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Pressemitteilung - Save the Date: Textilarbeiterinnen aus Kambodscha fordern gesetzlichen Mindestlohn auf Rundreise durch Deutschland

[Berlin, 30. September 2014] - Am 10. Oktober 2014 gehen die Verhandlungen um einen gesetzlichen Mindestlohn für die Textilindustrie in Kambodscha in die nächste Runde. Damit reagieren die kambodschanische Regierung und die Vereinigung der Textilhersteller (GMAC) auf die anhaltenden Proteste im In- und Ausland: Sowohl die kambodschanischen Textilarbeiter/innen als auch Aktivist/innen weltweit fordern seit Dezember 2013 mit Massendemonstrationen, Streiks und Mahnwachen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 177 Dollar im Monat. Dabei kam es in Kambodscha zum Teil zu heftigen Auseinandersetzungen, bei den vier Menschen starben, 40 verletzt und 23 weitere für mehrere Monate inhaftiert wurden.

Vom 9. bis 11. Oktober haben INKOTA und die Kampagnen für Saubere Kleidung nun zwei Gewerkschafterinnen aus Kambodscha, Frau Sophol und Frau Vorng, nach Deutschland eingeladen, damit sie den Forderungen der kambodschanischen Textilarbeiter/innen Nachdruck verleihen können. Sie berichten aus erster Hand von den Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Kambodschas und von der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Dezember 2013 durch Polizei und Militär.

Die Rundreise der beiden Textilarbeiterinnen findet außerdem unmittelbar vor dem für Mitte Oktober 2014 vorgesehenen Start des von der deutschen Regierung geplanten Bündnisses für öko-soziale Standards in der globalen Lieferkette von Bekleidung statt. Dieses vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierte „Textil-Siegel“ wird sich unter anderem daran messen lassen müssen, ob Menschen in der globalen Bekleidungsindustrie einen existenzsichernden Lohn erhalten. „Deshalb kommen Frau Sophol und Frau Vorng zu Gesprächen nach Deutschland- Denn was die Menschen wollen, ist von ihrer Arbeit leben zu können“, sagt Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

Zu den Personen
Frau Sean Sophol ist gewerkschaftliche Organizerin bei der Gewerkschaft C.CAWDU. Sie hat für verschiedene Textilfirmen in Kambodscha gearbeitet, die unter anderem für Levi’s, GAP und H&M produziert haben. Sie war direkt in die Proteste im Dezember 2013 und Januar 2014 involviert.

Frau Demorng Vorng arbeitet bei C.CAWDU als Soziologin und Politologin im Bereich strategische Projekte.

Interviewtermine
Frau Sophol und Frau Vorng sind vom 9. bis 11. Oktober 2014 zu Gast in Berlin und steht Ihnen gerne für Interviews und Fragen zur Verfügung – auch per Telefon und Skype. Darüber hinaus laden wir Sie zu folgender Veranstaltung ein:

  • Schluss mit den Ausreden! Ein Lohn zum Leben. Kambodschanische Gewerkschafterinnen berichten
    Wann: Donnerstag, 9. Oktober 2014, 19.00 Uhr,
    Wo: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di, Raum Pablo Picasso Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin