Kampagnen-Infos, Mit-Mach-Aktionen, Termine - Abonnieren Sie den INKOTA-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden!

Grundsätze für Praktika bei INKOTA

Um die Vergabe und Durchführung von Praktika für alle transparent zu gestalten haben wir für unsere Praktika Grundsätze formuliert. Dabei haben wir uns u.a. an den vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geforderten Standards für Praktika orientiert. Wichtige Aspekte sind:

  • Wir ermöglichen unseren PraktikantInnen den Erwerb beruflicher Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen. Dieser Aspekt steht im Vordergrund und darf nicht von der jeweiligen Arbeitsleistung der PraktikantInnen überlagert werden.
  • PraktikantInnen ersetzen bei uns keine festen Arbeitsplätze. Sie übernehmen natürlich auch Aufgaben im laufenden Betrieb, sind dafür aber nicht fest eingeplant.
  • PraktikantInnen erhalten bei uns einen Praktikumsvertrag, der den gewerkschaftlichen Anforderungen entspricht. Die Dauer von Vollzeitpraktika ist auf 3 Monate begrenzt.
  • PraktikantInnen erhalten eine Praktikumsvergütung in Höhe von 300 Euro netto. PraktikantInnen erhalten die Vergütung auch im Krankheitsfall und haben Anspruch auf 2,5 Tage Urlaub im Monat.
  • Mit den PraktikantInnen wird ein Ausbildungsplan erarbeitet, der Ablauf und Ausbildungsinhalte des Praktikums regelt. Ein/e feste/r AnleiterIn übernimmt die Betreuung während des gesamten Praktikums. Alle Aufgaben werden mit den PraktikatInnen vor- und nachbesprochen.
  • Neben den regelmäßigen Feedbackgesprächen gibt es eine ausführliche Abschlussbesprechung. Jede/r PraktikantIn erhält ein Zeugnis.

Klarstellung

INKOTA musste sich in der Vergangenheit immer wieder kritischen Anfragen zu unseren Praktikumsbedingungen stellen. Hauptkritikpunkt war dabei die Höhe der Aufwandsentschädigung. Deswegen möchten wir an dieser Stelle folgende Aspekte nochmals klarstellen:

  • Wir wissen, dass von 300 Euro niemand leben kann. Gerecht wäre, wenn jeder Mensch in Deutschland das Recht auf ein Ausbildungstipendium hätte, das ihm/ihr unabhängig vom Einkommen oder Vermögen seiner Eltern eine Ausbildung ermöglicht. Dazu gehören neben Studium auch nichtakademische Ausbildungen und Praktika im In- und Ausland.
  • Wir bieten Praktika als Teil der Ausbildung an. Sie ersetzten keine Personalstellen. PraktikantInnen erhalten deshalb auch keinen existenzsichernden Lohn, sondern eine Praktikumsvergütung.
  • Nach unseren Erfahrungen mit PraktikantInnen spielt bei der Bewertung der Qualität eines Praktikums der Lernerfolg die entscheidende Rolle und nicht die Höhe der Praktikumsvergütung.
  • Die gute Betreuung und Ausbildung von PraktikantInnen erfordert Zeit. Da es uns wichtig ist, Studierenden einen Einblick in die Arbeitsweise einer NGO zu geben, stellen unsere MitarbeiterInnen diese gerne zur Verfügung, auch wenn es einen erheblichen Mehraufwand für uns bedeutet.
  • Wir freuen uns, dass unsere PraktikantInnen mit der Ausbildung bei uns überdurchschnittlich zufrieden sind, wie das regelmäßige Feedback und die Tatsache, dass ehemalige PraktikantInnen uns in der Mehrheit der Fälle über viele Jahre verbunden bleiben, zeigt. So sind zum Beispiel einige unserer Mitarbeitenden, Mitglieder des Vorstands oder der Aktionsgruppen ehemalige PraktikatInnen. Auch arbeiten viele PraktikantInnen nach Ende des Praktikums bei uns studienbegleitend als freie MitarbeiterInnen und erhalten auch dann eine angemessene Vergütung.