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Oxfam, FIAN und INKOTA fordern: Bayer, BASF und Co. runter vom Acker!

[Berlin/ Köln, 2. Juli 2014] – Oxfam, FIAN und INKOTA haben heute gegen die problematische Kooperation zwischen BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Chemieriesen wie Bayer und BASF protestiert. Mit einem Mähdrescher, gesteuert von einem als Gerd Müller (BMZ-Minister) verkleideten Aktivisten, fuhren die Demonstranten und Demonstrantinnen vor das BMZ und forderten „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“. Anlass war die heutige Zukunftscharta-Konferenz des BMZ, auf der nachhaltige Entwicklungskonzepte diskutiert werden sollten.

Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken. Für Bilder in höherer Auflösung melden Sie sich gerne bei Simone Katter, katter[at]inkota.de, 030-420 820 259.

Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam, kritisiert das Zusammengehen von BMZ und Agrarkonzernen: „Entwicklungsminister Müller redet zwar viel von einem Paradigmenwechsel in Richtung Nachhaltigkeit, fördert aber Chemieriesen wie Bayer und BASF. Das hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun.“ Der massive Einsatz von gefährlichen Pestiziden schade der Umwelt und den Menschen. Das UN-Umweltprogramm schätze die Gesamtkosten allein für pestizidbedingte Krankheiten und Verletzungen in Subsahara-Afrika bis 2020 auf mehr als 90 Milliarden US-Dollar. Der Chemieriese Bayer konnte mithilfe des BMZs über 20 Prozent mehr Pestizide an Kleinbäuerinnen und -bauern in Kenia verkaufen. Wiggerthale: „Der steigende Pestizideinsatz in Entwicklungsländern ist besorgniserregend. In Bangladesch ist er von 2000 bis 2010 um unglaubliche 328 Prozent gestiegen.“

Jan Urhahn, Referent für Landwirtschaft und Ernährung bei INKOTA: „Müllers Pläne laufen auf eine Stärkung einer hochtechnischen Landwirtschaft mit einem massiven Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und Industriesaatgut hinaus. Kleinbäuerinnen und -bauern drohen dabei unter die Räder zu kommen. Wir fordern Minister Müller auf, die unheilvolle Allianz zwischen Politik und den Agrarriesen zu beenden. Müller muss einen Schlussstrich unter die German Food Partnership ziehen!“

Roman Herre, Agrarreferent von FIAN kritisiert: „Bei dieser Allianz wird das universelle Menschenrecht auf Nahrung auf den Kopf gestellt. Das BMZ sollte Kleinbäuerinnen und –bauern bei ihren eigenen Lösungsansätzen zur Hungerbekämpfung unterstützen. Stattdessen wird Großkonzernen geholfen, sich neue Märkte für Saatgut und Pestizide zu erschließen.“

Oxfam, FIAN und INKOTA fordern einen Stopp dieser Kooperationen auf Kosten der Ärmsten der Armen und wollen, dass das BMZ bestehende Verträge mit Unternehmen offenlegt.

Weitere Informationen zu Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne”

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Tel.: 0176-70 61 03 81, E-Mail: urhahn@inkota.de

Nikolai Link, Oxfam Deutschland, Tel.: 030-45 30 69 712, E-Mail: nlink@oxfam.de


Das INKOTA-netzwerk ist eine entwicklungspolitische Organisation, die mit politischen Kampagnen und in Zusammenarbeit mit Partnern im globalen Süden Hunger bekämpfen, Armut besiegen und Globalisierung gerecht gestalten will. Mehr unter www.inkota.de

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FIAN Deutschland ist eine Menschenrechtsorganisation die sich für die Durchsetzung des Rechts auf Nahrung einsetzt. Mehr unter www.fian.de