Kampagnen-Infos, Mit-Mach-Aktionen, Termine - Abonnieren Sie den INKOTA-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

Mittwoch 26.09.18

Agrarindustrie 4.0: Digitalisierung und Konzernmacht in der Landwirtschaft

Pat Mooney, Träger des Alternativen Nobelpreises

Smart Farming, Drohnen, satellitengesteuerte Traktoren, die Nutzung von Klima- und Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von synthetischer Biologie: Ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel, um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den Klimawandel zu begrenzen?

Neue Technologien versprechen Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit bei der Nahrungsmittelerzeugung. Dabei geht es im Kern um das massenhafte Sammeln und Auswerten von sämtlichen Hof- und Anbau- genauso wie von Verbraucher*innendaten. Agrarunternehmen wie Bayer und Deere, aber auch Internetkonzerne wie Amazon und Google sind längst dabei, sich die Hoheit über die Digitalisierung der Landwirtschaft anzueignen. Durch Fusionsprozesse konsolidieren sie ihre Dominanz nicht nur in einem Sektor, sondern vertikal entlang mehrerer Schnittstellen der Agrarlieferkette. Ihre Bemühungen werden durch politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland und anderswo unterstützt, die vor allem die Vorteile der Digitalisierung betonen und Investitions- hemmnisse aus dem Weg räumen wollen.

Eine kritische Betrachtung kommt bislang zu kurz: Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungs-Geschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und Arbeitende in Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie weltweit? Inwieweit und mit welchen politischen Maßnahmen kann die Digitalisierung für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir gerne hier mit Ihnen diskutieren:

Berlin

  • Wann: Dienstag, den 9. Oktober 2018 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr und anschließendem Empfang
  • Wo: Münzenbergsaal der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1., 10243 Berlin
  • Mit: Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises), Geraldine de Bastion (Konnektiv), Jan Urhahn (INKOTA-netzwerk) und Franza Drechsel (GLOCON)

Hamburg (in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen und Schleswig-Holstein und der Agrar Koordination)

  • Wann: Mittwoch, den 10. Oktober 2018 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
  • Wo: Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg
  • Mit: Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises), Jan Urhahn (INKOTA-netzwerk) und Ursula Gröhn-Wittern (Agrar Koordination)

Köln (in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Nordrhein-Westfalen (AbL NRW) und FIAN Deutschland)

  • Wann: Donnerstag, den 11. Oktober 2018 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr
  • Wo: Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-8, 50676 Köln
  • Mit: Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises), Dr. Gregor Kaiser (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Nordrhein-Westfalen), Jan Urhahn (INKOTA-netzwerk) und Philipp Mimkes (FIAN Deutschland)

Die Veranstaltungen finden auf Deutsch und Englisch mit Simultan-Übersetzung statt. Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Jan Urhahn von INKOTA urhahn(at)inkota.de

Die gesamte Veranstaltungsreihe wird organisiert vom INKOTA-netzwerk in Kooperation mit GLOCON, ETC Group und Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 


Weitere Informationen

Flyer der Veranstaltung

Welternährung und Landwirtschaft

Großfusionen und Agribusiness
Die Arbeit des INKOTA-netzwerk e.V. zu diesem Thema wird durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, von der Stiftung Nord-Süd-Brücken, von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie aus Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert. Für die Inhalte ist alleine das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

  

nach Oben