workshop schafft mit einer faszinierenden Fülle von Aktionsformen und dem Spinnen und Ersinnen Eurer Aktionsideen Inspiration, um im öffentlichen Raum den gerechten Umgang mit Ressourcen einzufordern.

Miners shot down - Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
Südafrika 2014, 85 Min

ReferentIn: N.N.
30.11. 19h30, Programmkino Ost, Schandauer Str. 73

Im August 2012 wurden in Marikana, eine der größten Platin-Minen Südafrikas, 34 Minenarbeiter von der Polizei erschossen. Sie streikten für höhere Löhne und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. MINERS SHOT DOWN rekonstruiert die Chronologie der Ereignisse von Marikana und zeigt auf, welche Mitverantwortung der Minenbetreiber Lonmin am Massaker hat. Das deutsche Unternehmen BASF ist Hauptabnehmer bei Lonmin, eine Mitverantwortung an dem, was passiert ist, lehnt der weltweit größter Chemiekonzern jedoch ab. Im anschließenden Gespräch wird diskutiert, wie Menschenrechtsverantwortung in globalen Lieferketten deutscher Unternehmen effektiv eingefordert werden kann.

Kontakt:
Beate Schurath
E-Mail: schurath[at]inkota.de

Programm als PDF (0,3 MB)

Infoblatt: Zukunftsfähige Rohstoffpolitik

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