Unternehmen ins Schwitzen bringen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Unternehmen kritisch auf den Zahn zu fühlen und sie in die Verantwortung zu nehmen, das ist ein grundlegender Teil unserer Arbeit. Wie wichtig das ist, zeigt aktuell das Verhalten der Bundesregierung: Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie versucht, Unternehmen vor einem Lieferkettengesetz zu schützen - statt endlich eines zu schaffen.

Die Auseinandersetzung mit Unternehmen ist nicht einfach, sie erfordert Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit. Dass sie sich aber lohnt, zeigen die jüngsten Entwicklungen bei unserem Schlagabtausch mit der Bayer AG. Die kritische Begleitung von Daimler, BMW & Co. haben wir ebenfalls aufgenommen. Wir wollten wissen, wie gerecht die Herstellung ihrer E-Autos ist – jetzt haben sie geantwortet. Und auch die Rainforest Alliance kommt ins Schwitzen durch unsere Kritik am Entwurf ihres neuen Zertifizierungs-Standards für Kakao.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und genießen Sie den Sommer. Oder Sie machen ihn mit uns zu einem Sommer der Solidarität: Kommen Sie mit zur großen #unteilbar-Demo in Dresden!

Solidarische Grüße
Ihr INKOTA-Team

Shirts4Change: Jetzt mitmachen!

600 INKOTA-Aktive haben abgestimmt, jetzt sind sie da: T-Shirts und Stoffbeutel mit Motiven, die auf die Missstände in der Textil- und Schuhproduktion aufmerksam machen. Und nicht nur das: Die Shirts sind fair und ökologisch, und der Erlös unserer Crowdfundig-Aktion kommt NäherInnen in Kroatien und ArbeiterInnen in der indischen Schuhproduktion zugute. Doch das klappt nur, wenn Sie mitmachen: Etwa 200 Shirt-TrägerInnen müssen wir zusammenbekommen – sonst scheitert unsere Sammelaktion und die Shirts werden nicht produziert. Also zeigen Sie sich solidarisch: Mit der richtigen Message auf dem Shirt und Ihrem Beitrag zur Crowdfundig-Aktion.

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Südlink 188: Kolonialismus

Im neuen Südlink nimmt INKOTA den deutschen Kolonialismus kritisch unter die Lupe. Die AutorInnen zeigen auf, wie das auf einer rassistischen Ideologie beruhende Unrechtssystem bis heute fortwirkt. Und räumen mit dem Mythos auf, dass der deutsche Kolonialsmus gar nicht so schlimm gewesen sei. Judith Hackmack arbeitet in ihrem Artikel den deutschen Völkermord an den Ovaherero und Nama auf. Jürgen Zimmerer geht der Frage nach, ob das Berliner Humboldt Forum besser in Benin-Forum umbenannt werden sollte. Bebero Lehmann beschäftigt sich mit der Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland und ihrem Kampf gegen Ausgrenzung und Rassismus. Wie immer haben wir einige Artikel kostenlos für Sie online gestellt. Werfen Sie jetzt einen Blick ins Heft!

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Sonderzug: Mit INKOTA zu #unteilbar

Es ist wieder Zeit, gegen Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße zu gehen. Die Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen stehen bevor und verheißen nichts Gutes. INKOTA hat sich deshalb entschieden, möglichst viele MitstreiterInnen zur großen #unteilbar-Demo in Dresden zu mobilisieren, um für eine offene und tolerante Gesellschaft einzustehen. Mit dem Sonderzug fahren wir am 24. August in die sächsische Hauptstadt - und zählen dabei auf Sie! Fahren Sie mit uns zusammen im Zug von Berlin oder treffen Sie uns im entwicklungspolitischen Block auf der Demo. Wann wenn nicht jetzt - seien auch Sie dabei!

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E-Autos: Daimler, BMW & Co. antworten

11.000 E-Mails haben INKOTA-Aktive an Daimler, BMW & Co. verschickt und gefragt: "Wie gerecht ist die Herstellung von Elektro-Autos?". Denn auch wenn der Verbrennungsmotor weg muss und eine Verkehrswende dringend nötig ist, so kann sie nur gelingen, wenn sie für alle weltweit grün und sauber ist. Jetzt haben die Autohersteller geantwortet und die Ergebnisse sind ernüchternd: Keiner der Befragten weiß sicher, ob alle verwendeten Rohstoffe wirklich fair sind! Doch lesen Sie selbst.

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Bayer: Getroffen

Mit unserer Kritik zur Mega-Fusion mit Monsanto haben wir die Bayer AG getroffen. Nicht nur bei der Jahreshauptversammlung in Bonn und auf Podien in Berlin, sondern vor allem mit unseren Argumenten. Noch am selben Tag der Veröffentlichung unserer Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz“ sah sich der Chemiekonzern gezwungen, öffentlich auf unsere Analyse zu reagieren – zunächst nur mit hohlen Worten. Doch damit gab sich Lena Michelsen von INKOTA nicht zufrieden: Auch im direkten Gespräch mit Vertretern der Agrarsparte kritisierte sie, dass Bayer in Brasilien Petizide verkauft, die in der EU nicht mehr zugelassen sind. Jetzt zeigt unsere Hartnäckigkeit Wirkung!

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Kakao: Zertifizierung reicht nicht

Im Kakaosektor galt Zertifizierung lange Zeit als das einzige Instrument, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Doch es zeigt sich: Es ist irreführend zu behaupten, dass Nachhaltigkeit allein aufgrund von Fairtrade oder Rainforest Alliance gesichert werden kann. Keiner der Zertifizierungsstandards hat bisher signifikant dazu beigetragen, Bauern und Bäuerinnen aus der strukturellen Armut zu befreien, geschweige denn ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. NRO befürchten jetzt, dass die Rainforest Alliance einen Unterbietungswettlauf bei der Zertifizierung von Kakao startet: Bisher enthält der neue Standard der Rainforest Alliance keinen Mindestpreis für Kakao. Das könnte auch negative Folgen für Faitrade haben.

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Termine

23.08.19: INKOTA-Sommerfest mit Lesungen & Livemusik
Im Garten des INKOTA-Büros, Chrysanthemenstr. 1-3, 10407 Berlin
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24.08.19: Mit INKOTA im Sonderzug zur #unteilbar-Demo
Ab ca. 8:30 Uhr von Berlin-Hbf
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02.-04.08.19: INKOTA beim EuroBean Festival
Chocolate Festival auf Schloss Rochsburg, Schlossstraße 1, 09328 Lunzenau OT Rochsburg
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31.08.-01.09.19: INKOTA beim AFRITOPIA - Global Food Lab
Workshops, Diskussionen und Infostände rund um die Herausforderungen in der afrikanischen Landwirtschaft in Utopiastadt, Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal
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06.-08.09.19: Soziales Wandern: "Smarter grüner Konsum?"
mit INKOTA und der Naturfreundejugend
Wander-Workshop zu den ökologischen und sozialen Konsequenzen unseres Technik-Konsums in Altenberg, Lkr. Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
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09.09.10: Fachtagung "Future Food Systems"
INKOTA u.a. laden ein, mit VertreterInnen der Bundesregierung, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, wie wir unsere Ernährungssysteme zukunftsfähig machen können in Berlin, Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8
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Publikationen & Materialien

Publikationen

Südlink 188: Deutscher Kolonialismus: Wie die Vergangenheit die Gegenwart belastet
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Ratgeber: Gute Güte – Gützeichen, Multi-Stakeholder- und Sektorinitiativen in der Schuh- und Lederproduktion
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Aktionsmaterial: Schuhe fallen nicht vom Himmel. Materialien zum Aktivwerden und für die Bildungsarbeit rund ums Thema Schuh- und Lederproduktion
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Aktions-Flyer: Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen / Modeindustrie
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Broschüre: Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz
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INKOTA-Infoblatt: Kinderarbeit. Die bittere Seite der Schokolade
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Aktions-Flyer: Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen / Schokoladenindustrie
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Eine Fülle an weiteren Publikationen und Materialien zum kostenlosen Download und Bestellen finden Sie in unserem Webshop

Videos

Shirts for Change – Mach mit beim Crowdfunding von INKOTA
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Erdüberlastungstag: Das sagen Kinder dazu!
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Alle weiteren Videos von INKOTA finden Sie in unserem YouTube-Kanal

Ausstellungen zum Ausleihen

Sie können unsere INKOTA-Ausstellungen ausleihen. Mehr zu den Konditionen erfahren Sie beim Klick auf den Link der jeweiligen Ausstellung. Außerdem können Sie auch die INKOTA-ReferentInnen für Vorträge – z.B. als Teil eines Rahmenprogramms zu den Ausstellungen – einladen: Hier klicken und mehr erfahren.

INKOTA-Ausstellung Elektromobilität: Umsteigen bitte!
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INKOTA-Ausstellung Ressourcengerechtigkeit: Die große Gier
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INKOTA-Ausstellung der Kampagne Change Your Shoes
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INKOTA-Ausstellung Make Chocolate Fair! Schokolade mit bitterem Beigeschmack
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INKOTA-Ausstellung Süß & Bitter. Ausstellung der Kampagne Make Chocolate Fair!
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INKOTA-Ausstellung auf der Wäscheleine: Mit Frauenpower in die Unabhängigkeit
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Ausgabe 3/2019
Juli

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10407 Berlin
E-Mail: newsletter[at]inkota.de
Tel.: +49 (0)30 420 820 20
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