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INKOTA Jahresbericht 2016

120.000 Menschen aus ganz Europa fordern Macht Schokolade fair!

[Berlin/Brüssel, 25. November 2015] – VertrerterInnen der Kampagne Make Chocolate Fair! überreichen am 2. Dezember in Brüssel 120.000 Unterschriften für faire Schokolade an den Dachverband der Europäischen Süßwarenindustrie (CAOBISCO). Mit im Gepäck haben sie zwei zentrale Forderungen: Schokoladenunternehmen sollen berechnen, wie hoch ein existenzsicherndes Einkommen für Kakaobäuerinnen und -bauern sein muss und wie sich das auf den Preis für Kakaobohnen auswirken würde. Darüber hinaus sollen Schokoladenunternehmen europaweit zu 100 Prozent auf zertifizierten Kakao umsteigen.

„Europäische Schokoladenunternehmen müssen mit anderen Akteuren aus der Branche berechnen, wie hoch ein existenzsicherndes Einkommen für Kakaobauern sein muss“, sagt Evelyn Bahn, INKOTA-Kampagnenkoordinatorin von Make Chocolate Fair! in Deutschland. „Nur so können wir zu einem fairen Kakaopreis kommen – und damit Kinderarbeit ernsthaft bekämpfen.“ Noch immer landen 87 Prozent des Preises einer Tafel Schokolade in den Taschen von Kakaomühlen, Schokoladeunternehmen und Supermärkten. Nur 6,6 Prozent kommen bei den Kakaobäuerinnen und -bauern an. 1980 betrug ihr Anteil noch 16 Prozent. „Die Macht der Konzerne ist für den enormen Preisdruck verantwortlich, der einen angemessenen Kakaopreis für die Produzenten verhindert“, sagt Bernhard Zeilinger, Koordinator von Make Chocolate Fair! in Österreich. „Es ist bitter, dass die Nachfrage nach Kakao und die Gewinne der Konzerne steigen, aber den Kakaobäuerinnen und -bauern nur Armut und Elend bleiben.“

Darüber hinaus fordert Make Chocolate Fair! von CAOBISCO dazu beizutragen, dass Schokoladenunternehmen europaweit auf 100 Prozent zertifizierten Kakao umsteigen. Der Anteil nachhaltig produzierter Schokolade ist in den letzten drei Jahren gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich zu niedrig, um die Situation von Kakaobäuerinnen und -bauern zu verbessern. „Die Menschen in Europa lieben Schokolade, deshalb sind sie nicht länger bereit zu akzeptieren, dass bei der Kakaoproduktion Menschenrechte verletzt werden. Der Ruf nach fairer Schokolade wird lauter und stärker“, sagt Tiina-Katrina Kaber, Koordinatorin von Make Chocolate Fair! in Estland. „Es ist höchste Zeit, dass Schokolade europaweit zu 100 Prozent fair wird“, ergänzt Markéta Vinkelhoferová, Koordinatorin von Make Chocolate Fair! in Tschechien.

Einladung zur Unterschriftenübergabe in Brüssel. Für Bild- und Filmaufnahmen geeignet:

Das bunte Schokomobil bringt die Unterschriften vor die Tür des Dachverbandes der Europäischen Süßwarenindustrie. Damit endet die Schokomobil-Tour durch 15 europäische Länder. Vom Dach des Mobils entrollen AktivistInnen ein riesiges Banner mit einer deutlichen Botschaft an die Schokoladenindustrie: Make Chocolate Fair!. Vor Ort bestehen Interviewmöglichkeiten mit VertreterInnen aus 15 Europäischen Ländern sowie mit Gewerkschafterin Marie-Jeanne N'Zore Kombo aus der Côte d’Ivoire, die sich dort für den Kampf gegen Kinderarbeit einsetzt.

Wann: Dienstag, 2. Dezember 2015 – 10:45 Uhr

Wo: CAOBISCO, Boulevard Saint-Michel 47, 1040 Brüssel, Belgien

Infografik Kostenanteil an einer Tafel Schokolade

Kakaobarometer 2015 (Sektor-Übersicht über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor) (PDF, 4 MB)

Pressemappe zu Kakao und Make Chocolate Fair!

Pressemitteilung als PDF (91 KB)

AnsprechpartnerInnen:
Evelyn Bahn, Koordinatorin von Make Chocolate Fair! in Deutschland, Tel.: +49 (0)177-32 43 408, E-Mail: bahn@inkota.de

Bernhard Zeilinger, Koordinator von Make Chocolate Fair! in Österreich, Mobil: +43 (0)650-89 47 777, Tel: 01 405 55 15 328, E-Mail: bernhard.zeilinger@suedwind.at

Markéta Vinkelhoferová, Koordinatorin von Make Chocolate Fair! in Tschechien, Tel.:  +42 (0)731-62 04 89, E-Mail: marketavink@ekumakad.cz

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne, die von 117 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 16 europäischen Ländern getragen wird. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Initiativen aus Europa, Afrika und Lateinamerika unterstützt. Die Kampagne wird unterstützt durch die Europäische Union. Der Inhalt der Pressemitteilung liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und gibt nicht die Meinung der Förderer wieder.