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Erdüberlastungstag: Am Montag ist die Erde verbraucht

[Dresden, 4. August 2016] – Am kommenden Montag (8. August) sind die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht. Damit hat die Überlastung erneut zugenommen. Im Vorjahr fiel der vom Global Footprint Network berechnete Erdüberlastungstag noch auf den 13. August. Mit einer Aktion in Dresden prangern AktivistInnen des INKOTA-netzwerks den übermäßigen Ressourcenverbrauch an und fordern eine konsequente ressourcen- und klimaschonende Wirtschaftsweise.

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Ein überdimensionierter YouTube-Bildschirm zeigt die Erde, eine Stimme aus dem Off preist ihre unendliche Weite und ihren Ressourcenreichtum an. Plötzlich ändert sich das Bild. Die Erde verschwindet, das YouTube-Entschuldigungsbild erscheint zusammen mit dem Satz: Die Erde ist ab heute leider nicht mehr verfügbar, weil die erneuerbaren Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht sind.
Mit dieser Aktion macht INKOTA am 8. August in der Dresdner Neustadt auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam. „Unsere Gesellschaft ist auf Verschwendungsmodus eingestellt. Das ist ökologisch untragbar und global absolut ungerecht“, erklärt Beate Schurath, Referentin für Ressourcengerechtigkeit beim INKOTA-netzwerk. „Wir müssen unsere Art zu leben und zu wirtschaften grundlegend ändern.“

Mit dem globalen Klimawandel und den damit einhergehenden Extremwetterereignissen haben derzeit vor allem die Menschen im globalen Süden zu kämpfen. Die Konsequenzen der Missachtung natürlicher Grenzen sind aber zunehmend auch bei uns zu beobachten. „Die Bundesregierung setzt auf Energie- und Rohstoffeffizienz, aber das geht nicht weit genug“, kritisiert Schurath. „Es ist höchste Zeit für eine konsequente Suffizienzpolitik, aber der politische Wille dazu fehlt bislang.“

1,6 Erden bräuchte die Weltbevölkerung derzeit, um den weltweiten Bedarf an Rohstoffen, Ackerland, Wasser und Wäldern nachhaltig zu decken. Würden alle Länder so wirtschaften wie Deutschland, wären 3,1 Erden nötig. In Deutschland wird die Erde vor allem durch die CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft sowie durch den hohen Flächenanspruch – insbesondere für die Fleischproduktion – überlastet.

Erfindergeist statt Ressourcenverschwendung

„Aber es gibt Lichtblicke“, sagt Beate Schurath. „Viele kleine Initiativen und Organisationen haben auf lokaler Ebene damit begonnen, Alternativen zum grenzenlosen Wachstum des Rohstoffverbrauchs zu entwickeln: von der Versorgung mit regenerativer Energie über genossenschaftliche Stadtwerke, Re- und Upcycling von Möbeln und Elektrogeräten, regionale Ernährung aus dem Stadtgarten oder Stadtteil-Transportfahrräder zum Ausleihen. Diese Initiativen zeigen: Ressourcenverschwendung ist nicht mehr angesagt!

Hintergrund-Factsheet zum Erdüberlastungstag 2016 (PDF, 116 KB)

Weitere Infos und Materialien zum Erdüberlastungstag

Aktion zum Erdüberlastungstag in Dresden (für Bildaufnahmen und Interviews geeignet)

Wann: Montag, 8. August 2016, 11 Uhr
Wo: vor dem Kulturzentrum Scheune, Alaunstr. 36-40, Dresden-Neustadt

Fotos von der Aktion

Pressemitteilung als PDF (201 KB)

Pressemitteilung zum deutschen Erdüberlastungstag (PDF, 69 KB)

Ansprechpartnerin:   
Beate Schurath, INKOTA-netzwerk, Mobil: 01577-3163500, E-Mail: schurath@inkota.de