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Südafrika vor der WM - Aufbruch mit Schwierigkeiten

WM Südafrika

Wer die Menschen in Südafrika auf die kommende Fußball-Weltmeisterschaft anspricht, trifft immer wieder auf Stolz und Euphorie. Warnende Stimmen finden im allgemeinen WM-Taumel indes nur wenig Gehör. Dabei ist sicher, dass die Einnahmen die riesigen Ausgaben für Stadien und Infrastruktur nicht ausgleichen werden. Geld, das fehlt für dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur der Townships oder für den Ausbau des Bildungswesens und des Gesundheitssystems.

Zudem wurden ganze Gemeinden plattgemacht für die neuen Fußballarenen und Zufahrtswege, Tausende BewohnerInnen von Armenvierteln vertrieben. "Für die südafrikanische Regierung sind Slums ein Imageproblem", schreibt Joe Walker in seinem Beitrag über die Vertreibung von Obdachlosen und Straßenkindern.

Das Erbe der Apartheid ist noch längst nicht überwunden. Das Bild der Regenbogennation, das Bischof Desmond Tutu für das Postapartheid-Südafrika geprägt hat, erscheint heute als pures Wunschbild. Zu ungleich verteilt ist die Macht der Farben. Millionen Schwarze sind in die Mittelschicht aufgestiegen und einige von ihnen gehören zu den Reichen des Landes. Doch hat sich auch die Ungleichheit verschärft, sind die Armen bis heute meist Schwarze.

Steht das Land am Kap erneut an einem Scheideweg? Antworten gibt der INKOTA-Brief 151. Der INKOTA-Brief ist leider vergriffen, steht aber als Download zur Verfügung!

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Aus dem Inhalt:

Außerdem in diesem Heft:

  • KOMMENTARE:
  • FAIRER HANDEL:
    • Mandy Moussouris: Kleinbauern unter Druck. Auch der Faire Handel kämpft in Südafrika mit dem Erbe der Apartheid
  • BLICKWECHSEL:
    • Mimi Chereno Ng'ok: Jenseits der Klischees. Ein Fotoprojekt über MigrantInnen in Südafrika
  • ENTWICKLUNGSHILFE-DISKUSSION:
    • Andreas Rosen: Schillernde Fundamentalkritik. "Dead Aid – Tödliche Hilfe" von Dambisa Moyo sorgt für Aufregung
  • LITERATUR PUR:
    • Diane Awerbuck: Der Hüter
  • REZENSIONEN:
    • Jürgen Bacia/Dorothée Leidig: Kauft keine Früchte aus Südafrika. Geschichte der Anti-Apartheid-Bewegung
    • Walter Eberlei: Afrikas Wege aus der Armutsfalle
    • Boniface Mabanza Bambu: Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Eine Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive
    • Astrid Messerschmidt: Weltbilder und Selbstbilder. Bildungsprozesse im Umgang mit Globalisierung, Migration und Zeitgeschichte
    • Antonio Dal Masetto: Als wärs ein fremdes Land
    • Amir Hassan Cheheltan: Teheran Revolutionsstraße
    • Georg Brunold (Hg.): Nichts als die Welt. Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren
  • LESERINNENUMFRAGE: